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StartUp

Interview mit Cringle zur Finanzierung über Crowdfunding

in Artikel/fintech von

Das 2014 gegründete Fintech Startup Cringle bietet mit der gleichnamigen Smartphone App die Möglichkeit an, Geld zu versenden. Cringles Vision: P2P-Payments für jeden zugänglich machen und damit eine Alternative zur Bargeld-Zahlung zu bieten. Um das zu ermöglichen arbeitet Cringle mit Deutschen Kreditbank AG zusammen. Cringle gehört dem Microsoft Ventures Accelerator Programm an. Finanziert wurde Cringle, das unter dem Dach des Startup Inkubators der Technischen Universität Berlin entstand, durch das EXIST Gründerstipendium und Business Angels. Jetzt startet Cringle eine Crowdfunding-Kampagne um weiteres Geld einzusammeln.

Wir haben mit Frane Bandov, CTO von Cringle über die Hintergründe gesprochen.

Sammelt neues Geld: Cringle (Foto: Cringle)
Sammelt neues Geld: Cringle (Foto: Cringle)

Interview Cringle

PaymentandBanking.com: Ende Juni habt Ihr eine Crowdfunding-Kampagne auf Companisto gestartet. Gab es keine Investoren mehr?

Frane Bandov: Wir haben uns verschiedene Investitionsmodelle und Finanzierungsquellen angesehen und uns letztendlich bewusst für die Crowd entschieden. Viele andere Investment-Angebote waren aus unserer Sicht einfach nicht gut genug.

Mit Companisto standen wir jetzt schon seit längerer Zeit in Kontakt. Ihr Angebot war fair und wir als Endkunden-Produkt fanden die Idee auf diese Weise Geld und Feedback von potentiellen Nutzern einzusammeln sehr verlockend. Für uns ist das Crowd-Investing eine gute Mischung aus Finanzierung und Akquise neuer Nutzer.

PaymentandBanking.com: Schaut man sich die Finanzierungen anderer Startups an, ist 400.000 EUR nicht viel. Was wollt Ihr mit dem Geld machen?

Cringle CTO Frane (Foto: Cringle)
Cringle CTO Frane (Foto: Cringle)

Frane Bandov: Ich finde nicht, dass es sinnvoll ist auf die Finanzierungen von anderen zu schauen. Investitionen sind nicht das Endziel, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Es geht doch eigentlich darum eine Vision umzusetzen, ein gutes Produkt zu machen und ein nachhaltiges Business aufzubauen. Es gibt genug Beispiele wo große Finanzierungsrunden einen großen Medienhype ausgelöst haben, aber am Ende nur heiße Luft dabei herauskam (z.B. Clinkle, Color).

„Wir wollen zu fairen Konditionen soviel Geld einsammeln, wie wir benötigen um unsere Ziele zu erreichen und dabei die volle Kontrolle über unser Unternehmen zu behalten.“

Wir wollen zu fairen Konditionen soviel Geld einsammeln, wie wir benötigen um unsere Ziele zu erreichen und dabei die volle Kontrolle über unser Unternehmen zu behalten. Diese Ziele beinhalten beispielsweise die Expansion in weitere europäische Länder sowie ein stärkeres Auftreten hinsichtlich Sales- und Marketingaktivitäten. Dass wir das Produkt Cringle dabei auch weiterentwickeln, steht außer Frage.

PaymentandBanking.com: P2P-Payment scheint in Deutschland ein Nischen-Dasein zu fristen. Was unterscheidet Cringle von Lösungen wir Lendstar oder das mit 1,5 Millionen EUR finanzierten Fintech Cookies?

Frane Bandov: Im einem Land wo “Bargeld gedruckte Freiheit” ist, ist es grundsätzlich eine Herausforderung neue digitale Banking- und Finanzprodukte zu etablieren. Anders als in vielen anderen Ländern, sind die Leute erstmal kritisch und zurückhaltend. Es dauert in Deutschland einfach vergleichsweise lange bis sich ein solches Produkt etabliert. Das war schon beim Online-Banking so und ist bei P2P-Payment nicht anders. Für uns bedeutet das unter anderem, dass wir den Markt aufklären und Bedenken ausräumen müssen.

