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ING-Umbau, Sparkassen-Erfolg und der Angriff aufs Depot

ING streicht Stellen, DKB plant eigene ETFs und Monzo expandiert. Außerdem: Warum der Kampf um das Altersvorsorgedepot neu entbrennt.

ING-Umbau, Sparkassen-Erfolg und der Angriff aufs Depot
Photo by Sven Mieke / Unsplash

Zum Wochenschluss am Freitag steht die europäische Geldpolitik im Fokus. Die Europäische Zentralbank hat bei ihrer Sitzung am 29. Oktober die Leitzinsen unverändert gelassen. Der Einlagenzins bleibt bei 2,50 Prozent. Angesichts steigender Energiepreise und anhaltender Inflationsrisiken will die EZB ihre weiteren Entscheidungen von der Datenlage abhängig machen.

Bewegung gibt es dagegen auf dem Brokermarkt. Investor Inflexion baut das Portal Finanzen.net zum Neobroker um. Unter CEO Muhamad Chahrour erfolgt die Umbenennung von Finanzen.net Zero in Finanzen Invest. Während das Depotgeschäft kostenlos bleiben soll, ist für redaktionelle Inhalte eine Paywall geplant.

Kostenlose Depots sind auch das Thema von Nils Heck, der in seiner neuen Kolumne „Nils nörgelt“ mit den klassischen Anbietern von Altersvorsorgeprodukten abrechnet. Unter dem Titel „Wer das AV-Depot nicht umsonst anbietet, wird gnadenlos untergehen“ kritisiert er die Geschäftsmodelle etablierter Vorsorgeanbieter. Seine These: Wer beim Altersvorsorgedepot weiter auf Beratungskosten und Provisionen setzt, hat den Wettbewerb bereits verloren. Denn das eigentliche Geschäft liegt nicht in den Gebühren, sondern im langfristigen Zugang zu den Kunden.

Während hierzulande um Depotkunden gekämpft wird, setzt die britische Neobank Monzo auf Wachstum in Spanien. Ein zentraler Bestandteil dieser Wachstumsstrategie innerhalb der Europäischen Union ist die Integration des lokalen Bezahlsystems Bizum. Damit ermöglicht das Fintech seinen Nutzern die Teilnahme am spanischen Echtzeit-Zahlungsverkehr.


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Am 1. Januar kommt das neue Altersvorsorgedepot. Was unterscheidet die vielen Angebote noch, wenn Gebühren gegen null gehen? Der Kampf um die Kundenschnittstelle ist eröffnet. Wer ihn gewinnen will, gibt Kunden den Gesamtüberblick über ihr Vermögen. Die Datenbasis dafür liefert wealthAPI: EINE Anbindung für Depots, Verträge und freies Kapital – für Banken, Broker, Versicherungen und Vertriebe. Jetzt informieren!


Weniger um Zukunftstechnologie als um das laufende Geschäft geht es bei der ING. Der Konzern erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 1,85 Milliarden Euro. Gleichzeitig steht im Wholesale Banking eine Umstrukturierung an. Rund 400 Stellen sollen entfallen, während höhere Kreditrisikovorsorgen das Quartalsergebnis belasteten. Zudem kündigte die Bank einen Aktienrückkauf im Umfang von 1,65 Milliarden Euro an. Laut ihrem Quartalsbericht stieg der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 3,5 Prozent. Über die geplanten Stellenstreichungen berichtet auch das Handelsblatt.

Im stationären Handel wird unterdessen an der Zahlungsabwicklung gearbeitet: MediaMarktSaturn führt bundesweit eine neue SoftPOS-Lösung von Computop ein. Der Rollout in über 400 Märkten erfolgte innerhalb von nur 48 Stunden. Mithilfe von CCV-Software auf Tablets können Kunden ihre Einkäufe direkt auf der Verkaufsfläche bezahlen.

Zurück zum Wertpapiergeschäft: Die DKB bereitet den Start ihrer ersten zwei eigenen ETFs vor. Bisher agierte das Berliner Institut primär als Vermittler fremder Produkte. Mit diesem Schritt möchte das Geldhaus direkt am Wachstum des Marktes für passive Investments partizipieren. Details zur genauen Zusammensetzung der neuen Fonds stehen noch aus. 📈

Auch die Sparkassen wollen im Wertpapiergeschäft stärker mitmischen. Mit ihrem Brokerage-Angebot S-Neo verzeichnen sie bereits einen Achtungserfolg. Seit Ende Juli wurden über 50.000 Depots eröffnet, womit das Jahresziel vorzeitig übertroffen wurde. Das Angebot zielt auf die zehn Millionen App-Nutzer ab, die bisher noch kein Wertpapierdepot bei ihrer Sparkasse führen.

Zum Schluss noch eine Kooperation zwischen Pace Payments und vobapay, die Forderungsmanagement und Zahlungsabwicklung verknüpft. Mithilfe von KI-Sprachagenten sollen Lösungen mit Schuldnern vereinbart und direkt technisch abgewickelt werden. Das System führt Daten aus Bestandssystemen zusammen, um die Lücke bis zum tatsächlichen Geldeingang zu schließen.

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