KI bei Signal Iduna: Von 11.000 Nutzenden zu echten Use Cases
Paid Member Content | Signal Iduna hat KI früh für alle Mitarbeitenden geöffnet. Im KEX Lab zeigt Lisa, warum 90 KI-Champions, Hunderte Agenten und ein ziemlich unspektakulärer Corporate-Language-Agent dabei entscheidend sind.
Wie bringt man KI in ein Unternehmen mit 11.000 Mitarbeitenden? Man könnte jahrelang nach dem perfekten Use Case suchen, Pilotgruppen bilden und PowerPoints über die kommende Transformation bauen.
Oder man lässt die Leute einfach anfangen.
Bei Signal Iduna hat man sich ziemlich früh für Variante zwei entschieden. Im KEX Lab der KI Exchange 2026 zeigt Lisa, wie der Versicherer seine interne KI-Plattform COSI aufgebaut hat, warum heute ein Drittel der Mitarbeitenden sie täglich nutzt und was passiert, wenn plötzlich alle selbst KI-Agenten bauen dürfen.
Erst KI für alle, dann die großen Use Cases
Gestartet ist Signal Iduna bereits Ende 2023. Über die Partnerschaft mit Google Cloud wurde zunächst mit den damaligen Modellen Bard und PaLM gearbeitet. Inzwischen läuft COSI auf Gemini Enterprise – und steht allen rund 11.000 Mitarbeitenden zur Verfügung.
Die Strategie dahinter ist interessant: Nicht zuerst den perfekten Business Case finden und anschließend skalieren, sondern zunächst möglichst viele Menschen mit KI arbeiten lassen.
87 Prozent der Mitarbeitenden geben laut Lisa inzwischen an, KI gerne nutzen zu wollen. Rund ein Drittel nutzt COSI täglich. Eine wichtige Rolle spielen dabei 90 sogenannte KI-Champions, die direkt in den Fachbereichen sitzen. Sie beantworten Fragen, entwickeln gemeinsam mit Kolleg:innen Anwendungsfälle und wissen vor allem, wo im tatsächlichen Arbeitsalltag Probleme liegen.