Das deutsch-britische Fintech iwoca ist spezialisiert auf Online-Kredite für Selbstständige sowie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zudem bietet der KMU-Finanzierer Online-Marktplätzen und Finanzinstituten seine Firmenkredite als Embedded-Finance-Lösung. Wir stellen den General Manager vor. Wir sprechen mit ihm über die besten Konzerte, das lästige Handy in der Tasche und warum er schon seit vielen Jahren Anhänger von Borussia Dortmund ist und dort gerne einmal Mäuschen spielen wollen würde.

Dürfen wir vorstellen? Das ist Fabian Platzen von iwoca

Wer bist du, was machst du?

Hi, ich bin Fabian Platzen und seit März 2023 General Manager bei iwoca Deutschland. Ich habe gut 15 Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet und bin seit 2018 in der FinTech-Industrie. Mit iwoca bieten wir kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Selbstständigen einen einfachen und schnellen Zugang zu Betriebsmittelfinanzierungen. Wir sind seit 2012 am Markt und haben bereits rund 4 Milliarden Euro an über 90.000 Kund*innen zur Verfügung gestellt.

Wie sieht ein klassischer Tag in deinem Leben aus?

Da ich kein Frühaufsteher bin, starte ich mit dem ersten Kaffee gegen 9 Uhr in den Arbeitstag. Den „klassischen“ Tag gibt es bei mir dabei nicht, meine Tage richten sich immer stark nach den Themen, die unsere Kund:innen und meine Teams gerade umtreiben. Nach der Arbeit versuche ich zumindest zwei- bis dreimal die Woche noch Sport zu machen, wie Rennrad fahren oder Schwimmen. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit Freunden, zum Beispiel gerne bei Musikevents, vor allem elektronische Musik. Gut gefallen hat mir zuletzt Bedouin im KOKO London.


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Was reizt dich an deiner Tätigkeit?

Ein essenzieller Punkt, als ich mich für iwoca entschieden habe, war auch, dass wir bei iwoca ein Produkt haben, mit dem wir einen wichtigen Teil der deutschen Wirtschaft unterstützen können. Meine Tätigkeit verbessert hoffentlich nicht nur die Situation des Unternehmens, in dem ich arbeite, sondern auch von vielen anderen. Zudem mag ich die Breite der Themen, die in meiner Funktion auf mich zukommen, Product & Tech, Credit Analysis Teams, Customer Service sowie Marketing und Strategy. Alle Bereiche mit vollem Fokus auf Deutschland.

Wolltest du schon immer in einem Fintech arbeiten?

Als ich angefangen habe zu arbeiten, gab es diesen Begriff, glaube ich, noch nicht. Ich habe vor gut 20 Jahren eine Banklehre bei der Dresdner Bank gemacht. Damals war schon gut ersichtlich, dass ohne starke Software und Systeme keine Bank langfristig erfolgreich sein kann. Viele dieser Systeme sahen 10 oder 15 Jahre später noch sehr ähnlich aus. Während meiner Zeit bei der NIBC Bank habe ich sehr viel mit Fintechs zusammengearbeitet. Sie haben mich schnell mit ihrer deutlich höheren Dynamik und ihrem Willen, Dinge zum Besseren zu verändern, begeistert. 

Wie begeisterst du andere Menschen von deinem Job?

Meine Rolle als GM Deutschland ist unter anderem deshalb so spannend, weil wir mit unserer Arbeit zigtausend Unternehmer*innen in Deutschland bessere Wachstumsmöglichkeiten ermöglichen können. Ich versuche Mitstreiter*innen für dieses Ziel zu gewinnen. Menschen, die einen Unterschied machen wollen.

Wie definierst du Erfolg?

Wenn ich am Ende eines Arbeitstages sehe, dass wir unsere Kund*innen unterstützt haben und unsere Teams dabei wieder Neues gelernt haben und einen kleinen Schritt besser geworden sind, bin ich happy. 

Welche Fähigkeiten in der Payment- und Banking Industrie erachtest du für wichtig?

