Unternehmen der FinTech Branche: Scalable Capital GmbH

Die Branche ist groß geworden und längst aus den Kinderschuhen heraus gewachsen. Es gibt so viele Unternehmen welche die Branche prägen aber nicht alle sind gleichermaßen bekannt. Wer sind eigentlich die Unternehmen, die den Klebstoff zwischen Finanzen und digitalen Technologien bilden? In unserer Reihe „Die Unternehmen der FinTech Branche“ geben wir Unternehmen oder Startups aus der Payment- und Banking-Industrie die Gelegenheit sich selber vorzustellen.

Scalable Capital GmbH

Scalable Capital verwaltet für seine Kunden individuell angepasste und global diversifizierte ETF-Portfolios für den langfristigen Vermögensaufbau. Je nach Anlageziel, Finanzsituation und individueller Risikotoleranz wird jeder Kunde einer von 23 Risikokategorien mit einem konkreten Verlustrisiko zugeordnet. Scalable Capital wählt aus über 2.000 ETFs die besten und kosteneffizientesten vollkommen unabhängig für seine Kunden aus. Eine eigens entwickelte Risikomanagement-Technologie überwacht alle Portfolios regelmäßig und führt automatisch Umschichtungen durch, wenn eine Verletzung der individuell festgelegten Risikokategorie droht. Das Risikomanagement ist dynamisch, da kein “Re-balancing” auf statische Gewichte je Anlageklasse erfolgt, sondern stattdessen das Portfoliorisiko durch die flexible Anpassung der Gewichte möglichst stabil gehalten wird. Der Kunde hat jederzeit Einsicht in sämtliche Portfoliodetails wie Performance, erfolgte Umschichtungen oder angefallene Gebühren, auch via App (iOS, Android).

Scalable Capital ist eines der nominierten Unternehmen des „Fintech des Jahres 2018“

Zahlen und Fakten über Scalable Capital

  • Vertriebskanal: B2C
  • Zielgruppe: Privatkunden
  • Zielland: Europa
  • Status der Finanzierung: Serie B
  • Weitere Finanzierungen vorgesehen?: noch unklar
  • Name des / der Produkte: Digitale Vermögens-verwaltung

„Scalable Capital
verwaltet global diversifizierte ETF-Portfolios für den langfristigen Vermögensaufbau und wählt aus über 2.000 ETFs die besten und kosteneffizientesten aus.“

Das Business Modell von Scalable Capital

Unser Geschäftsmodell umfasst drei Schritte:

1. Wir ermitteln die individuelle Risikoneigung und Risikotragfähigkeit der Anleger gemäß eines WpHG-konformen Fragebogens und empfehlen auf dieser Basis eine von 23 Risikoklassen. Jeder Kategorie ist ein ganz konkretes Verlustrisiko zugeordnet. Als Risikokennzahl nutzen wir den Value-at-Risk mit einjährigem Horizont und 95% Konfidenzintervall.

2. Wir stellen jedem Kunden ein auf seine individuelle Risikoneigung zugeschnittenes, global diversifiziertes ETF-Portfolio zusammen. Dabei suchen wir aus dem für Privatinvestoren zugänglichen ETF-Universum die besten ETFs nach quantitativen und qualitativen Kriterien aus (u.a. Kosten, Liquidität, Replikationsmethode, Tracking Error, steuerliche Einfachheit).

3. Wir behalten die ETF-Portfolios mit unserer eigens entwickelten Risikomanagement-Technologie rund um die Uhr im Blick und sorgen dafür, dass der Kunde nicht unter seine individuell festgelegte Verlustgrenze rutscht. Signalisieren unser Projektionen eine drohende Verletzung der Risikovorgabe, werden die Portfoliogewichte automatisch angepasst. Das alles ist jederzeit transparent nachvollziehbar – sowohl online als auch per App für Android und iOS.

Diesen Service, der unseren Kunden die Geldanlage komplett abnimmt, bieten wir für eine Gebühr von nur 0,75 Prozent pro Jahr, dazu kommen noch ca. 0,17 Prozent für die Kosten der ETFs.

