DigiFin26: Große Bühne, harte Rolle, klarer Termin
Am 10. November 2026 hebt sich im Kosmos Berlin wieder der Vorhang. Bitkom und Payment & Banking bringen zum zweiten Mal gemeinsam Politik, Regulierung, Finanzwirtschaft und Tech auf eine Bühne und dieses Jahr ist die Rolle größer als je zuvor.
Es gibt Filme, bei denen man schon nach dem Vorspann weiß, dass es keine leichte Kost wird. Europas Finanzsystem 2026 ist so ein Film. Geopolitisch verwickelt, technologisch überdreht, regulatorisch ehrgeizig und wer bis zum Abspann sitzenbleiben will, sollte sich einen guten Platz sichern.
Die DigiFin26 ist das Format, das genau darüber diskutiert: Rebuilding Resilience: Wie bauen wir ein Finanzökosystem, das unter Druck nicht bricht, sondern trägt? Wer jetzt denkt, das klinge ein bisschen nach Pflichtprogramm, dem sei gesagt: 500+ Entscheiderinnen und Entscheider, 95+ Speaker:innen, 45+ Sessions auf zwei Bühnen. Das ist keine Nebenveranstaltung. Das ist der Hauptfilm.
Der Schauplatz: Kosmos Berlin
Es gibt Locations, und es gibt Kulissen. Der Kosmos an der Karl-Marx-Allee ist eine Kulisse. 1961 als größtes Filmtheater der DDR eröffnet, jahrzehntelang das Premierenkino der Republik, unter denkmalgeschützter Kuppel mit eingebautem Sternenhimmel, weil man damals fand, ein Kino müsse mehr können als nur Filme zeigen.
Sehen wir ähnlich. Ein Branchenevent muss mehr können als nur Panels zeigen. Und wo, wenn nicht hier, spricht man passend über Wandel und Kontinuität, über Systeme, die halten müssen, wenn draußen einiges wackelt.
Das Skript: Rebuilding Resilience
Drei thematische Erzählstränge ziehen sich durch den Tag und wer schon einmal ein gutes Drehbuch geschrieben hat, der weiß: Drei ist eine Zahl, die trägt.
Resilienz + Vertrauen. Ein belastbares Finanzsystem braucht mehr als Widerstandskraft. Es braucht Vertrauen – in Infrastrukturen, in Prozesse, in Regeln.
Innovation + Souveränität. Souveränität entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch die Fähigkeit, eigene Antworten zu entwickeln. KI, digitale Identitäten, offene Datenräume – alles Themen, die vom Powerpoint-Slide in die produktive Fläche müssen. Wenn Deutschland und Europa hier nicht liefern, liefern es andere.
Wachstum + Wettbewerbsfähigkeit. Die unbequemste der drei Achsen. Denn ohne Kapital, ohne Skalierung, ohne mutige Investitionen bleibt jede noch so gute Idee ein Kurzfilm. Wachstum ist kein Selbstzweck, aber ohne Wachstum wird's eng.
Der Cast: von der Aufsicht bis zur Realwirtschaft
Ein guter Film lebt vom Ensemble, und das Ensemble hier ist ordentlich besetzt. Die politische und regulatorische Rolle übernehmen unter anderem Mark Branson, Präsident der BaFin, und Prof. Dr. Fritzi Köhler-Geib, Vorständin der Deutschen Bundesbank – beide mit Keynote. Aus dem Bundestag kommen MdB Katharina Beck (Grüne, Sprecherin für Finanzpolitik), MdB Jens Behrens (SPD), MdB Dr. Carsten Brodesser und MdB Lukas Krieger (CDU/CSU), MdB Dr. Moritz Heuberger (Grüne) sowie Anja Karliczek (CDU/CSU, Berichterstatterin Zahlungsverkehr und Bargeld). Für die Bundesregierung eröffnet Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung; das BMF ist mit Dr. Friederike Lange vertreten.
Aus der Praxis dabei: Daniel Llano Manibardo (Chase Germany), Simone Löfgen (Commerzbank), Stephan A. Paxmann (LBBW), Steffen Jentsch (Solaris), Kim Felix Fomm (Raisin), Martina Weimert (EPI Company), Dr. Ulli Spankowski (Boerse Stuttgart Digital), Andrej Schleicher (Authada), Dr. Alexandra Hachmeister (Leiterin Zentralbereich Digitaler Euro, Bundesbank) und Dr. Nicola Jentzsch (Strategie und Innovation, Bundesbank). Eröffnet wird der Tag von Dr. Ralf Wintergerst, Präsident des Bitkom.
Weitere Namen kommen in den kommenden Wochen dazu – das Casting läuft.
Der Ablauf: zwei Bühnen, ein Tag
Der Film beginnt um 09:30 Uhr mit den beiden Eröffnungen von Ralf Wintergerst und Thomas Jarzombek. Danach fährt das Programm parallel auf Horizon Stage und Impulse Stage hoch. Auf der einen ein Panel zur Zukunft des Payment-Ökosystems zwischen Fragmentierung und Souveränität, auf der anderen der Blick auf FinTech-Standort und Modernisierung der Finanzaufsicht.
Vor dem Lunch die BaFin-Keynote, direkt nach dem Lunch die Bundesbank-Keynote – der klassische Mittelakt, in dem sich die Handlung verdichtet. Am Nachmittag geht es um resiliente Finanzinfrastrukturen, digitale Identitäten, den digitalen Euro und Stablecoins, AI Governance, Wachstumstreiber und die Frage nach Sicherheit und Integrität im Finanzsystem. Wer alles mitnehmen will, muss zwischen den beiden Sälen wechseln – ein Luxusproblem, das für ein gut kuratiertes Programm spricht.
Um 17:15 Uhr die Schlussszene: die Verleihung des FinTech Awards.
Der Bonus-Track: Fintech des Jahres
Der „Fintech des Jahres"-Award ist so etwas wie der Publikumsliebling im Abspann. Seit 2014 vergeben, inzwischen eine der anerkanntesten Auszeichnungen der Branche. Eine unabhängige Jury sichtet, bewertet, entscheidet in einem mehrstufigen Verfahren. Und am 10.11. steht dann jemand auf der Horizon Stage, der oder die 2026 in Erinnerung bleiben wird. Wer das ist, weiß bis dahin niemand. Das gehört zur Dramaturgie.
Der Ticketschalter: Super-Early-Bird läuft
Kommen wir zum unromantischsten Teil eines jeden Films: dem Kartenverkauf. Der Super-Early-Bird gilt jetzt und ist genau das, was der Name sagt – die günstigste Kategorie, bevor sie durch die reguläre ersetzt wird.
Wer wartet, zahlt mehr. Wer zu lange wartet, sitzt draußen.
Vorhang auf
Am 10. November 2026 im Kosmos Berlin. Zwei Bühnen, ein Tag, ein Systemcheck für Europas Finanzökosystem. Zwischen Sternenhimmel und harter Realität – die Kombination hat schon immer gute Filme gemacht.