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Kritische Infrastruktur: Warum Banken und Payment-Schemes nicht das Problem sind

DORA erfüllt, Stresstest bestanden, Resilienzplan im Ordner. Und trotzdem kann man bei einem längeren Blackout kein Brot kaufen. Woran das liegt und wer es lösen müsste.

Kritische Infrastruktur: Warum Banken und Payment-Schemes nicht das Problem sind
Foto Unsplash (Kelly Sikkema)

Am 28. April 2025 standen in Spanien Menschen vor Supermärkten, in denen alles da war. Regale voll, Personal da, Türen offen. Nur bezahlen konnte niemand.

In den Tagen danach ging es in unserer Branche trotzdem vor allem um eine Frage: Halten die Banken? Halten die Schemes? Was, wenn jemand die kritische Infrastruktur von Banken oder im Zahlungsverkehr angreift?

Falsche Frage.

Der Zahlungsverkehr in Europa wird so gut wie nie direkt angegriffen. Er fällt aus, weil vorher etwas anderes ausfällt. Strom. Mobilfunk. Ein Umspannwerk, von dem niemand den Namen kennt. Wer also auf Banken und Kartensysteme schaut, prüft das Fundament eines Hauses und übersieht, dass die Haustür aus Sperrholz ist.

Autor

Nicole Nitsche
Nicole Nitsche

Nicole Nitsche, studierte Theaterwissenschaftlerin, leitete Presse und Marketing eines Hamburger Musiklabels, bevor sie bei Payment & Banking die Kommunikation und Redaktion aufbaute. Seit August 2021 ist sie Geschäftsführerin.