Die Gesichter der Branche: Oliver Oster

Dürfen wir vorstellen: Oliver Oster von OptioPay

Das Arbeiten in der FinTech Branche gleicht einem Kommen und Gehen, setzt ein hohes Maß an Professionalität in einem durchaus lockeren Arbeitsumfeld voraus und ist vor allem geprägt von Innovationen sowie guten, klugen und zukunftsorientierten Ideen, so der weit verbreitete Konsens. Doch wer sind eigentlich die Köpfe und Macher hinter diesen kreativen Denkprozessen, an der Schnittstelle zwischen Finanzen, digitalen Technologien und Gründertum? In unserer Reihe Die Gesichter der FinTech Branche  stellen wir regelmäßig einer Person aus der Payment- und Banking-Industrie die gleichen zehn Fragen. Diesmal beantwortet Oliver Oster unsere Fragen.

Dürfen wir vorstellen…

Während unseres Arbeitsalltags begegnen uns immer wieder spannende Menschen, die im gleichen Umfeld tätig sind, die uns nur einmal oder immer mal wieder begegnen oder uns sogar schon privat sehr ans Herz gewachsen sind – jeder von Ihnen hat eine eigene Geschichte. Wir haben ein paar dieser Menschen aus unserem nächsten FinTech-Umfeld interviewt, um ihnen ein Gesicht zu geben. Um zu teilen, warum diese Branche für sie viel mehr ist als eine weitere Art, seine Miete zu bezahlen. Diese Menschen und deren Vita möchten wir in einer ganz eigenen Kategorie kurz porträtieren und vorstellen und haben dazu einen immer gleichen Fragenkatalog entworfen.Diesmal beantwortet Oliver Oster unsere Fragen. Oliver ist Geschäftsführer beim Finanztechnologie-Dienstleister OptioPay.

Wer bist Du, was macht Du?

Mein Name ist Oliver Oster, Geschäftsführer bei OptioPay. 2014 bin ich nach Berlin gezogen, um gemeinsam mit meinem Schulfreund Marcus Börner OptioPay zu gründen. Zuvor war ich als Rechtsanwalt im M&A Bereich in Frankfurt tätig. Natürlich bin ich als Frankfurter Jung‘ großer Eintracht-Fan und spiele, wenn ich es zeitlich noch unterbringe, Fußball und Padel (eine Art Tennis). Letzteres habe ich kürzlich erst begonnen und kann es nur wärmstens empfehlen.

Gesichter der Branche: Oliver Oster

Was waren Deine ersten Berührungen mit der Payment- und Banking-Industrie?

Eigentlich als kleines Kind, aber realen Kontakt durch meine vorherige Tätigkeit als Rechtsanwalt in Frankfurt. Viele Klienten, die wir damals vertreten haben, gehören auch heute noch zu meinem Freundes- und Expertenkreis aus der Payment & Banking Branche. Der entscheidende Impuls gen Payment-Industrie kam von Marcus. Bei der Gebrauchtwarenplattform rebuy.de hat er bereits das Potenzial von Auszahlungen identifiziert. Gemeinsam haben wir dann OptioPay gegründet. Mittlerweile fokussieren wir uns auf unsere Open Banking Lösung, die wir 2018 auf Basis der PSD2-Einführung auf den Markt gebracht haben. Kunden erhalten individuelle und vorteilhafte Empfehlungen auf Basis ihrer Bankdaten. Namhafte Kunden wie die DZ Bank, comdirect bank, Fonds Finanz oder blau direkt haben unsere White Label Technologie bereits erfolgreich für ihre Kunden integriert.

Wann hast Du das Wort FinTech das erste Mal wahrgenommen?

Frankfurt ist freilich für die großen gläsernen Gebäude der Banken bekannt. Doch auch die ersten FinTechs wie 360T haben hier ihre Wurzeln schlagen können und das war mein erster Kontaktpunkt. Raum und Zeit kann ich dabei nicht nennen. Viel wichtiger aber war das daraus resultierende Interesse, mit innovativer Technologie konventionelle Finanzaktivitäten zu verändern.

Wie definierst Du FinTech?

Gesichter der Branche: Oliver Oster

Für mich ist FinTech das Streben nach innovativer und vorteilhafter Finanztechnologie, die unseren alltäglichen Umgang mit Finanzen grundlegend verändert. Der enorme FinTech-Boom ist die logische Konsequenz für das stetig wachsende Bedürfnis nach digitalen wie kundenorientierten Produkte und Services. Besonders im Finanzbereich.

Was glaubst Du machen etablierte Unternehmen besser als FinTechs?

Generationsübergreifende Unternehmen, allen voran natürlich unsere Großbanken, schauen auf Privat- und Firmenkundenbeziehungen zurück, die oft über Jahrzehnte (-hunderte) langen Bestand haben. Dieses Level an Bestand und Vertrauen zu erreichen ist bemerkenswert.

Was kann man von FinTechs lernen?

Mut eine Industrie in Frage zu stellen und konkrete Lösungen zu liefern die Kundenbedürfnisse befriedigen. In dieser extremen Art und Weise gibt es keine vergleichbare Industrie, die sich in der Kürze der Zeit so sehr verändert hat.

Wieso tun sich etablierte (große) Unternehmen bei der Digitalisierung eigentlich so schwer?

Im Wesentlichen sind das strukturelle Probleme, unzureichende Incentivierungsmodelle und ein erhöhter Altersdurchschnitt.   

„Etablierte Unternehmen tun sich wegen struktrueller Probleme mit der Digitalsierung schwer.“

Was würdest Du beruflich machen, wenn Du nicht in der Payment- und Banking-Industrie arbeiten würdest?

Dann würde ich entweder in der Sport- oder Versicherungsindustrie arbeiten.  

Bei welchem Unternehmen würdest Du gerne mal einen Tag arbeiten?

Eintracht Frankfurt Fußball AG.

Mit wem würdest Du gerne ein Bier trinken?

Adi Hütter.

Autor
Nicole Nitsche
Geboren 1982 im damals noch „sozialistischen” Rumänien, früh gereift unter der Höhensonne der bundesrepublikanischen Mittelschicht, lebt Nicole nach Umwegen über Marburg und Hamburg und jede Menge Abstechern im Ausland wieder in ihrer ursprünglichen Heimat Siegen. Nach diversen beruflichen Umwegen im... mehr

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