Die Gesichter der FinTech Branche: Stephan Stricker

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Dürfen wir vorstellen: Stephan Stricker, CEO PAIR Finance

Das Arbeiten in der FinTech Branche gleicht einem Kommen und Gehen, setzt ein hohes Maß an Professionalität in einem durchaus lockeren Arbeitsumfeld voraus und ist vor allem geprägt von Innovationen sowie guten, klugen und zukunftsorientierten Ideen, so der weitverbreitete Konsens. Doch wer sind eigentlich die Köpfe und Macher hinter diesen kreativen Denkprozessen, an der Schnittstelle zwischen Finanzen, digitalen Technologien und Gründertum? In unserer Reihe “Die Gesichter der FinTech-Branche…” beantwortet jeden Monat eine Person aus der Payment- und Banking-Industrie die gleichen zehn Fragen. Heute Stephan Stricker…

Die Gesichter der FinTech Branche...Dürfen wir vorstellen: Stephan Stricker
Photo credit: Marius Brede on Visual Hunt / CC BY-SA

Dürfen wir vorstellen…

Während unseres Arbeitsalltags begegenen uns immer wieder spannende Menschen, die im gleichen Umfeld tätig sind, die uns nur einmal oder immer mal wieder begegnen oder uns sogar schon privat sehr ans Herz gewachsen sind – jeder von Ihnen hat eine eigene Geschichte. Wir haben ein paar dieser Menschen aus unserem nächsten FinTech-Umfeld interviewt, um ihnen ein Gesicht zu geben. Um zu teilen, warum diese Branche für sie viel mehr ist als eine weitere Art, seine Miete zu bezahlen. Diese Menschen und deren Vita möchten wir ab heute in einer ganz eigenen Kategorie kurz portraitieren und vorstellen und haben dazu einen immergleichen Fragenkatalog entworfen. Diesmal beantwortet Stephan Stricker, CEO bei PAIR Finance, ein digitaler Dienstleister für Inkasso und Forderungsmanagement, unsere Fragen.

Wer bist Du, was macht Du?

  • Mein Name ist Stephan Stricker, ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und seit kurzem stolzer Vater meines Sohnes. Ich habe in Münster BWL studiert und bin Co-Founder und CEO von PAIR Finance.

Was waren Deine ersten Berührungen mit der Payment- und Banking-Industrie?

  • Im weitesten Sinne bei meiner ersten beruflichen Station im M&A (Transaction Services) Bereich bei der KPMG. Hier gab es viele Berührungspunkte mit der Bankenindustrie.

Wann hast Du das Wort FinTech das erste Mal wahrgenommen?

  • Anfang 2013 bin ich nach Berlin zur Hitfoxgroup gekommen und habe die ersten Gedanken und Ansätze zum Company Builder FinLeap hautnah miterlebt. Ich glaube es war die Zeit, als sich der Fintech Begriff für mich persönlich geprägt hat.

Die Gesichter der FinTech Branche...Dürfen wir vorstellen: Stephan Stricker

Wie definierst Du FinTech?

  • Ein Technologie Unternehmen, dass im weitesten Sinne mit Finanzdienstleistungen betraut ist. Die Technologie steht im Mittelpunkt eines Fintech. Sie zielt auf einen deutlichen Mehrwert (z.B. Kundennutzen) zur traditionellen Industrie ab. Wir bei PAIR Finance zählen uns klar zur Fintech Industrie, obwohl wir im Bereich Inkasso und Forderungsmanagement ein Rechtsdienstleister sind. Die Handhabe und Rückführung offener Forderungen ist jedoch ein originäres Finanzthema. Vor allem im Bereich Inkasso spielt für uns „Techologie“ eine große Rolle, da der Inkassomarkt sehr traditionell, offline und selten kundenorientiert ist.

Was glaubst Du machen etablierte Unternehmen besser als FinTechs?

  • Sie haben viel Erfahrung und konnten sich bereits am Markt beweisen. Die wichtigste Eigenschaft als Marktteilnehmer ist es, das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und zu behalten. Das haben viele etablierte Player geschafft, sonst wären sie nicht so lange in dem Markt aktiv. Außerdem haben sie viele Lebenszyklen durchwandert und können kritische Situation besonnener meistern.

Was kann man von FinTechs lernen?

  • Den stetigen Drang Dinge zu verändern und bestehende Prozesse zu hinterfragen. Dazu kommt eine schnelle, pragmatische Umsetzung, Fintechs treiben die technologische Innovation im Finanzsektor. Außerdem müssen sie sich im Markt durchsetzen und sind daher (oftmals) kundenorientierter und agiler als etablierte Player.
Die Gesichter der FinTech Branche...Dürfen wir vorstellen: Stephan Stricker
Photo credit: der_dennis on Visualhunt / CC BY-NC-SA

Wieso tun sich etablierte (große) Unternehmen bei der Digitalisierung eigentlich so schwer?

  • Durch ihre starren Strukturen und festen Informationsflüsse, fällt den etablierten Unternehmen die Veränderung schwerer Auch innerpolitische Themen spielen dabei eine große Rolle. Es sind die Menschen der (großen) Unternehmen, die sich oft nicht mehr verändern wollen. Veränderung birgt Risiko und Unsicherheit, dem wollen sich Mitarbeiter oftmals nicht oder nicht mehr aussetzen.

Was würdest Du beruflich machen, wenn Du nicht in der Payment- und Banking-Industrie arbeiten würdest?

  • In der Adtech Industrie arbeiten, weil diese Industrie mir sehr bekannt ist und ähnlich unserem Geschäftsmodell sehr datengetrieben und technologisch ist.

Viele unserer technologischen Ansätze stammen aus dem Bereich Advertising Technology: Die digitale Werbung nutzt eine Vielzahl digitaler Datenpunkte und psychologischer Ansätze, um einen potentiellen Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt, auf einem bestimmten Kanal, mit einer individuellen Anzeige zum Kauf eines Produktes zu sensibilisieren. PAIR Finance nutzt ähnliche Ansätze im Inkasso und sensibilisiert den bereits gewonnenen Kunden das Produkt dann auch wirklich zu bezahlen.

Bei welchem Unternehmen würdest Du gerne mal einen Tag arbeiten?

  • Wenn ich ehrlich bin, arbeite ich wahnsinnig gerne bei PAIR Finance und kann mir derzeit kein besseres Unternehmen vorstellen. Wenn ich doch ein externes wählen muss, dann Klarna. Ich würde gerne besser verstehen, welche Risikoparameter sie in ihre Entscheidungen einbeziehen und welche Entscheidungsmodelle sie für ihre digitalen Daten nutzen. Außerdem hätte ich einen Tag lang Zeit Sie zu überzeugen mit uns zusammen zu arbeiten. 😉

Mit wem würdest Du gerne ein Bier trinken?

  • Immer wieder mit meinem Team bei PAIR Finance!

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