„Wir waren das erste P2P-Payment-Startup das eine Kooperation mit eine namenhaften deutschen Bank eingegangen ist.“

Wir waren das erste P2P-Payment-Startup das eine Kooperation mit eine namenhaften deutschen Bank eingegangen ist – und das noch bevor FinTech tatsächlich ein Begriff und in Mode war.

Zu Lendstar unterscheidet uns ganz klar der Ansatz. Unser Fokus liegt klar auf P2P-Payments und nicht auf Geld-Sammel-Szenarien. Auch haben wir unser System auf Basis von SEPA entwickelt, wodurch uns eine einfache EU-weite Skalierung mit allen Banken möglich ist. Dies ist beim rein deutschen HBCI mit TAN nicht der Fall. Zuletzt arbeiten wir als Bankendienstleister daran mit den Banken eine einheitliche P2P-Payment-Plattform für Deutschland und Europa zu schaffen und nicht White-Label-Insellösungen zu verkaufen.

Zu Cookies ist es schwer eine Aussage zu machen, da sie noch nicht offiziell gelauncht haben. Sie haben viel versprochen und große Erwartungen geweckt. Was wir bisher gesehen haben, wirkt aber eher wie verspieltere Kopie unseres Systems. Bei der Frage nach dem Geschäftsmodell bleibt Cookies noch immer eine Antwort schuldig.

Was die Finanzierungen angeht, so klingt die Runde von Cookies erst einmal beeindruckend. Bei genauerem hinsehen ist sie aber nicht besonderes, denn auch Lendstar und wir haben bereits über 1 Mio. eingesammelt. Wie bereits gesagt, gehr es uns um in erste Linie um das Produkt und die Vision von P2P-Payments und nicht darum wer möglichst viele Investments einsammelt.

PaymentandBanking.com: Cookie Co-Founder Gary beschwerte sich öffentlich via Twitter über angebliche Fake-Rezension. Was ist da los?

Frane Bandov: Beim Update unserer Webseite haben wir uns einen kleinen Spaß mit Garry erlaubt und ein Easter Egg in Form einer Rezension von ihm eingebaut (siehe Screenshot und Tweet-Verlauf).

https://twitter.com/GarryKrug/status/749917519113224192

Anscheinend hatte Garry das anfänglich falsch verstanden. Wir haben ihn jetzt aufgeklärt und das Easter Egg entfernt um Missverständnisse zu vermeiden.

PaymentandBanking.com: Warum kein Crowdfunding via Cringle ? Sondern Companisto ?

Frane Bandov: Wie die meisten FinTech-Themen ist auch Crowdinvesting nicht einfach so realisierbar.
Dahinter steckten komplizierte Verträge die viele Themen wie etwa Beteiligungsform, Bewertung, Investorenschutz und -rechte behandeln. Das ist nicht unser Fachgebiet, sondern Payments.

„Companisto sind Experten im Crowdinvesting-Bereich, die es uns ermöglicht haben schnell eine gute Kampagne auf die Beine zu stellen.“

Companisto sind Experten im Crowdinvesting-Bereich, die es uns ermöglicht haben schnell eine gute Kampagne auf die Beine zu stellen. Sie sind zudem neutraler Vermittler zwischen uns und unseren Crowd-Investoren, den sogenannten Companisten.

Wir haben die Crowdinvesting-Kampagne bei unseren Cringle-Usern beworben und wissen, dass einige bereits investiert haben bzw. interessiert sind. Auch Cringle als Zahlungsmöglichkeit bei Companisto zu integrieren ist ebenfalls ein Thema welches für beide Seiten interessant ist und zukünftig weiterverfolgt wird.

PaymentandBanking.com: Was passiert mit dem Geld ? (kurzfristig) und was ist die langfristige Strategie ?

Frane Bandov: Wie bereits angesprochen, ist die kurzfristige Strategie unsere Sales- und Marketing-Aktivitäten auszubauen, sowie in andere europäische Länder zu expandieren. Langfristig wollen wir uns als P2P-Lösung für den gesamten SEPA-Raum etablieren und mit unserer API und Infrastruktur auch Mehrwerte in Bereichen außerhalb vom P2P-Payments schaffen.

