10 Fragen an die Mitglieder der Jury des FinTech des Jahres – Andreas Kubli

Andreas Kubli

Um die Jury zum FinTech des Jahres 2014 noch besser kennenzulernen, beantworten die Mitglieder alle zehn Fragen. Heute ein schweizer Banker, Andreas Kubli der mit der UBS spannende Dinge umsetzt.

Wer bist Du und was machst Du?

Andreas Kubli, Leiter Multichannel Management & Digitization bei der UBS Schweiz. Früherer McKinsey Partner.

Deine Berührungen mit FinTech?

Bei UBS Schweiz suchen wir proaktiv Win-Win-Situationen mit FinTech-Firmen. So kommt beispielsweise das in unserem e-Banking eingesetzte PFM-Tool von IND, jetzt Teil von Misys. Oder hat unsere Kooperation mit SumUp den Master Award bei den Best of Swiss Apps 2014 gewonnen.

Was erwartest Du im Jahr 2015 im Bereich FinTech?

2015 denke ich, wird für viele FinTechs Start-ups ein erstes Jahr der Entscheidung. Einige werden zeigen, dass sie echt innovativ sind und effektiv einem Kundenbedürfnis entsprechen, wofür dies auch zu zahlen bereit sind. Andere werden wieder verschwinden. Von den Banken erwarte ich, dass erste der letztes Jahr mit grossen Investments angekündigten Digitalisierungs- und Multikanalinitiativen Früchte zeigen werden,

Über welches FinTech-Modell wüsstest Du gern noch mehr?

Als grösste Universalbank in der Schweiz gibt es kaum ein FinTechmodell, dass wir uns leisten können, nicht zu studieren…

**Wer sind deine internationalen FinTech „stars“?

Logisch: Wirklich bewiesen haben es in den letzten Jahren primär PayPal, Square und Lending Club. Aber eigentlich müsste man ING Direct, comdirect und die anderen Direktbanken in ihren Bereichen auch dazu zählen…

Was unterscheidet FinTech von anderen Tech-Bereichen?

Beim „business to be disrupted“ handelt es sich um Unternehmen, die selbst Technologieunternehmen sind. UBS beispielsweise hat selbst tausende von hoch ausgebildeten Informatikern inhouse.

Werden Retailbanken in der Form von heute im Jahr 2020 noch da sein?

Typischerweise gehen Veränderungen langsamer vonstatten, als man sich vorstellt, wenn man verstanden hat, in welche Richtung die Reise geht. Entsprechend schliesse ich nicht aus, dass es in 5 Jahren noch Retailbanken geben wird, die sehr traditionell unterwegs sein werden. Gewinner werden aber ganz klar diejenigen Banken sein, die die Multikanal- und Digitalisierungstranformation erfolgreich geschafft haben.

Erleben wir eine Revolution im Zahlungsverkehr durch die Bitcoin-Technologie / Blockchain etc?

Diese Frage geht sehr in die Zukunft. Blockchain ist eine noch sehr junge aber sicher sicher sehr spannende Technologie. Ob, wann und wie sie den Zahlungsverkehr oder aber ganz andere Bereiche, wie z.B. im Securities-Trading oder den Security-Custody Bereich, revolutionieren wird, kann ich aber noch nicht seriös beurteilen.

Wo trifft man dich im Jahr 2015?

Mein Job führt natürlich dazu, dass ich beruflich primär in der Schweiz und auf Twitter anzutreffen bin. Der persönliche Kontakt ist natürlich wichtig. Entsprechend werde ich auch 2015 wieder den einen oder anderen FinTech-Hub ansteuern, notfalls in den Ferien ;-)))


Die weiteren Interviews:

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Autor
André M. Bajorat
Specialist in #FinTech Board @Bitkom, @finleap, @money2020, Mentor at @as_pnp, @Microsoft. Founder of @paymentbanking #ex giropay enfore sfg figoapi mehr