Mehr Zinsen, smarte KI Assistenten und der digitale Euro
Wie Scalable Capital und Revolut den Markt angreifen. Außerdem: Neuigkeiten zum digitalen Euro ab 2029.
Das Sparschwein lächelt heimlich. Scalable Capital hebt Zinsen an und bietet nun auch Festgeld an. Gut für Konsument:innen, aber weniger erfreulich für die klassischen Retailbanken, die bei diesem Tempo kaum noch hinterherkommen.
Dazu passt, dass die Challenger-Banken beim Thema KI ordentlich Gas geben. Mit Revolut AIR kommt ein Assistent, der das komplette Finanzmanagement per Chat regeln soll. Die etablierten Institute sollten sich hier schnell eine Scheibe abschneiden, bevor der Vorsprung uneinholbar groß wird 🤖.
Und weil über KI reden bekanntlich einfacher ist, als sie einfach mal machen zu lassen: Maik zeigt heute, wie man in 10 Minuten eine eigene Banking-App baut. Mit einem Prompt, Glaze, YAXI und echten Kontodaten. Klingt ein bisschen nach „kann doch nicht so einfach sein“. Ist es offenbar inzwischen doch. Willkommen beim Vibecoding.
Apropos Regulierung und Technik: Die Deutsche Kreditwirtschaft äußert sich aktuell zum Cloud and AI Development Act. Man befürwortet zwar die digitale Souveränität, warnt aber vor Doppelstrukturen. Der Fokus soll für Banken weiterhin auf dem bestehenden DORA Rahmen liegen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden.

Themenwechsel in die Schweiz, wo das Senden von Geld bald noch einfacher wird. Durch die Kooperation von PayInit und Mastercard öffnen sich die P2P Zahlungen für das Ausland. Eine effiziente Lösung, bei der die Banken trotzdem die volle Kontrolle über ihre wertvollen Kundenbeziehungen behalten können 🇨🇭.
Und wo wir gerade bei Verbindungen sind: Zwei Podcasts werden einer. Aus 3x3=10 und Talk Between the Towers wird Schnittstelle. Julian Prüfer und Marvin Vortkamp bekommen Verstärkung von Sarah Schütz und sprechen künftig über Kooperationen, Daten und die Frage, was die Finanzbranche auch von anderen Branchen lernen kann. Wir freuen uns sehr über den Zuwachs im P&B-Podcastregal 🎙️.
Ein Blick über den Ozean zeigt derweil eine wachsende Kluft im Bankensektor. Während US Großbanken ihre Marktführerschaft ausbauen, verlieren europäische Institute wie die Deutsche Bank zunehmend den Anschluss. Es wird spannend zu sehen, wie Europa auf diese veränderte Dynamik und die höhere Profitabilität reagiert. Im Zweifel zu langsam.
Zum Schluss noch ein kritisches Update zum D€. Die Bundesbank treibt die Vorbereitung für den digitalen Euro für 2029 weiter voran. Ob die versprochene Privatsphäre und das Wasserfallsystem am Ende wirklich überzeugen, bleibt fraglich. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie viel Souveränität uns das Projekt bringt 🤔.