PaymentandBanking.com: Vielen Dank für das Interview.

No. 32 – Vorstellung FinTech StartUp: kapilendo AG

in fintech/kredite/Kreditmarktplatz/startups von

Bildschirmfoto 2015-12-10 um 23.54.13

Heute mal wieder ein FinTech aus Berlin: Kapilendo.

Firma: kapilendo AG

Webseite: http://www.kapilendo.de

Sitz: Berlin

Zielland / Länder: Deutschland

Zielgruppe: Beides

Status der Finanzierung: Angels

Produktname / Namen: kapilendo – Der Kreditmarktplatz

Beschreibung des Produktes: Der Online Kreditmarktplatz bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen eine schnelle, unbürokratische und günstige Finanzierung durch private Anleger. kapilendo begleitet Unternehmer bei der Vermarktung und Präsentation ihres Kreditprojektes und steht ihnen auch nach erfolgreicher Finanzierung weiter beratend zur Seite.

Privatanlegern bietet kapilendo transparente Zinsanlagen per Crowdlending. Über die kapilendo-Plattform können Anleger bereits ab 100 Euro in Kreditprojekte des deutschen Mittelstandes investieren. Jedes Finanzierungsprojekt ist mit einem professionellen Unternehmensfilm und einer ausführlichen Beschreibung auf kapilendo.de dargestellt. Die zu erzielenden Renditen liegen zwischen 2,49 Prozent und 10,99 Prozent p.a.. Jedes Kreditprojekt hat einen zertifizierten Qualitäts- und Ratingprozess durchlaufen.

Gründer/ Team: Christopher Grätz, Lars Kalwitzke

Next Steps:

Größe des Teams: 10

Gegründet: 2015

Segment: kredite

Business Modell: Das Geschäftsmodell der kapilendo fokussiert sich auf Unternehmer, die ihre Kredite mit Vermarktung verbinden wollen, und auf Anleger, die festverzinsliche Investitionsmöglichkeiten suchen.

Kapilendo profitiert nur, wenn auch der Kunde profitiert!

Von Unternehmen erhebt kapilendo eine einmalige, laufzeitabhängige Vermittlungsgebühr. Diese fällt erst an, wenn der Kreditbetrag erfolgreich ausgezahlt wurde und liegt zwischen 2,5% (1 Jahr) und 6,5% (5 Jahre). Für die Erstellung des professionellen Unternehmensfilms und die Vermarktung fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Kommt das Kreditprojekt nicht zustande, entstehen für den Unternehmer keine Kosten.

Auf der Anlegerseite erhebt kapilendo eine Servicegebühr von 1,0 Prozentpunkten auf den Zinssatz, den der Unternehmer zahlt. Das heißt: Zahlt der Unternehmer 6 % p.a. kommen 5 % p.a. beim Anleger an. Die auf der Plattform dargestellten Zinsen sind dabei bereits um die Gebühr reduziert.

Auf Basis des Ratings berechnet kapilendo stets den bestmöglichen Zinssatz für den Unternehmer. Für die Anleger bedeutet dies, dass das Zins-Risiko-Verhältnis bei jedem Kreditprojekt identisch ist. Ein höheres Risiko wird somit stets auch mit höheren Zinsen vergütet.

Weitere Finanzierungen vorgesehen? : Serie A

Rechtsform: AG


Hier der Fragebogen für andere Interessierte.

No. 30 – Vorstellung FinTech StartUp: Exporo AG

in Anlage/crowdinvesting/fintech/immobilien/Vorstellung FinTech StartUps von

Bildschirmfoto 2015-12-02 um 17.29.46Und wir schieben gleich noch ein neues FinTech hier nach. Thema Immobilien aus Hamburg: Exporo AG.

Firma: Exporo AG

Webseite: https://exporo.de

Sitz: Hamburg

Zielland / Länder: Deutschland

Zielgruppe: Beides

Status der Finanzierung: Seed

Produktname / Namen: Crowdinvesting für Immobilien

Beschreibung des Produktes: Exporo ist eine Crowdinvesting Plattform für Immobilien und Immobilienprojekte. Das Startup vermittelt Kapital zwischen Projektentwicklern und Anlegern. Mit derzeit 10 Projekten und einem vermittelten Kapitalvolumen von über 10 Millionen Euro ist Exporo in diesem Segment deutschlandweit führend.

