Transactions 20 Rückblick – Alles bleibt anders

„Mehr Disruption als in 2020 geht eigentlich nicht“, sagt die digitale Vordenkerin Verena Pausder. Dem können wir nur zustimmen. Und auch sonst haben wir sehr viel mitgenommen vom ersten Teil der Transactions 20 am 19. November 2020, mit Sascha Lobo & Dan McCrum – was? Das lest ihr in unseren Highlights.

Was für ein Jahr, denn das hat uns allen mit Sicherheit viel abverlangt! Doch wer uns etwas kennt, der weiß, dass wir gerne „aus der Not eine Tugend machen“ – denn wie versprochen haben wir die Transactions 20 nicht einfach verschoben, sondern wollten damit allen Teilnehmer*innen ein Signal geben, indem wir mit dieser Sneak Peak, trotz „Teillockdown“ schon mal starten. Und zum zweiten Teil ist hoffentlich schon wieder viel mehr möglich, vielleicht sogar Umarmungen und Küssen? 

Unserem persönlichen „Gruß aus der Küche“ haben wir den Arbeitstitel „Berliner Runde“ gegeben, weil zwei unserer Protagonist*innen dort leben und arbeiten – und weil wir uns für den ersten Teil unser eigenes Studio in Berlin gebaut haben. Zusätzlich gab es eine Live-Schalte nach London, von Hauptstadt zu Hauptstadt, ins Arbeitszimmer zu Dan McCrum. Und das waren unsere Highlights.

Verena Pausder walks the talk zu mehr digitaler Bildung

Verena Pausder gab den Auftakt, und mit ihrem Vortrag will sie „Auf zu neuen Ufern!“ Und beantwortete die Frage, warum wir GestalterInnen der Zukunft werden müssen? Für diese Zukunft setzt sich Pausder schon lange ein, mit zahlreichen Angeboten für Kinder, um sie an die digitale Welt heranzuführen. Heute kümmert sie sich vor allem um die veränderte Situation rund um Corona – und was diese für die Zukunft bedeutet. Ihr Buch „Das Neue Land“ hat da schon einen Vorgeschmack gegeben. Denn Chancengerechtigkeit ist das große Versprechen der Digitalisierung, findet die Gründerin und Digitalexpertin. Um es einzulösen, brauchen wir flächendeckende Digitalkompetenzen: in den Schulen, in Vorständen und Aufsichtsräten.

Transactions 20 – Alles bleibt anders

„Eigentlich dachte ich, ich stünde heute auf einer Bühne vor Hunderten von Menschen“, lacht Pausder, „und spreche über mehr Disruption. Und Disruption haben wir plötzlich erlebt, mehr denn je – und mehr als wir dachten.“ Sie hatte selbst für 2020 ein Sabbatical geplant – was hätte sich besser angeboten als ein Jahr wie 2020. Nun: das war der Plan, der Rest ist Geschichte. Denn am Montag darauf schlossen sie zum ersten Mal die Schulen.

Wie zündet man dann den Turbo? Pausder setzte eine Plattform ins Netz, die auch von Tausenden genutzt wurde. Wichtig war hier aber der positive Spirit, um die Möglichkeiten zu betonen und nicht die Schwierigkeiten. Pausder kümmerte sich auch um einen Hackathon, an dem auf einmal unglaublich viele Menschen zusammenkamen, um etwas zu bewegen. „Genau dieser positive Spirit ist nötig“, erklärt Pausder. „Wichtiger als das ganze Sprechen ist aber das Machen – Walk the Talk!“

Einer Krise muss man die Stirn bieten – alles, was man sich an Digitalisierung gewünscht hatte, musste auf einmal sein, und genau das ist auch eine Möglichkeit, ein neues Morgen aufzubauen, statt ein altes Gestern wiederherzustellen.


