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EUDI-Wallet: Neue Regeln für die digitale Identität in Europa

Annerton-Experte Peter Frey erklärt im „Alles Legal”-Podcast, was hinter der EUDI-Wallet steckt, wer sie herausgeben darf und wie sie künftig Prozesse bei Identifikation, Vertragsabschluss und Authentifizierung verändern wird.

Portrait Peter Frey Podcast Eudi Wallet
Portrait Peter Frey Podcast Eudi Wallet

Annerton-Experte Peter Frey erklärt im „Alles Legal”-Podcast, was hinter der EUDI-Wallet steckt, wer sie herausgeben darf und wie sie künftig Prozesse bei Identifikation, Vertragsabschluss und Authentifizierung verändern wird.

Mit der EUDI-Wallet will die EU eine einheitliche, interoperable Lösung für digitale Identitäten schaffen und zwar nicht als App, sondern als rechtlich verankertes Identitäts- und Datenmanagementsystem auf Basis der eIDAS-Verordnung 2.0. Bürger:innen sollen sich künftig europaweit digital ausweisen, Verträge schließen und Nachweise erbringen können – ohne Medienbruch, datensparsam und unter eigener Kontrolle.

Im Gespräch mit Dana Wondra erläutert Peter Frey, wie die Wallet funktioniert, wer sie bereitstellen darf und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Denn nicht jede App ist automatisch eine EUDI-Wallet: Jede Wallet muss ,n hohe Sicherheitsstandards erfüllen und benötigt eine staatliche Zertifizierung. Neben Staaten und deren Dienstleistern können auch private Anbieter Wallets entwickeln; diese müssen jedoch zusätzlich zu ihrer Zertifizierung staatlich anerkannt werden.

Das zugrunde liegende Rollenmodell unterscheidet zwischen Herausgebern, Attributanbietern und den sogenannten Relying Parties, also jenen Stellen, die die Wallet-Daten akzeptieren und prüfen – etwa Behörden, Banken oder Versicherer. Hinzu kommt eine mehrstufige Aufsicht, sowohl auf Ebene der EU als auch auf Ebene des jeweiligen Staates.

Was die Wallet ermöglicht? Zum Beispiel Identitätsnachweis, Alters- oder Wohnsitznachweise, Kontobestätigungen, Führerscheinnachweis  oder die rechtssichere digitale Unterschrift. Besonders relevant: KYC- und SCA-Prozesse bei Banken könnten durch den Einsatz der Wallet effizienter, kostengünstiger und medienbruchfrei werden.

Doch es gibt auch Herausforderungen: Die technische Integration in gewachsene Systeme und ein lückenhafter Rechtsrahmen z.B. in Bezug auf die Haftungsverteilung zwischen Bank, Wallet-Anbieter und Kundschaft.

Die EUDI-Wallet kommt – voraussichtlich Ende 2026. In den nächsten Podcastfolgen vertiefen wir rechtliche Details, Governance-Strukturen und praktische Auswirkungen.

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Autor

Dana Wondra
Dana Wondra

Dana studierte BWL in Greifswald und war fast 20 Jahre Marketingleiterin bei TOP Sportmarketing Berlin, u. a. für den Olympiastützpunkt. Seit 2022 ist sie Beraterin bei GOLT Coaching, seit August 2023 Senior Manager Marketing bei Payment & Banking.