Gründer/ Team: Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Julian Oertzen, Tim Bütecke

Next Steps: Ausbau Kundenakquise, Ausbau von vermitteltem Mezzanine Kapital, Erweiterung der Produktangebote

Größe des Teams: ca. 20

Gegründet: 2014

Segment: anlage

Business Modell: Exporo bietet Investoren den Zugang zum lukrativen Marktfür Immobilieninvestments, welcher bisher nur Großinvestoren zugänglich war. Investoren können ab einem Betrag von 500 Euro in Immobilienprojekte mit einer typischen Laufzeit von 2 – 3 Jahren investieren. Exporo bündelt die Investitionen und stellt sie mittel Treuhänder dem Immobilienentwickkler zur Realisierung eines konkreten Immobilienprojekts zur Verfügung. Durch die schlanken Strukturen der Onlineabwicklung entsteht ein Kostenvorteil, welcher zu einem geringen Mindestinvestment und zu attraktiven Renditen für die Anleger führt. Exporo ist für Anleger kostenfrei und erhält für das Vermitteln von Mezzanine Kapital Provisionen von den Projektentwicklern.

Weitere Finanzierungen vorgesehen? : Suche nach Series A Finanzierung

Rechtsform: AG


Hier der Fragebogen für andere Interessierte.

To all German FinTechs: Something for you? FinTech Village by ING

in Banken/fintech/Gastbeitrag/startups von

Bildschirmfoto 2015-11-28 um 21.05.52

What?

FinTech Village  (www.fintech-village.com)  is a dedicated FinTech accelerator that is being set up by ING in collaboration with partners (e.g. Deloitte, SWIFT, SmartFin, BelCube, IBM, etc.). FinTech Village targets startups that are close or at proof-of-concept stage.

 How?

The application period runs until Dec. 6 and one can apply via the www.fintech-village.com page (links to www.f6s.com/fintechvillage).

Bildschirmfoto 2015-11-28 um 21.12.48

There are 4 broad challenges and a wild card section:

  • online or mobile solutions
  • easy & secure banking
  • efficient processes
  • personalized CRM and customer empowerment

The actual programme starts in March 2016 and it is based on a 4-month programme during which startups get intense mentoring by senior bankers and will go through a design/shape/build/test/launch trajectory.

Why?

The programme is designed with a sole objective: lead to a proof-of-concept upon successful graduation and help start-ups build a stronger early stage sales pipeline. Its distinctiveness stems from:

  • The strong support from a bank and the facilitated / accelerated access to senior bank leaders and other critical resources for startups (across the full ING group)
  • The access to global networks thanks to partners (SWIFT Innotribe, Deloitte, etc.)
  • The quality and breath of the pool of mentors, including serial FinTech entrepreneurs, investors , senior bankers, technologists
  • The location in a rich Fintech ecosystem (less than 20 minutes away from SWIFT, MasterCard Europe, Euroclear, BNY Mellon securities services, Ogone, etc.); centrally located in Europe (less than 2 hours away from London, Paris, Frankfurt, Amsterdam); and in a building that will host startups, more mature Fintech companies, investors and other FinTech stakeholders.

Partners

Bildschirmfoto 2015-11-28 um 21.12.09

Deloitte and SWIFT Innotribe are core FinTech Village partners. They will play an important role in selecting the startups and providing access to several senior managers and content experts for mentorship and guidance.

Deloitte will provide regular coaching and advice to startups on matters such as innovation, security, growth hacking, etc. This advisory support will be delivered directly by senior resources, including Deloitte’s partners as well as leaders of relevant practices and excellence centres. Moreover, Deloitte will place its global network at the disposal of FinTech Village participants, whether it is to reach Deloitte globally or to help access external resources and contacts in the broader Deloitte network (e.g. clients).

SWIFT Innotribe will bring their unique expertise in the fields of payment and securities infrastructure, security and standards but also compliance and innovation. In addition, SWIFT Innotribe will put its global network at the disposal of FinTech Village participants.

