Wir haben was zu sagen: Das „Best of“ der „Gesichter der Branche“

Jeden Mittwoch beantworten in unserer beliebten Reihe „Gesichter der Branche“ Personen aus der Payment- und Banking-Industrie unseren standardisierten Fragebogen mit jeweils zehn Fragen. Über die Jahre ist hierbei eine Vielzahl interessanter Antworten zusammengekommen.

Zum Start unserer neue Reihe geben wir den tollen Frauen der Branche den Vortritt beginnen mit einer Auswahl der schönsten Zitate auf die Frage: Was kann man von FinTechs lernen?

Es gibt doch eine Sache, die Banken sich abschauen können: mehr in den direkten Austausch mit den Kollegen und Abteilungen gehen. Und statt Zeit in langen Meetings zu verbringen und Themen über die Hierarchien zu spielen, einfach mal machen.“
Verena Freyer

Schnelligkeit, Innovation – und konstantes Lernen. Fintechs sind wegen ihrer flachen Hierarchien und ihrer agilen Teams enorm schnell in der Entwicklung von neuen Innovationen. Sie können schneller neue Dinge ausprobieren, MVP-Projekte aufsetzen und dabei aus Fehlern lernen. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, auch etwas zu riskieren oder gar zu scheitern. Das Wichtige ist, daraus zu lernen und es beim nächsten Projekt besser zu machen.“
Jessica Holzbach

Mut, Geschwindigkeit und Kundenfokus.“
Alexa von Bismarck

Den Mut neue Dinge auszuprobieren und die Fähigkeit, schnell zu iterieren und auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Fintechs reagieren oft sehr flexibel und passen sich an neue Marktgegebenheiten schnell an. Das ist etablierten Unternehmen mit einem großen Verwaltungsapparat häufig nicht (mehr) möglich, weil bei Entscheidungen zu viele Stakeholder involviert sind und Prozesse länger andauern.

Wir haben was zu sagen: Das „best of“ der … Gesichter der Branche

Es ist jedoch schön zu sehen, wie etablierte Banken und FinTechs immer mehr aufeinander zugehen, voneinander lernen und sich viele interessante Partnerschaften bilden.“
Katharina Lüth

Wenn wir FinTechs als junge, agile Start-ups definieren, dann können Unternehmen sicher viel von der offenen Unternehmenskultur lernen. Meiner Erfahrung nach gibt es intern einfach wenig bis gar keine Politik und der Umgang mit Fehlern ist zukunftsorientiert. Es geht nicht darum, einen Verantwortlichen zu definieren, sondern immer darum: „Wie kriegen wir das jetzt hin?“
Susanne Krehl

Ziemlich viel. Unternehmertum, Engagement, Hartnäckigkeit, Tempo, Kreativität, idealerweise viel Demut – und das Wissen, dass allein der Kunde über den Erfolg entscheidet. Nach meinen Erfahrungen können FinTechs ihre Ziele auch sehr klar benennen.“
Sibylle Strack

Geschwindigkeit, Mut und „Macher-Mentalität“. FinTech-Startups zeichnen sich häufig durch starke Kundenorientierung und Flexibilität aus. Zudem steht die Usability im Vordergrund, um das beste Erlebnis für den Kunden zu schaffen.“
Lea Frank

Es liegt in ihrer DNA, dass FinTechs agil sind. Sie können sich an Kundenbedürfnisse, Branchentrends oder Änderungen des Umfelds anpassen. „Business as usual“ gibt es für erfolgreiche FinTechs nicht!“
Marie Moesgard

Wir haben was zu sagen: Das „best of“ der … Gesichter der Branche

Hinterfrage die gängigen Regeln und finde einen Weg, schneller zu agieren! In so vielen Fällen werden Dinge verlangsamt, weil sie genau auf die Art und Weise gemacht werden, wie es im Buche steht.
Sei kreativer und nutzerfreundlich! Wenn es in einem Fall unbedingt nötig ist, den Nutzer mit komplizierter Rechtssprache zu konfrontieren – fein – aber gib ihm eine Zusammenfassung vorweg, so dass er sich unterstützt und verstanden fühlt
.

„Dann könnten etablierte Unternehmen ihre Position und Power nutzen, um wirklich etwas zu verändern, zum Beispiel, indem sie Interessen von Verbrauchern auf politischer Ebene vertreten.“
Madison Bell

Es gibt natürlich viele Dinge, die man von Fintechs lernen kann. Zum Beispiel Innovations- und Entwicklungsgeschwindigkeit, der nutzerzentrierte Ansatz bei der Bereitstellung von Dienstleistungen, effektive digitale Kundenakquise, leichteres Setup und reduzierte Kosten sowie der Einsatz moderner Technologien und Tools. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Fintechs gekommen sind, um zu bleiben Holvi war eines der ersten Fintechs, das vollständig von einer Bank übernommen wurde, in letzter Zeit haben wir auch größere Investmentrunden für britische Fintechs wie Monzo und Revolut gesehen. Es ist definitiv ein spannender Sektor, der sich ständig weiterentwickelt.“
Elina Räsänen

Autor
Die studierte Soziologin und Medienwissenschaftlerin beobachtet, analysiert und schreibt als Journalistin seit vielen Jahren über die Startup- und Fintechszene. In der Vergangenheit arbeitete sie für führende on- und offline für Gründer- und Wirtschaftsmedien im In- und Ausland, moderiert, schrieb mit... mehr

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