FinTech des Jahres

10 Fragen an die Mitglieder der Jury des FinTech des Jahres 2015 – Steffen v. Blumröder

von André M. Bajorat / vom 8. Dezember 2015

Steffen von Blumröder (41) ist diplomierter Betriebswirt und hält einen MBA in Unternehmensführung und Wirtschaftsethik. Von Blumröder war lange Jahre beim amerikanischen Soft- und Hardwarehersteller Oracle. Dort verantwortet er in den Bereichen Business Development und Global Account Management über sechs Jahre Großkunden der unterschiedlichsten Branchen. Zudem war er für CSC tätig, einem weltweit operierenden IT Dienstleister. Hier verantwortete er strategische Kunden, die er bezüglich Cloud Computing und Applikation Management Lösungen beriet. Im Juli 2012 übernahm Herr von Blumröder im BITKOM die Bereichsleitung Banking & Financial Services und digitalen Zahlungsverkehr. Er ist ein Verfechter innovationsgerechter Politik und setzt sich für mehr Eigenverantwortung im digitalen Zeitalter ein.
Steffen von Blumröder (42) ist diplomierter Betriebswirt und hält einen MBA in Unternehmensführung und Wirtschaftsethik.
Von Blumröder war lange Jahre beim amerikanischen Soft- und Hardwarehersteller Oracle. Dort verantwortet er in den Bereichen Business Development und Global Account Management über sechs Jahre Großkunden der unterschiedlichsten Branchen. Zudem war er für CSC tätig, einem weltweit operierenden IT Dienstleister. Hier verantwortete er strategische Kunden, die er bezüglich Cloud Computing und Applikation Management Lösungen beriet.
Im Juli 2012 übernahm Herr von Blumröder im BITKOM die Bereichsleitung Banking & Financial Services und digitalen Zahlungsverkehr. Er ist ein Verfechter innovationsgerechter Politik und setzt sich für mehr Eigenverantwortung im digitalen Zeitalter ein.

Um die Jury zum FinTech des Jahres 2015 noch besser kennenzulernen, beantworten die Mitglieder alle zehn Fragen. Hier Steffen von Blumröder vom Bitkom. Steffen ist ein sehr wichtiger Unterstützer der FinTech Bewegung in vielen Belangen.

Wer bist Du und was machst Du?

Steffen v. Blumröder, Bereichsleiter Banking, Financial Services & FinTechs beim Bitkom dem Verband der Digitalwirtschaft

Deine Berührungen mit FinTech?

In den vergangenen Jahren habe ich im Bitkom eine Dialogplattform aufgebaut auf der FinTechs, Banken, Politik und andere wichtige Stakeholder auf Augenhöhe über die Herausforderungen von Morgen diskutieren. Aktuell haben wir ein Positionspapier zum Status Quo der FinTechs in Deutschland veröffentlicht.

Wie war das Jahr 2015 für die FinTech Branche?

Im Vergleich zu 2014 haben sich viele Unternehmen professionalisiert, da war Ende 2014 oft noch wenig Fleisch am Knochen. Die Investments sind nach oben gegangen und immer mehr Banken denken über Kooperationen nach. Das ist grundsätzlich also recht positiv. 2014 haben wir überwiegend B2C Modelle gesehen und ich begrüße es dass sich nun auch immer mehr FinTechs dem B2B Segment widmen. Schade das mit Yapital und demnächst ClickandBuy zwei Mobile Payments Anbieter die Segel streichen. In den Medien wird nach wie vor zu viel über „die FinTechs“ gesprochen, das ist mir persönlich zu undifferenziert.

Was erwartest Du im Jahr 2016 im Bereich FinTech?

Es gilt also in 2015 weiter Aufklärungsarbeit zu leisten, was für tolle neue Dienste von den FinTechs angeboten werden. Gerade im Bereich Versicherungswirtschaft werden wir sicher noch weitere neue Player sehen, während es in einigen Bereichen schon wieder Konsolidierungen geben wird (siehe Mobile Payments!). Darüber hinaus erwarte ich noch ein gesteigertes Angebot an B2B Lösungen und erste Blockchain basierte Modelle der Banken.

Über welches FinTech-Modell wüsstest Du gern noch mehr?

Da gibt es einige. Social Trading finde ich ganz spannend, aber auch über Blockchain und deren Möglichkeit im Finanzumfeld möchte ich gerne mehr erfahren.

Was unterscheidet FinTech von anderen Tech-Bereichen

Compliance! Das sich fast jedes FinTech erst einmal eine Bank als Partner besorgen muss, um compliant im Markt tätig zu werden ist sicherlich einzigartig. Auf der anderen Seite bietet sich gerade mit der PSD2 / X2A ein neuer Markt. Im Gegensatz zu anderen Tech- Bereichen wie Health, IoT oder Energy ist durch die Regulation aber auch den meisten klar, ohne den anderen wird es nicht funktionieren. Da tun sich die traditionellen Anbieter aus dem Bereich Pharma, Versorger- oder Industrie noch schwerer auf Startups zuzugehen.

Welche Bank hat bisher die beste Strategie im Umgang mit der wachsenden Digitalisierung und ggf. in der Zusammenarbeit mit FinTechs

Da gibt es aus meiner Sicht keinen eindeutigen Gewinner. Viele der Direktbanken wie ING Diba oder DKB haben da schon sehr gute Strategien und Kooperationen auf den Weg gebracht, auf der anderen Seite ist es sehr interessant zu sehen, dass die Commerzbank so unterschiedliche Vehikel wie den MainInkubator, Commerzventures und jetzt die Startup Garage bei ComDirect betreibt. Toll aber auch ganz andere Ansätze wie Fidor, Consors oder biw.

Werden Retailbanken in der Form von heute im Jahr 2020 noch da sein?

Naja 5 Jahre sind ja jetzt nicht so viel. Durch unsere Demographie-Entwicklung wird Retailbanking genauso wie leider Bargeld in Deutschland nachgefragt sein. Ich denke es wird eine größere Schere geben, auf der einen Seite Filialbanken die sich von 1980 bis 2020 nicht besonders weiter entwickelt haben und auf der anderen Seite Plattformbanken die voll durchdigitalisiert sind. Beide mit einer extremen Zielkundenausrichtung. Interessant wird es dann 2025/ 2030 aussehen – fast kaum mehr Bargeld und großes Aussterben der Traditionalisten-Banken.

Welche Bereiche der Bank werden in Zukunft über die Blockchain abgewickelt?

Internationale Zahlungverkehr, aber auch die komplette juristische Herangehensweise. Bin aber dafür kein Experte und immer wieder überrascht über neuen Möglichkeiten zu lesen.

Wo trifft man dich im Jahr 2016?

Ein Muß für alle FinTech Enthusiasten ist die Exec I/O FinTech am 08. März. Darüber hinaus werde ich in einigen Jurys sitzen und FinTech Panel moderieren. Viele Termine bei Ministerien und Parlament um über die FinTech Welt zu diskutieren und aufzuklären. Wer in Berlin ist und sich austauschen möchte, gibt einfach Bescheid.


Hier die Übersicht der Jury.


Die Fintech-Startups des Jahres: Gini, Weltsparen, Number26 und fairr | t3n
[…] Kubli, UBS, Frank Schwab, Fintech-Forum DACH, Mitinitiator Arnulf Keese, PayPal, Steffen von Blumröder, Bitkom, Dirk Elsner, DZ-Bank und Blogger, Jochen Siegert, Traxpay, Ramin Niroumand, […]
vom 5. Februar 2016

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