KI im Unternehmen: Welche Skills jetzt zählen
Was passiert, wenn KI vom Tool zum festen Teil der Unternehmenskultur wird? Das Panel der KI Exchange 2026 diskutiert neue Skills, AI-Mitarbeiter und die Frage, was menschlich bleiben muss. Jetzt als Podcast.
KI nutzen oder nicht? Für manche Unternehmen stellt sich diese Frage schon gar nicht mehr. Dort geht es längst darum, wie sehr KI Arbeitsweisen, Rollen und sogar die Unternehmenskultur verändert.
Genau darüber diskutierte das Panel der KI Exchange 2026. Mit dabei: Julia Kruslin, Gründerin von Beatvest, Niclas Barthélemy, Co-Founder von Scoreprise.ai, und Jan Henri Kalinowski, Gründer von Cheftreff. Moderiert wurde die Runde von Max Schwarz.
Wenn KI zum Einstellungskriterium wird
Wie weit diese Entwicklung bereits gehen kann, zeigt Beatvest. Julia Kruslin beschreibt im Panel, wie das Unternehmen seine Arbeitsweise rund um Claude neu organisiert hat. Prozesse, Aufgaben und Reviews laufen inzwischen deutlich technischer als früher. Für neue Mitarbeiter:innen werde deshalb immer wichtiger, sich zuzutrauen, mit solchen Systemen zu arbeiten.
Dabei geht es nicht einfach darum, möglichst gut prompten zu können. Ownership, strategisches und konzeptionelles Denken, Neugier und die Fähigkeit, Entscheidungen selbst zu treffen, gewinnen nach Ansicht der Panelist:innen an Bedeutung.
Denn KI kann zwar enorm viel Output produzieren. Ob dieser Output sinnvoll ist, muss weiterhin jemand beurteilen können.
Der neue Kollege heißt vielleicht Paul
Niclas Barthélemy bringt noch eine andere Perspektive mit: Scoreprise.ai entwickelt sogenannte AI-Mitarbeiter. Dahinter steckt allerdings weniger der digitale Kollege, der demnächst den Chefposten übernimmt. Vielmehr geht es darum, KI für Mitarbeiter:innen greifbarer zu machen und Aufgaben wie Datenanalyse, Recherche oder Reporting zu übernehmen.
Und damit landet die Diskussion schnell bei einer größeren Frage: Wie bekommt man Menschen überhaupt dazu, mit KI arbeiten zu wollen?
Die Antworten reichen von Hackathons und Lernen im Arbeitsalltag bis zu einer überraschend einfachen Zutat: Spaß.
Gleichzeitig diskutiert das Panel die Grenzen. Sollte KI Mitarbeitergespräche führen? Brauchen Unternehmen künftig weniger Spezialist:innen, weil einzelne Personen Aufgaben end-to-end erledigen können? Und was passiert mit Unternehmenskultur, wenn Mitarbeiter:innen immer mehr mit Claude und immer weniger miteinander sprechen?
Die Antworten darauf sind längst nicht so eindeutig wie der aktuelle KI-Hype vermuten lässt.
Das vollständige Panel „KI als integraler Teil moderner Unternehmenskultur“ von der KI Exchange 2026 gibt es jetzt im Podcast.