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Mastercard offline, N26-Fonds für alle und Mega-Fintech-Exit

Neues von Mastercard und N26, digitale Ausweise ab 2027 sowie Details zum großen Circula-Exit bei Payment & Banking.

Mastercard offline, N26-Fonds für alle und Mega-Fintech-Exit
Photo by Mika Baumeister / Unsplash

zum Wochenschluss am Freitag präsentiert Mastercard eine Lösung für die seltene, aber lästige Funkstille beim Bezahlen. Die neuen Details zu Offline-Zahlungen in Europa nutzen bewährte visuelle Markenelemente und technische Spezifikationen. Damit sorgt der Konzern für Fortschritt bei der digitalen Infrastruktur ohne aktive Internetverbindung im europäischen Raum. 💳

Dazu passt die Entscheidung von N26, das Anlagespektrum für die breite Masse zu öffnen. Der flexible Geldmarktfonds in Kooperation mit Fidelity International bietet bis zu 2,57 Prozent Rendite pro Jahr und ist nun ab einem Euro für alle Kontomodelle verfügbar. Bis zum 1. Januar 2027 entfallen zudem die kontospezifischen Servicegebühren für sämtliche Nutzer des Anlageprodukts.

Apropos Regulierung: HDE, Markenverband und vzbv fordern im Rahmen des European Product Act eine strikte Haftungspflicht für E-Commerce-Importe aus Drittstaaten. Ziel dieser Initiative ist die Reduzierung von Produktfälschungen. Marktplätze sollen haftbar gemacht werden, falls kein in der EU registrierter Bevollmächtigter für die Warenkonformität einsteht.

Themenwechsel zur Digitalisierung der Verwaltung, die in Deutschland erst für das Jahr 2027 den nächsten großen Meilenstein vorsieht. Dann sollen Personalausweis und Führerschein als App im Rahmen der europäischen digitalen Brieftasche nutzbar sein. Deutschland zählt damit zur Mehrheit der EU-Staaten mit Verzögerungen bei den ursprünglichen Fristen.

In Bulgarien geht die Fibank einen Schritt weiter und integriert Krypto-Investments über Bitpanda Enterprise direkt in die eigene App. Ab Anfang 2027 erhalten über eine Million Nutzer Zugriff auf digitale Assets innerhalb der gewohnten Umgebung. Damit realisiert das Institut den ersten integrierten Krypto-Service einer Bank in ganz Bulgarien.

Die britische Neobank Monzo wagt unterdessen den Sprung in den Telekommunikationsmarkt und führt einen eigenen Mobilfunktarif ein. Das Angebot umfasst Treuerabatte von bis zu 30 Prozent auf die monatlichen Gebühren für Bestandskunden. Mit dieser Strategie verfolgt die Bank das Ziel, die Kundenbindung durch zusätzliche Dienste außerhalb des klassischen Bankgeschäfts zu stärken. 📱


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Gute Neuigkeiten für Institute, den Handel sowie Kundinnen und Kunden: Die girocard kommt künftig in Händler-Apps – zu den bewährten, attraktiven Konditionen des Bezahlsystems der Deutschen Kreditwirtschaft. Oliver Hommel, Vorsitzender der Geschäftsführung der EURO Kartensysteme GmbH, spricht im Fintech Podcast über diese und weitere Entwicklungen. Zur Podcast-Folge


Im Bereich Zahlungsabwicklung führt Mollie die neue Option Pay by Bank ein, die technisch auf der Übernahme von GoCardless basiert. Händler können ihren Kunden damit direkte Banküberweisungen im Checkout anbieten. Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur strebt der Dienstleister eine Reduktion der Transaktionskosten bei gleichzeitig hoher Sicherheit für Endverbraucher an.

In Polen automatisiert die mBank das Bezahlen von Abonnements durch die Integration von wiederkehrenden BLIK-Zahlungen in der Mobile-Banking-App. Nutzer können regelmäßige Rechnungen ohne manuelle Überweisungen begleichen. Diese Funktionserweiterung zielt auf eine Vereinfachung der Verwaltung von fixen monatlichen Kosten für alle Kunden der mBank ab, was den digitalen Komfort steigert.

Personelle Veränderungen gibt es bei JPMorgan Chase, wo Daniel Llano Manibardo zum Jahreswechsel aufsteigt. Der bisherige Deutschlandchef der Digitalbank übernimmt die Leitung des digitalen Privatkundengeschäfts für Deutschland und Großbritannien. Sein Fokus liegt auf der Expansion in weitere europäische Märkte sowie der digitalen Vermögensverwaltung.

Gleichzeitig plant die französische Crédit Agricole eine massive Expansion auf dem deutschen Markt. Bis Ende 2028 soll die Kundenzahl auf zwei Millionen verdoppelt werden. Laut Bankenchef Olivier Gavalda sind zur Stärkung des Mittelstandsgeschäfts auch externe Zukäufe denkbar, um Deutschland als zentralen Bestandteil der europäischen Strategie weiter auszubauen.

Dann noch eine Nachricht für Selbstentscheider, denn Scalable Capital führt ein neues Altersvorsorgedepot ein. Das Modell sieht eine Erstattung der Produktkosten für ausgewählte ETFs vor, die als Rentenbonus reinvestiert werden. Zusätzlich plant der Neobroker eine Frühstartrente in Deutschland sowie ein spezielles Zukunftsdepot für den österreichischen Markt.

Noch eine Meldung zur Interoperabilität: Die EPI ist der Organisation nexo standards beigetreten. Durch die Nutzung von Protokollen auf Basis der ISO 20022 soll die technische Integration des Bezahlsystems Wero bei Händlern vereinfacht werden. Für das Jahr 2027 ist der Ausbau der stationären Zahlungen über verschiedene technische Infrastrukturen hinweg geplant.

Und weil wir gerade bei Wero sind: André Bajorat und Jochen Siegert blicken in der neuen Podcastfolge auf die wichtigsten Fintech-News des Septembers zurück. Neben europäischen Payment-Initiativen geht es um gescheiterte Übernahmegespräche, neue Entwicklungen bei N26 und die jüngsten Zahlen von Bitpanda. Ein ziemlich bewegter Monat also.

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