Next to its core partners Finetch Village is supported by investor, technology and other partners.

SmartFin and Belcube are two financial investors specialised in fintech with leading serial entrepreneurs at their core. They will both join the FinTech Village to provide mentoring on startup development. It must be stressed that there is no string attached. Participants are entirely free to enter or not into funding transactions with our partners or any other investors. There is strictly no obligation on both sides.

Fintech-Village and ING have a partnership with Eggsplore – the Fintech hub association –  where Fintech Village will be hosted. 

Eligible Startups hosted in FinTech Village will also be admitted to the IBM Global Entrepreneur Program for Cloud Startups and receive IBM Cloud credits from IBM to launch, build, and scale their business on the IBM Cloud. Startups have access to IBM Softlayer and IBM Bluemix including a range of Services and API’s such as IBM Watson, Internet of Things, Analytics, Mobile and more. 

Over time, we expect other partners to join and enrich the program. Likewise, partners may decide to end their partnership.

Mentors

Bildschirmfoto 2015-11-28 um 21.12.16

FinTech Village startups will profit from the expertise of a dedicated lead sponsor assigned to each startup. For this we will select a senior leader of the bank that has a keen interest in the solution of your startup and is both enthusiastic as well as available to help guide you towards a successful PoC. The sponsor’s role is crucial. So if we cannot find a suitable mentor candidate, we will not select the startup, even if it is a great one.

To allow startups to fill any gaps in their expertise, we will map out a tailored support plan with a dedicated group of mentors from ING and its partners. Our mentors will provide tailored support in any domain they require from payments to compliance, IT security and more. You will also benefit from interactions with serial fintech entrepreneurs who have gone through the full cycle up to and including IPO/exit.

In addition to its already rich pool of mentors, FinTech Village has just enlisted seven additional high-profile mentors, from entrepreneurs to VCs, to offer their help and experience to FinTech Village startups: Professor of Entrepreneurship at Berkeley School of Business and venture capitalist, Jerome Engel Haas; Nexxworks founder and author of The New Normal, Peter Hinssen; Acquia founder and Drupal developer, Dries Buytaert; general partner at Accel, Fred Destin; Forgerock CEO, Mike Ellis; Mike Reiner from Amazon Web Services business development venture capital EMEA; and head of incubation and venturing at iMinds, Frank Gielen.

FinTech Village Leaflet

comdirect Start-up Garage – 6 Fragen an den Co-Founder und Leiter, Mariusz Bodek

in Banken/fintech/Interview/startups von

Die comdirect hat vor wenigen Wochen ein eigenes Förderprogramm für FinTechs gestartet. Um einen Eindruck über die Zielsetzung und die erste Resonanz des Konzeptes zu bekommen, beantwortet Mariusz Bodek sechs Fragen.

mariusz-bodek-paymentandbankingWer bist Du und was machst Du?

Mariusz Bodek, Senior Business Development & Innovation Manager bei der comdirect bank AG. Ursprünglich komme ich aus der Strategieberatung. Als Co-Founder und Leiter der comdirect Start-up Garage werde ich für die auserwählten Start-ups Ansprech- und Sparringspartner zugleich sein.

Deine Berührungen mit FinTech?

comdirect ist Vorreiter in Sachen digitaler Innovation. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Lösungen, die unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Wir sehen in den FinTechs daher eine Bereicherung. Deshalb versuchen wir, mit vielen FinTechs in den Dialog zu treten und mit ausgewählten Geschäftsmodellen zu kooperieren, wie bspw. Gini, Cashboard oder wikifolio. Ich persönlich glaube, dass das Banking- und Finance-Umfeld in den kommenden zehn Jahren durch die Digitalisierung vor spannenden Umbrüchen steht. Daran möchten wir teilhaben.

Was will die comdirect mit der comdirect Start-up Garage erreichen?