Scalable Capital: die Gründer & Investoren

Gründer: Erik Podzuweit, Florian Prucker, Adam French, Prof. Dr. Stefan
Mittnik

Investoren: BlackRock, Holtzbrinck Ventures, Tengelmann Ventures

scalable.capital
Meilensteine: was Scalable Captial bisher erreicht hat

– Februar 2016: Marktstart in Deutschland
– Juli 2016: Scalable Capital expandiert nach Österreich und Großbritannien
– Januar 2017: Siemens Private Finance kooperiert mit Scalable Capital
– Juni 2017: BlackRock beteiligt sich an Scalable Capital
– September 2017: ING startet Kooperation mit Scalable Capital
– Mai 2018: Scalable Capital durchbricht die Milliardengrenze
– September 2018: Scalable Capital gewinnt Openbank, die Digitalbank der Santander-Gruppe, als Partner in Spanien

Was macht Scalable Captial  so besonders?

Unsere Risikomanagement-Technologie ist unser größter USP. Sie trifft sämtliche Investmententscheidungen automatisiert und entsprechend der individuellen Risikoneigung unserer Anleger und sorgt so für eine optimierte risikoadjustierte Rendite. Zahlreiche Studien belegen es: Die Prognose von Kursentwicklungen ist nicht möglich. Risiken hingegen lassen sich mithilfe modernster finanzökonometrischer Verfahren vergleichsweise besser vorhersagen. Die meisten Anleger haben eine Schmerzgrenze nach unten, aber keine Renditelimits nach oben. Unsere Priorität ist deshalb, unsere Kunden vor heftigen Kursturbulenzen zu schützen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Mittnik haben wir eine Risikomanagement-Technologie entwickelt, die die Portfolios dynamisch verwaltet und dafür sorgt, dass das Risiko in den Portfolios konstant bleibt. Droht eine Verletzung der individuellen Risikovorgabe eines Anlegers, wird das Portfolio automatisch umgeschichtet. Je nachdem, in welche Richtung eine Verletzung der Risikovorgabe droht, wird in risikoreichere oder risikoärmere Anlageklassen umgeschichtet. Das schont nicht nur die Nerven unserer Anleger, die zu jedem Zeitpunkt wissen, wie viel für sie auf dem Spiel steht, sondern erzielt für sie auch bessere risikoadjustierte Renditen als bei klassischen „Buy & Hold“-Strategien.

Unsere technische Infrastruktur ist beliebig skalierbar. Wir haben von Beginn an darauf geachtet, eine beliebig skalierbare technische Infrastruktur zu bauen. Unsere flexible Plattform ist jetzt bereits auf mehrere Sprachen und Währungen ausgerichtet und kann diverse steuerliche und aufsichtsrechtliche Systeme abbilden. Unser Algorithmus kann mit wenig Mehraufwand beliebig viele zusätzliche Portfolios individuell verwalten – ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Mit unserer Bafin-Erlaubnis haben wir eine EU-weite Zulassung und können unsere Dienstleistung europaweit anbieten, ohne dass ein zusätzliches Genehmigungsverfahren notwendig ist. Mit einer Gesamtfinanzierung von 41 Millionen Euro haben wir auch die notwendige finanzielle Feuerkraft, um in neue Märkte zu expandieren. BlackRock als neuer Gesellschafter eröffnet uns zudem weitere Geschäftsfelder im B2B-Bereich: So haben wir bereits Whitelabel-Lösungen für die Openbank und die Targobank entwickelt.

Wir haben ein erfolgshungriges Team. Maßgeblich entscheidend für die großartige Entwicklung von Scalable Capital ist unser bereits mehr als 90 Mitarbeiter großes Team. Der Erfolgshunger wird von unserem erfahrenen Führungsteam vorgelebt:

Erik Podzuweit hat langjährige Erfahrung im Finanzbereich und im Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Er war zuletzt als Co-CEO für das Deutschlandgeschäft von Westwing Home & Living verantwortlich. Zuvor arbeitete Erik 7 Jahre als Executive Director bei Goldman Sachs in London und Frankfurt. Dort betreute er Finanzinstitute im Bereich Kapitalanlagen und war für eine elektronische Handelsplattform zuständig. Erik studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Kiel und Warwick und lehrte als Tutor im Bereich Statistik und Ökonometrie.

Florian Prucker war über 8 Jahre in New York, Frankfurt und zuletzt in London im Finanzbereich tätig. Als Executive Director im Wertpapierhandel von Goldman Sachs begleitete er den Aufbau einer paneuropäischen elektronischen Handelsplattform für Privatanleger. Zuvor betreute er für die amerikanische Bank Privatbanken und Vermögensverwalter in Deutschland und Österreich.