Die ständige Bereitschaft, Dinge zu hinterfragen und den Drive, auch sehr gute Dinge noch besser machen zu wollen. Unsere Industrie ist mittlerweile so schnell geworden, dass du schon nach ein paar Jahren ein „Legacy-System“ haben kannst und rechts von einem neuen Anbieter überholt wirst. Zudem ist ein gutes Verständnis für „make or buy“ essentiell, denn komplexe Systeme funktionieren heute häufig am besten über eine Integration vieler guter Lösungen mittels API. 

Was hast du immer in deiner Tasche dabei?

„Leider“ mein Telefon. Meine Familie und meine Freundin würden sich manchmal freuen, wenn ich das weniger häufig dabei hätte, aber es ist mein kleines „Control Center“. Mein Neffe hat letzte Woche gezählt, dass ich gut 300 Apps auf dem Telefon habe. 

Was kann man von dir besonders gut lernen?

Ich bin eher schwer aus der Ruhe zu bekommen und versuche mich schnell auf die machbaren Lösungen zu fokussieren. Auch der schlimmste Tag geht vorbei. Und wenn am Ende noch keine Lösung gefunden wurde, finden wir sie morgen. 

#Team Homeoffice oder #Team Büro, warum?

Ganz klar „Team Hybrid“. Ich schätze die Flexibilität mittlerweile sehr und wir leben das bei iwoca auch sehr stark. Jede*r kann selbst entscheiden, von wo gearbeitet wird. Gleichzeitig glaube ich an die großen Vorteile von persönlichem direktem Austausch im Büro, für Kreativität und das soziale Miteinander sind solche Zeiten extrem wichtig.

In welchem Unternehmen würdest du außerhalb unserer Industrie gerne einmal Mäuschen spielen?

Der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Ich bin seit Ewigkeiten Fan des Vereins und gleichzeitig ist dies mittlerweile ein multinationales Unternehmen mit mehreren 100 Millionen Euro Umsatz. Mal einen Tag zu sehen, wie der Vorstand um Hans-Joachim Watzke dieses Unternehmen führt und was alles so hinter den Kulissen passiert, finde ich unheimlich spannend. 

Wenn du dich vor zehn Jahren treffen würdest: Welchen Tipp würdest du dir mitgeben, um beruflich erfolgreich zu sein?

„Einfach mal machen!“ Ich habe mir viel Zeit gelassen, mich aus der Banking-Industrie raus zu bewegen, etwas früher wäre bestimmt nochmal spannender gewesen. Aber auch in vielen anderen Dingen bin ich die letzten Jahre mit „einfach mal machen“ sehr gut gefahren. 

Wenn ich im Finanzministerium etwas zu entscheiden hätte, dann würde ich ….?

…noch viel mehr auf Digitalisierung setzen, und zwar gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmer:innen. Ich habe selbst mit Freunden noch zwei kleine Unternehmen und die Herausforderungen, die einem bei Anmeldungen, Steuern, Anträgen etc. entgegenkommen, können für viele sehr entmutigend sein. 

Wenn ich einen nennenswerten Betrag im Lotto gewinnen würde, würde ich …?

Früher habe ich immer gesagt, ich mache dann ein kleines italienisches Restaurant auf. Nicht, dass ich dort kochen würde, aber Gastgeber sein und Leute zusammenbringen macht mir immer Spass. Aber Gastro ist auch ein Haufen Arbeit, wahrscheinlich brauche ich dann auch wirklich den Lottogewinn, damit ich von Anfang ein gutes Team mit aufbauen könnte.  

Wenn ich jeden Tag das Gleiche essen müsste, wäre das …?

Gute Frage, eigentlich liebe ich beim Essen Abwechslung. Pasta wahrscheinlich am ehesten – natürlich in allen Variationen.

Wenn ich dauerhaft in einem anderen Land leben dürfte, dann wäre das?

Wahrscheinlich Spanien, Ibiza. Die Stimmung auf der ganzen Insel und die wunderschöne Natur um Es Vedrà begeistern mich jedes Mal, wenn ich dort bin.

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