Wir verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen: Zum einen wollen wir Ideen fördern, die sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden. Junge GründerInnen erhalten von uns umfassende Unterstützung, um ihre Idee bspw. in einen marktfähigen Prototyp zu überführen. Dazu stellen wir neben Räumlichkeiten in einem Co-Working-Space auch unsere fachlichen und technischen Ressourcen bereit. Die comdirect verfügt über drei Millionen Kunden. Finden wir eine Lösung für unsere Kunden überzeugend, haben Gründer mit ihrer Idee unmittelbar Zugang zu einer großen Kundenbasis.

Zum anderen erwarten wir uns als gewachsene Bank natürlich auch einen Schub durch die unkonventionelle Denk- und Herangehensweise der GründerInnen. Als etabliertes Unternehmen muss man immer bereit sein, Erreichtes zu hinterfragen, um sich weiterzuentwickeln. Von der kurzweiligen und dynamischen Kultur in den Start-ups erhalten wir wichtige Impulse.

Deshalb ist das dreimonatige Programm der comdirect Start-up Garage unterm Strich eine Win-Win-Situation.

Was erwartet Start-ups in dem Programm und wie ist es bisher angelaufen?

Neben den Räumlichkeiten und der gemeinsamen fachlichen Arbeit an einer Idee möchten wir den GründerInnen auch Unterstützung in anderen Bereichen anbieten. Neben der Idee gibt es viele weitere Themen im Rahmen einer Gründung, die relevant und wichtig sind. Deshalb wird es ein Coaching- und Mentorenprogramm geben. In Workshops erhalten die Teilnehmer dann Coachings in Themen wie bspw. Business Model Generation oder ein Pitch-Coaching. Mit ausgewählten Speakern, aber auch Mentoren wird es zudem einen Erfahrungsaustausch geben. Von erfahrenen und erfolgreichen Gründern werden da mit Sicherheit spannende und wichtige Tipps und Anregungen geteilt.

Wir sind sehr überrascht von der Vielzahl und Bandbreite der Bewerbungen – was uns den Auswahlprozess nicht leicht machen wird. Zum Jahresbeginn 2016 möchten wir mit den ersten GründerInnen starten. Die erste Bewerbungsphase wird bis Ende November laufen.

Wollte Ihr wie andere Acceleratoren und Inkubatoren schon zu Beginn eine Beteiligung am Unternehmen erwerben – als Voraussetzung für eine Teilnahme in der comdirect Start-up Garage?

Nein. Wir unterstützen die GründerInnen finanziell, so dass sie sich während der dreimonatigen Zusammenarbeit voll und ganz auf die Entwicklung ihrer Idee konzentrieren können. Am Ende gucken wir uns natürlich genau an, ob und wie die FinTechs performen. Gefällt uns der Entwicklungsstand und sind die GründerInnen mit Herz bei der Sache, reden wir gerne über eine Partnerschaft. Aber das ist kein Muss.

Wo trifft man Dich und die comdirect Start-up Garage?

Wir versuchen, sie nicht allzu offensiv zu pushen. Innerhalb der FinTech-Szene ist das Modell gut angekommen und anhand der Bewerbungen sehen wir, dass wir die GründerInnen erreichen, die wir interessant finden. Dennoch sind wir bei wichtigen Veranstaltungen natürlich präsent: bspw. beim comdirect Finanzbarcamp am 6. und 7. November in Offenbach oder dem 2. Bankathon von figo und Gini vom 16. bis 18. November in Frankfurt am Main, bei dem wir ggf. auch einen Teilnahmeplatz direkt an ein Team vergeben, wenn uns eine Idee umhaut. Ich bin grundsätzlich umtriebig und auch hier und da als Speaker aktiv.

No. 19 – Vorstellung FinTech StartUp: Erste Digital

in Versicherungen/Vorstellung FinTech StartUps von

Bildschirmfoto 2015-01-20 um 09.35.49Heute mal ein StartUp aus der Versicherungsbranche – Erste Digital.

Webseite: http://www.erstedigital.de

Beschreibung des Produktes:
Wir machen Insurance Ecommerce: Wir entwickeln neue Vertriebs- und Deckungskonzepte sowie neue Geschäftsmodelle

Unsere Aufgabe – Matchmaker und Executer:

  • Wir identifizieren neue Vertriebspotentiale und setzen diese mit Versicherern und Retailern um
  • Wir nutzen dabei die Vertriebsstärke von Händlern, Start-ups und Online-Communities
  • Innovativ, nah am Markt: Wir entwickeln permanent neue, bessere Lösungen!