Dr. Manuela „Ella“ Rabener verantwortet den Aufbau des UK-Geschäfts und die globale Umsetzung und Koordination von Marketing- und PR-Maßnahmen von Scalable Capital, dem größten deutschen digitalen Vermögensverwalter. Sie ist damit eine der wenigen Frauen in Deutschland in einer Managementposition in einem Finanzdienstleistungsunternehmen. Mit eigenen Infoveranstaltungen speziell für Frauen möchten Scalable Capital und Ella Rabener Frauen dazu ermutigen, ihre Geldanlage selbst in die Hand zu nehmen. Zuvor hat sie Westwing Russland als Co-Gründerin und CEO innerhalb von drei Jahren zum größten Online-Player im Bereich Wohnen in Russland aufgebaut. Ihre Karriere startete sie bei McKinsey & Company, wo sie sieben Jahre lang in New York, Dubai, München und Köln tätig war, verantwortlich für Private Equity-Kunden und die strategische Beratung von Unternehmen im Bereich Konsumgüter, Mode und Luxus. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finanzen und Risikomanagement an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt sowie in Lyon promovierte sie in Wirtschaftswissenschaften an der European Business School in Oestrich-Winkel.

Prof. Dr. Stefan Mittnik ist Professor für Finanzökonometrie und Direktor des Center for Quantitative Risk Analysis an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie Fellow am Center for Financial Studies (CFS) in Frankfurt. Nach der Promotion in den USA lehrte er in New York und Kiel, bevor er 2003 nach München wechselte. Er war Mitglied des Forschungsbeirates der Deutschen Bundesbank, Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Forschungsdirektor am CFS und Ifo-Institut und hatte mehrere Gast- und Ehrenprofessuren in den USA inne. Seit rund 30 Jahren forscht er zu Fragen der Analyse, Modellierung und Prognose von Finanzmarktrisiken und entwickelt Verfahren, bei denen empirische Relevanz statt finanzmathematischer Eleganz im Vordergrund stehen.

Adam French arbeitet seit über 8 Jahren in der Londoner Finanzindustrie. Als Executive Director im Rohstoffhandel bei Goldman Sachs verantwortete er den Bereich Strukturierte Rohstoffprodukte. Davor arbeitete er im Derivatehandel, wo er für den elektronischen Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen für Privatkunden zuständig war. Adam studierte Wirtschaftsmathematik und Statistik an der London School of Economics.

Wir haben starke Partner an unserer Seite. Unsere Kooperation mit der ING ist die erste Partnerschaft zwischen einer deutschen Großbank und einem digitalen Vermögensverwalter. Seit September 2017 empfiehlt die Bank ihren acht Millionen deutschen Kunden den Service von Scalable Capital für den langfristigen Vermögensaufbau. Unser Angebot ist dabei vollständig in die technische Infrastruktur der Bank integriert. Die Kooperation zählt zu unseren wichtigsten Wachstumstreibern: Insgesamt haben mehr als 20.000 Kunden der ING über 500 Millionen Euro bei uns angelegt. Die Finanzsparte von Siemens – Siemens Private Finance – empfiehlt seinen deutschen Mitarbeitern und ihren Angehörigen unseren Service für die private Altersvorsorge seit Januar 2017. Die Partnerschaft trägt ebenfalls deutlich zu unserem schnellen Wachstum bei. Zudem hält der weltweit größte Investmentmanager BlackRock seit Juni 2017 einen signifikanten Minderheitsanteil an Scalable Capital. BlackRock ist aber nicht nur Anteilseigner, sondern agiert als Türöffner für Kooperationen mit Finanzinstituten und Unternehmen, die verstärkt nach technologiebasierten Investmentlösungen für ihre Geschäftskunden suchen – auch im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge.

Letzte Worte

Unsere Mission ist es, Privatanlegern eine faire, bequeme und günstige Alternative zum Sparbuch und aktiven Fonds zu bieten – und damit die Chance auf einen langfristigen Vermögensaufbau. Mit unserem beliebig skalierbaren Angebot wollen wir die Marktentwicklung in Europa prägen und der führende Vermögensverwalter in Europa werden!

Autor
Nicole Nitsche
Nicole Nitsche ist studierte Theaterwissenschaftlerin und hat mehrere Jahre als Regieassistentin beim Thalia Theater Hamburg gearbeitet. Danach war Nicole Leiterin der Presse-und Marketingabteilung eines Hamburger Musiklabels. Zu ihren täglichen Aufgaben zählten dort, neben dem Verfassen von Pressetexten, die Umsetzung und... mehr

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