Samsung Pay – Fazit & Insights nach dem Start auf dem deutschen Markt

FinTech Podcast #306

Samsung Pay ist seit Oktober 2020 auf dem deutschen Markt – zwei Jahre nach dem Start der Konkurrenten Apple Pay und Google Pay, jedoch Mitten in einer Zeit wo gerade durch die Corona-Krise Mobile Payment enorm an Bedeutung gewinnt. Fünf Jahre nach der Ankündigung des eigenen Bezahldienstes Samsung Pay hat der südkoreanische Branchenprimus den Deutschlandstart letztes Jahr verkündet. Samsung ging beim Start etwas anders vor, als die Konkurrenten, denn Apple und Co. nehmen von kooperierenden Banken Gebühren für das Einbinden ihrer Kredit- und Debitkarten in beispielsweise Apple Pay. Weil Sie die klassische Kreditwirtschaft umgehen, entfällt diese Einnahmequelle für Samsung Pay.

Nachdem Google Pay schon seit Mitte 2018 auf nahezu jedem Smartphone genutzt werden kann, zieht Samsung mit seinem Pay-Service nach. Weil die Akzeptanz von bargeldlosem Bezahlen in Deutschland unter anderem durch die Coronakrise beschleunigt wurde, hat Samsung ein gutes Händchen für den Start bewiesen. Vor allem müssen Samsung-Pay-Nutzer im Unterschied zu Apple Pay oder Google Pay nicht darauf achten, ob ihre Bank unterstützt wird.

Grund dafür ist, dass Samsung sich mit dem Berliner Banking-Dienstleister Solarisbank und der Branchengröße Visa zusammengetan hat, um lange Verhandlungen mit den vielen deutschen Bankinstituten zu umgehen. Solarisbank dient dabei als eine Art Vermittler zwischen der eigenen Bank, Samsung Pay und dem Zahlungsempfänger. Auf diesem Weg ermöglicht Samsung die Verknüpfung von nahezu jedem Bankkonto mit dem neuen Dienst.

„Samsung hat es sich zum Ziel gesetzt, so vielen Nutzern, wie möglich, Zugang zu mobilen Zahlungen zu geben. Dank der Zusammenarbeit mit der Solarisbank und Visa ist es uns gelungen, einen mobilen Bezahldienst anzubieten, der mit nahezu jedem deutschen Bankkonto verknüpft werden kann.“

Thomas Keller, Business Development Manager bei Samsung

Die eigenen Kartendaten sind laut eigenen Angaben, so sicher wie bei Google Pay und Apple Pay: Nach der erfolgreichen Registrierung bei Samsung Pay erhält der Nutzer eine virtuelle Visa-Debitkarte, die mit nahezu jedem deutschen Bankkonto verknüpft werden kann. Man benötigt also keine Kreditkarte wie bei anderen Diensten. Um Samsung Pay mit einem persönlichen Bankkonto zu verbinden, setzt die Solarisbank ihr neuartiges und simples KYC-Verfahren ein, das ohne Videoidentifikation beziehungsweise Filialbesuch auskommt, erklärt Samsung. Transaktionen werden mit der Visa-Token-Technologie gesichert, so das Unternehmen weiter. Darauf setzen auch andere Bezahldienste, die Bankdaten bleiben zudem bei deutschen Banken respektive der Solarisbank, die wie erwähnt als Dienstleister auftritt.

Wir sprechen mit Thomas Keller (Business Development Manager bei Samsung) und Krishna Chandran (Managing Director Partnerships bei der Solarisbank) über den offiziellen Launch, etwagige Hürden, das Businessmodell, die Kooperation mit der Solarisbank und ziehen ein Fazit vom Launch des Bezahldienstes bis heute.

Thomas entwickelt als Business Developer digitale Geschäftsmodelle für die Samsung Electronics GmbH. Er ist mitverantwortlich für das Konzept und den Launch von Samsung Pay in Deutschland und hat die Zusammenarbeit mit Solarisbank und VISA initiiert.

Krishna Chandran ist Managing Director Partnerships und verantwortet in der Funktion das Bestandskundengeschäft der Solarisbank. Bevor er 2018 als Product Owner zur Solarisbank kam und später als Co-Managing Director Lending das Kreditgeschäft leitete, hatte Krishna Chandran verschiedene Führungspositionen bei der Lloyds Banking Group, Bank of Scotland, inne. 

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Autor
Nicole Nitsche ist studierte Theaterwissenschaftlerin und hat mehrere Jahre als Regieassistentin beim Thalia Theater Hamburg gearbeitet. Danach war Nicole Leiterin der Presse-und Marketingabteilung eines Hamburger Musiklabels. Zu ihren täglichen Aufgaben zählten dort, neben dem Verfassen von Pressetexten, die Umsetzung und... mehr
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