Exklusive News, Börsenambitionen und Millionenstrafen: Die Fintech-Welt steht mal wieder Kopf. Diese News bewegen die Branche.
Konkurs: Swiss4.0 scheitert mit Luxus-Banking
Nur ein Jahr nach seiner Gründung hat die schweizer Finanzmarktaufsicht Finma den Konkurs über das Fintech Swiss4.0 eröffnet. „Diese Maßnahme wurde notwendig, da die begründete Besorgnis der Überschuldung sowie ernsthafter Liquiditätsprobleme beim Institut besteht“, heißt es seitens der Firma. Damit ist das Ziel der Neobank, Banking zum Luxus- und Lifestylegut zu machen, krachend gescheitert. Um die angestrebte Exklusivität zu unterstreichen, konnte man nicht einfach Kunde werden, sondern musste die Mitgliedschaft beantragen und jährlich 1.400 schweizer Franken zahlen.
IDNow-Gründer verkaufen für 300 Millionen Dollar
Felix Haas, Armin Berghaus, Dennis von Ferenczy und Sebastian Baerhold schaffen den großen Exit an den Private-Equity-Investor Corsair Capital. Das Unternehmen mit 500 Mitarbeiter*innen erzielte 2024 einen Umsatz von fast 80 Millionen Euro und einen niedrigen Gewinn.
Raisin auf dem Weg zum IPO und Bafin prüft genauere Überwachung
Laut einer Recherche des Manager Magazins soll das Fintech zuletzt rund 25 bis 30 Millionen Euro pro Monat umgesetzt haben – das ist ungefähr das Doppelte von dem, was Raisin im Geschäftsjahr 2023 im Monatsdurchschnitt geschafft hat. Dabei soll das Unternehmen weiterhin profitabel sein. Das Fintech soll aber laut Insidern vorerst außerhalb der Börse wachsen. Einen Tag nachdem aus internen Kreisen bei Raisin starke Geschäftszahlen durchgestochen wurden, meldet das Handelsblatt, dass die Bafin beim Unternehmen hinter Weltsparen möglicherweise genauer hinschauen möchte. Die Anstalt prüft gerade, ob Raisin als Finanzholding eingestuft werden muss, was strengere Vorgaben und Aufsichtspflichten zur Folge hätte. Derzeit kontrolliert die Bafin lediglich die Raisin Bank, nicht aber den Mutterkonzern, die Raisin SE.
Robinhood zahlt Millionenstrafe
Das Fintech will laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung 29,75 Millionen US-Dollar zahlen, um so mehrere Untersuchungen der Finanzaufsichtsbehörde Financial Industry Regulatory Authority (Finra) über seine Aufsichts- und Compliance-Praktiken beizulegen. Die Aufsicht hatte Robinhood unter anderem beschuldigt, kein vernünftiges System zur Geldwäschebekämpfung eingerichtet zu haben.
Klarna bringt Börsengang voran
Das schwedische BNPL-Unternehmen will bald in den USA an die Börse gehen, nun hat die Firma einen Börsenprospekt eingereicht. Daraus gehen auch aktuelle Zahlen für Umsatz (2,8 Milliarden US-Dollar) und Gewinn (21 Millionen US-Dollar) hervor. Zur angepeilten Bewertung gibt es erst einmal keine Angaben.
Fiserv übernimmt CCV
Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister Fiserv übernimmt die niederländische Firma CCV. Die ist neben den Niederlanden vor allem in Belgien und Deutschland aktiv. In diesen drei Ländern will Fiserv mit der Übernahme das Geschäft ausbauen und die Einführung der hauseigenen Clover-Plattform beschleunigen. CCVs Zahlungssysteme sollen nun bei Fiserv integriert werden.
Fintech Flexvelop erhält 44 Millionen Euro
Das Start-up aus Hamburg hat vier Millionen Euro an Eigenkapital und 40 Millionen Euro an Fremdkapital eingesammelt, berichtet Startbase. Das Fintech bietet flexible Unternehmensfinanzierungen an, diese können aus einer Kombination aus Miete, Leasing und Kredit bestehen.
Tomorrow erreicht 2 Millionen Euro bei fortlaufenden Crowdinvesting
Das Hamburger Fintech hat über seine aktuelle Crowdinvesting-Kampagne nach Information von Payment & Banking bisher gut zwei Millionen Euro eingenommen. Die fortlaufende Kampagne startete das auf Nachhaltigkeit setzende Unternehmen Mitte November.
Aufsichtsrat bei Solaris wird umgestaltet
Katharina Gehra wird offenbar neues Aufsichtsratsmitglied bei Solaris, berichtet das Handelsblatt. Sie löst Burkhard Eckes ab. Gehra ist aktuell Aufsichtsratsmitglied der Fürstlich Castell’schen Bank und der Börse Stuttgart Group, welche sie für den neuen Posten laut der Zeitung auch vorgeschlagen hat.
Simon Streiter geht zu AllUnity
Ab April wird Simon Streiter CFO und CPO des Fintechs und soll dem Unternehmen helfen, seinen eigenen Euro-Stablecoin auf den Markt zu bringen. Streiter war vorher als Head of Digital Assets bei der Deutschen Börse Gruppe und bei Hauck Aufhäuser Lampe tätig.