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Digitaler Führerschein, N26 Altersvorsorge und Revolut Baustellen

Neues zum digitalen Führerschein, ETF-Depots bei N26 und Sparkassen-Animes. Außerdem: Brisanter Fintech-Rückblick sowie eine Analyse zu Revolut.

Digitaler Führerschein, N26 Altersvorsorge und Revolut Baustellen
Bild-Quelle: https://d-you.gov.de

Zum Wochenschluss am Freitag steht ein neuer Meldedatenabgleich durch den Beitragsservice an. Ab dem 8. November 2026 übermitteln die Meldeämter Daten aller Volljährigen an die Zentrale in Köln. Wer keinem Konto zugeordnet werden kann, erhält ab Mitte Dezember Post. Bei fehlender Rückmeldung drohen automatische Anmeldungen sowie Nachforderungen.

Mit der Zukunft des Geldes beschäftigt sich unterdessen die EZB. Ein Strategiepapier der Notenbank beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des europäischen Währungsraums. Unter dem Titel „Shaping the Future of Money“ fokussiert sich die Notenbank auf Preisstabilität und moderne Infrastrukturen. Neben klassischen Instrumenten stehen innovative Technologien im Zentrum. Das Ziel bleibt die Sicherung finanzieller Stabilität in einem dynamischen ökonomischen Umfeld.

Um Sicherheit geht es auch bei Klarna: Der Zahlungsdienstleister führt die Call Status Detection in 26 Märkten weltweit ein. Das Feature schützt vor Betrügern, die sich am Telefon als Mitarbeiter ausgeben. Ein farbiger Balken in der App signalisiert die Echtheit des Anrufs. Während die Funktion unter iOS direkt aktiv ist, müssen Nutzer von Android die Verifizierung manuell in den Einstellungen einschalten. 📞

Beim Thema Altersvorsorge bringt sich nun auch N26 in Stellung. Die Neobank kündigt ein ETF-basiertes Altersvorsorgedepot für Januar 2027 an. Das Produkt ermöglicht eine staatliche Förderung von bis zu 540 Euro pro Jahr. Zur Auswahl stehen zwei Portfolios für Standardnutzer sowie Selbstentscheider. Die Ansparphase bleibt steuerfrei, wobei das Kapital bis zur Rente gebunden ist und das Angebot gewissen Marktschwankungen unterliegt.

Damit ist N26 nicht allein. Das Rennen um das Altersvorsorgedepot ist auch eines der Themen in unserem aktuellen Podcast „Die wichtigsten Fintech-News im Oktober“. André Bajorat und Jochen Siegert sprechen darin über die jüngsten Entwicklungen bei Trade Republic und den Sparkassen, die Probleme bei Revolut, neue Funktionen von Wero und den Circula-Exit. Ein Rückblick auf einen ziemlich bewegten Fintech-Monat.

Auch bei digitalen Ausweisen geht es voran: Die Bundesregierung will den digitalen Führerschein Ende November in der i-Kfz-App einführen. Die Identifizierung erfolgt über die Online-Funktion des Personalausweises. Zunächst ist die Nutzung auf Deutschland beschränkt, soll aber Carsharing-Prozesse erheblich beschleunigen. Eine EU-weite Lösung für den digitalen Nachweis befindet sich bereits in der Planung.

Beim mobilen Bezahlen gibt es Neuigkeiten aus Österreich: American Express bietet dort ab sofort Apple Pay für Kunden an. Die Freischaltung erfolgt über die Wallet-App und ermöglicht kontaktloses Bezahlen via iPhone oder Apple Watch. Sicherheitsmerkmale wie die Tokenisierung bleiben vollständig erhalten. Mit diesem Schritt reagiert der Anbieter auf die steigende Nachfrage nach mobilen Bezahlmöglichkeiten im österreichischen Markt.

Auch die Sparkassen arbeiten an ihren Bezahlverfahren. Sie stellen den S-ID-Check zum Januar 2027 ein und ersetzen ihn durch pushTAN. Zeitgleich wird ab Ende November 2026 Click to Pay als neuer Standard für Mastercard und Visa integriert. Das Verfahren nutzt hinterlegte Kartendaten, um den Checkout im E-Commerce zu beschleunigen. Auch für Inhaber von Debitkarten ist eine Registrierung für den Dienst vorgesehen. 💳

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Die Sparkassen beschäftigen sich allerdings nicht nur mit Zahlungsprozessen, sondern auch mit Anime. Die Finanzgruppe investiert in Branded Entertainment und produziert eine eigene Serie namens „Der Schatten über Anlegion“ zur Markenbindung. Die sechs Episoden erscheinen ab Januar 2027 auf YouTube. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Studio D’ART Shtajio ohne den Einsatz generativer KI. Damit soll die Effektivität der Werbung bei jungen Zielgruppen gezielt erhöht werden.

Zurück zum Fintech-Geschäft: Revolut wächst rasant und wird hoch bewertet. Doch wie solide ist das Fundament? Nils Heck beleuchtet in seiner neuen Analyse „Trotz Mega-Bewertung: Das sind die drei großen Baustellen bei Revolut“ die Herausforderungen der Neobank. Im Mittelpunkt stehen regulatorische Risiken, die Einlagenbasis und die Frage, wie nachhaltig das Geschäftsmodell tatsächlich ist.

Frisches Kapital gibt es derweil für das Berliner Fintech Pliant, das 80 Millionen Dollar in einer Finanzierungsrunde einsammelt. Erstmals beteiligt sich Citi Ventures an dem Unternehmen, um strategische Interessen im Reisegeschäft zu verfolgen. Die Runde unter Führung von Seaya Nova und Speedinvest führt zu einer Verwässerung der Anteile von Alstin Capital. Auch Motive Partners ist an Bord.

Zum Schluss noch der Blick nach Norden, denn der schwedische Online-Broker Nordnet startet seinen Markteintritt in Deutschland. Die Expansion erfolgt schrittweise, um Anlegern Zugang zur hauseigenen Investmentplattform zu ermöglichen. Mit dem Einstieg verschärft sich der Wettbewerb auf dem deutschen Brokermarkt. Die systematische Präsenz in Europa soll so nachhaltig gestärkt werden.

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