Jury-Stimmen zur Wahl des FinTech des Jahres 2014 (Teil 2)

FinTech des Jahres 2014Bevor wir am kommenden Montag den Jury-Gewinner zum FinTech StartUp des Jahres 2014 nennen, vorab schon einmal ein paar ausgewählte Stimmen der Jury. Der erste Teil der Stimmen hier. 

Andreas Kubli
„Sowohl Auxmoney & Kreditech sind schon weit gediehen, haben starke Investoren und sind in einem Geschäftsbereich, in dem sich Banken nicht so einfach bewegen können.

Bei den short-gelisteten Mobile Payment Providern wird es sehr anspruchsvoll, das für Payments erforderliche „Chicken or Egg Problem“ zu lösen. Insbesondere nachdem das Payments 2.0 Thema bei den Tech Giganten, den Kreditkartenschemes und den Banken unterdessen ziemlich weit oben auf der Agenda ist. Paypal und Square hatten es in ihren Anfängen noch etwas einfacher…

Auch den short-gelisteten sich auf die Investmentseite der Kunden fokussierenden Start-ups steht ein anspruchsvoller Weg bevor. Hier ist der „Reputations-/Brandbuildingchallenge“ besonders anspruchsvoll, da es hier für die Kunden um die Assetseite um damit um entsprechend viel geht. Darüber hinaus lässt sich eine noch stark auf den Preis fokussierte Value Proposition einfach von den traditionellen Vermögensverwaltern beantworten. Diese habe in den letzen Jahren grosse Summen in die Digitalisierung des Anlageprozesses investiert und was ihnen eigentlich nur noch fehlt, ist die „letzte Meile“ zum Kunden. Entsprechend hat Charles Schwab beispielsweise in den USA angekündigt, Roboadvice kostenlos zur Verfügung stellen.

Jan Sessenhausen

moneymeets ist für mich das FinTech Startup des Jahres 2014. Die Plattform greift eine der Kernsäulen des Bankwesens an, den Vertrieb von Finanz- und Versicherungsprodukten über die vermeintliche Beratung durch sogenannte Experten. Die Kombination der Digitalisierung dieser Beratung bei gleichzeitiger Rückvergütung von Teilen der Neukunden- wie auch Bestandsprovisionen werden die etablierten Strukturen der Banken und insbesondere die Makler und Vertriebspartner unter Druck bringen. Das Produkt von moneymeets ist heute noch zu komplex für die breite Masse, die Stoßrichtung aber stimmt und ich bin gespannt auf die Entwicklung!

Uli Hegge

1* Kreditech
Ob der Schritt zu mehr Services, mit weniger aggressiven Zinsen in (weitere) große Märkte gelingt ist offen. Aber zumindest wird etwas Neues gewagt, und das Team hat hervorragende Player.

1* kesh
Convenience rules. Aus Kundensicht schön gemacht. Funktioniert das Geschäftsmodell? Mal sehen…

1* auxmoney
Wenn P2P Lending doch noch im hiesigen Markt ankommen sollte, verändert sich der Markt massiv. Das Aktivgeschäft ist eine der letzten Profitstützen des Retailbanking…

Patrick Meisberger

Nr. 1 – Kreditech: weil es aus Banken-Sicht wahrlich „disruptiv“ ist und eine der (leider) sehr wenigen deutschen FinTechs die gewichtige ausländische Investoren und sehr grosse Investmentvolumina einwerben konnte

Nr. 2 – Savedo: weil es ein (derzeit) echtes Problem für Anlageproblem von Konsumenten löst. Ehrlich gesagt, gibt es aber nach meiner Meinung ein paar andere Anbieter, die ich eher als Investment betrachten würde

Nr. 3  – yacuna: ehrlich gesagt nicht wegen der Firma selber (die kenne ich leider noch nicht) sondern vielmehr weil es der einzige Bitcoin Verwandte Anbieter ist auf der 10er short list ;-). Was ich mag, grosse Ambition in einem recht neuen Innovationsumfeld.

youjizz
Autor
André M. Bajorat
CEO at @figoapi - Specialist in #FinTech Board @Bitkom, @finleap, @money2020, Mentor at @as_pnp, @Microsoft. Founder of @paymentbanking #ex giropay enfore sfg mehr