Vertrieb Versicherungen (B2B Vertrieb)

Vollautomatisierter Vertrieb von Versicherungen (One-Stop-Agency)

  • Warenkorbanbindung
  • Mobile Stand-Alone Lösungen
  • Makleranbindung
  • POS Anbindung

Neue digitale Produkte und Services

  • Verbindung von Start-ups mit Versicherern
  • Integration von neuen digitalen Lösungen in vorhandene Versicherungsprodukte
  • Individuelle, digitale Vertriebslösungen für Versicherer

Sitz: Köln

Zielland / Länder: Europa

Zielgruppe: Business

Status der Finanzierung: Selbst

Gründer/ Team: Armin Molla, Dominik Groenen

Next Steps: Ausbau B2B Kooperationen, Start Finanzierungsrunde

Größe des Teams: 5

Gegründet: 2014

Segment: Versicherung

Business Modell:

  • Produktentwicklung (digitale Vertriebslösungen für Versicherungen)
  • Provision

Weitere Finanzierungen vorgesehen? : Ja.

Rechtsform: GmbH


Hier der Fragebogen für andere Interessierte.

Wahl: FinTech StartUp des Jahres 2014

in fintech/FinTech des Jahres/Umfrage von

FinTech Start-Up des Jahres 2014

Es ist Zeit für die Rückblicke und Wahlen des Jahres. Das würde ich in diesem Jahr auch einmal hier machen.

Lasst uns gemeinsam das FinTech StartUp des Jahres 2014 küren.

Erste Grundlage ist die Liste hier im Blog, die aber gern von euch erweitert werden kann.

Ablauf:

  • Der Step 1 wird eine offene Abstimmung hier im Blog sein. An dieser kann  jeder teilnehmen.
    Diese wird 1 Wochen laufen (bis 19.12.14, 23:59).
  • Im Step 2 werden wir die Top 10 (Top 5) einer hochkarätigen 14-köpfigen Experten-Jury vorlegen, die aus den Top 10 (Top 5) den Sieger küren wird.

Die offene Abstimmung startet heute und die Jury wird die Entscheidung dann bis zum Jahresende fällen. So werden wir spätestens am 31.12.2014 einen Sieger haben.


Gewinn:

Die lieben Kollegen von der Exec I/O, der t3n und der Sutor-Bank haben wundervolle und vor allem sinnvolle Preise bereit gestellt:

  • Der Sieger des Publikumspreises bekommt ein Freiticket für die kommende Exec I/O FinTech am 29.4.15 in Frankfurt sowie ein Jahresabo des t3n Magazins
  • Sollte der Sieger der Jury ein anderer sein, erhält dieser auch ein Exec I/O Fintech Ticket und einen garantierten Pitch-Slot im Rahmen der Exec I/O.
  • Zusätzlich erhalten die ersten beiden der Jury ein Jahresabo des t3n Magazins.
  • Dem Sieger des Jury-Preises stellt t3n darüber hinaus ein Banner Media-Budget von 5.000 Euro zur Verfügung.
  • Zudem lädt der Vorstand der Sutor-Bank den Jurypreisträger sowie die Jury zu einem gemeinsamen Austausch inkl. anschliessendem Abendessen in Hamburg ein.
  • Der Publikumspreis, die nominierten für die Jury und der Jury-Sieger erhalten Logos zur Nutzung. Diese wurden kostenlos von VSF&P bereit gestellt.

Hier nun die Abstimmung:

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Meine Slides zur „Perspektive 2012“

in Events/Vortrag von

Ich freue mich heute Abend in Berlin ein paar Worte zur Situation in der deutschen Gründerszene sagen zu dürfen. Eingeladen von den Unternehmensberatungen digiate und wg-data ferrit treffen sich Gründer, „Kenner der Szene“ und verschiedene Unternehmen zu einem Gedankenaustausch.

Ich habe zu dem Thema ein paar Slides vorbereitet – Interessierte können diese hier sehen:

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