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Wero-Abos, Deutschland-App und Sparkassen-Streit gegen Scalable

Wero greift Kreditkarten an, der ADAC bietet 3,5 Prozent Zinsen und Scalable expandiert. Außerdem: Einblicke zum Fintech Award und KI-Forderungen.

Wero-Abos, Deutschland-App und Sparkassen-Streit gegen Scalable
Photo by Julius Döllefeld / Unsplash

Heute am Donnerstag sorgt das europäische Zahlungssystem Wero für Neuigkeiten bei wiederkehrenden Zahlungen. Über den Partner PPRO können Händler nun wiederkehrende Zahlungen abwickeln, wobei ein Limit von 150 Euro pro Woche gilt. EPI schließt damit eine weitere Lücke im Funktionsumfang von Wero. Bis zur Kreditkarte ist es zwar noch ein Stück, aber auch Abonnements rücken jetzt in Reichweite.

Apropos Modernisierung: Die Bundesregierung hält sich bei der geplanten Deutschland-App mit Details zu Kosten und Zeitplänen zurück. Zwar fungiert T-Systems als Generalunternehmerin für das Projekt mit generativer KI, doch eine Antwort auf eine Kleine Anfrage offenbart Informationslücken zur Einbindung von Partnern wie SAP, was bei Kritikern erneut für Skepsis sorgt.

Themenwechsel zur privaten Liquidität, denn die ADAC Finanzdienste GmbH bietet in Kooperation mit der Solaris SE nun ein Tagesgeldkonto an. Das Angebot umfasst einen Aktionszins von 3,5 Prozent pro Jahr für die ersten drei Monate bei Einlagen bis 100.000 Euro. Voraussetzung für den Abschluss ist allerdings der Besitz einer ADAC-Kreditkarte sowie eine Bonitätsprüfung.

Gleichzeitig geht der DSGV juristisch in die Offensive und mahnt Scalable Capital wegen einer möglichen Markenrechtsverletzung ab. Der Sparkassen-Verband stört sich an der Gestaltung des Firmenlogos, da dieses Ähnlichkeiten zum roten S aufweist. Damit setzt der Verband kurz vor dem Start des eigenen Brokerage-Angebots S-Neo deutliche Zeichen im Wettbewerb.

Für Scalable Capital gibt es allerdings auch erfreulichere Nachrichten: Das Unternehmen hat in Österreich eine eigene Bankniederlassung in Wien eröffnet. Künftig führt Scalable die österreichische Kapitalertragsteuer automatisch ab und stellt Kund:innen eine lokale IBAN bereit. Das Angebot beinhaltet Tagesgeld mit monatlicher Verzinsung sowie ein Zukunftsdepot für die Altersvorsorge, was die Marktpräsenz deutlich stärkt.


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Am 1. Januar kommt das neue Altersvorsorgedepot. Was unterscheidet die vielen Angebote noch, wenn Gebühren gegen null gehen? Der Kampf um die Kundenschnittstelle ist eröffnet. Wer ihn gewinnen will, gibt Kunden den Gesamtüberblick über ihr Vermögen. Die Datenbasis dafür liefert wealthAPI: EINE Anbindung für Depots, Verträge und freies Kapital – für Banken, Broker, Versicherungen und Vertriebe. Jetzt informieren!


Und noch eine große Nachricht aus der Fintech-Szene: Das Berliner Ausgabenmanagement-Fintech Circula wird von Personio übernommen. Über den Kaufpreis schweigen beide Unternehmen, in der Branche ist allerdings von einem dreistelligen Millionenbetrag die Rede. Im Interview mit Payment & Banking erzählt Mitgründer Nikolai Skatchkov, warum der Verkauf gerade jetzt kommt, wie Circula nach schwierigen Jahren profitabel wurde und weshalb gleich ein halbes Dutzend Angebote auf dem Tisch lag.

Zurück zum Zahlungsverkehr: Mastercard setzt auf technologische Aufrüstung und veröffentlicht eine Analyseplattform für B2B-Kartenaussteller. Das Tool nutzt künstliche Intelligenz zur Auswertung von Transaktionsdaten, um Trends im Zahlungsverkehr der Geschäftskunden zu identifizieren. KI-gestützte Erkenntnisse sollen die betriebliche Effizienz steigern und Banken bei strategischen Entscheidungen helfen.

Wie KI nicht nur Prozesse effizienter machen, sondern auch den Umgang mit Kund:innen verändern kann, zeigt ein weiterer Beitrag bei uns. André Heyden erklärt, warum Forderungsmanagement ein Vertrauensmoment ist und weshalb es beim KI-Einsatz um mehr gehen muss als reine Automatisierung.

Wie weit Kund:innen KI beim Einkaufen vertrauen, zeigt eine Untersuchung des EHI Retail Institute zum Online-Shopping. Während 73 Prozent der Befragten KI bei der Recherche nutzen, sinkt die Bereitschaft bei der Bezahlung auf 45 Prozent. Konsument:innen fordern Transparenz und die Möglichkeit, jederzeit einzugreifen, um die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu behalten.

Um Sicherheit geht es auch beim Projekt für quantenresistente Identitätsdokumente, das nun mit dem Juniper Research Gold Award geehrt wurde. Die Bundesdruckerei und Giesecke+Devrient entwickelten gemeinsam mit Partnern ein hybrides Verfahren für ressourcenbeschränkte Chips. Dieser Ansatz soll digitale Identitäten langfristig vor künftigen Quantenangriffen schützen und Standards setzen.

Zum Schluss noch ein Blick auf die KMU-Wirtschaft, die Qonto über eine neue Datenplattform analysiert. Anonymisierte Daten aus einer Kundenbasis von 750.000 Unternehmen zeigen, dass die KI-Nutzungsquote in Deutschland im September 2026 bei 21,89 Prozent lag. Bemerkenswert ist, dass deutsche Unternehmen laut Qonto im untersuchten Ländervergleich mit durchschnittlich 43 Tagen die kürzeste Zeitspanne bis zum Zahlungseingang aufweisen. 📊

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