Wichtig ist ihr, dass das Thema insgesamt und gebündelt gedacht wird: von Breitband bis Bildung muss hier alles gemeinsam gedacht und umgesetzt wird. Das übrigens nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Und da müssen vor allem die Vorstandsetagen mitdenken. Auch die Services müssen ganzheitlicher werden, das Mindset muss in allen Teilen eines Unternehmens mitgedacht werden, auch im Mittelstand. „Momentan gibt es da einen Rückenwind, was alles möglich ist“, so Pausder, „aber wir müssen dabei bleiben, selbst wenn die Krise mal nicht mehr alles so bewegt.“

Ein weiterer Faktor war das fast flächendeckende Homeoffice, die sich sehr von alten Konzepten zur New Work unterschieden. Von wegen nur Obstkorb und Sitzsack – New Work soll das sein, was für Menschen jeweils das beste Konzept bietet. „Arbeit ist so viel mehr, und es kann eben nicht nur dann stattfinden, wenn alle in einem Konferenzraum sitzen“, betont Pausder. „Wichtig ist doch eher, was passt zu wem?“ Wir müssen digitale Kreativität wecken und Bildung ist dabei immer der erste Schritt, von der Schule bis zur Gründung.

Und das waren Verenas Key Points:

  • 2020 bietet uns die große Chance, das Morgen zu gestalten, statt das Gestern zu erhalten. Corona war eine flächendeckende Fortbildungsmaßnahme.
  • Für eine gelungene Digitalisierung müssen wir von Konsument*innen zu Gestalter*innen werden. Wir wünschen uns Lösungen statt Anschuldigungen.
  • Vor allem müssen wir unsere Kinder ausbilden, die Digitalisierung zu gestalten. Nur wenn sie lernen, hinter die Kulissen zu schauen und ihre Kreativität zu nutzen, können sie eigene Wege finden, neue Lösungen entwickeln. Wir brauchen mehr Unternehmergeist in den Schulen!
  • Ein Digitalisierungsministerium, ausgestattet mit Kapital, Know-how und Verantwortung, kann entscheidend dazu beitragen, nicht nur die digitale Infrasturktur, sondern das Mindset aufzubauen.
Ergebnisse der Umfrage der TRX20 Teilnehmer*innen zum Thema

Sascha Lobo erwartet radikale Veränderung

Sascha Lobo ist bereits zum zweiten Mal Gast der Transactions – dieses Mal sogar mitten in der Pandemie. Aber wie wird die Welt nach der Pandemie aussehen? Ist dann alles anders, oder geht es schnell vom New Normal zurück zur alten Normalität? In seinem Vortrag „Die post-pandemische Gesellschaft – wie sich die Welt und die Finanzwirtschaft nach Corona verändern“ wirft Lobo einen Blick in die Zukunft nach der Pandemie. Einen „Empörer“ nennt er sich selbst, aber vielleicht etwas, das die Welt braucht.

Kasachstan ist besser mit Glasfaserkabel ausgestattet als Deutschland und der Börsenwert von Zoom lag zeitweise über dem Börsenwert der fünf weltgrößten Fluggesellschaften. Mit solchen Fun Facts versorgte uns Sascha Lobo, das Enfant Terrible der Digitalisierung.

Denn die Pandemie hat Einfluss darauf, dass Prominente plötzlich seltsames Zeug posten oder eine Revolution an einem nicht gefundenem Parkplatz scheitern kann. Aber schon davor gab es genug Macht übers Internet, wie das berühmte Foto von der Amtseinführung von Donald Trump – egal wie viele wirklich da waren, Trump-Anhänger hören immer nur die Zahl, die Trump getwittert hatte.

„Digitalisierung sollte nicht einfach abbilden, was woanders schon erhältlich ist“, so Lobo, „Man muss hier die Strukturen aufbohren und ganz neu setzen.“ Dafür braucht es auch 5G an allen Punkten, nicht nur in den Hauptstädten.

Tschechien ohne Prag verliert 14,2 Prozent Wirtschaftsleistung, Italien ohne Rom 1,6 Prozent – nur in Deutschland sieht es ganz anders aus: Denn Berlin belastet die Wirtschaftsrechnung, d.h. ohne Berlin hat Deutschland 0,2 Prozent mehr Wirtschaftsleistung. Gerade Berlin ist hier also Entwicklungsgebiet und braucht viel mehr Input – gerade was beispielsweise Homeoffice bedeutet.

Denn Zoom ist nur einer der Anbieter, die mit einem Schlag durch Homeoffice gewachsen sind, es gab also eine Verschiebung zu einer neuen Ebene, die auch gesellschaftlich interessant ist. Das ist bei vielen Aspekten so geworden, wie dass das flexible Arbeiten selbstverständlich geworden ist. Damit werden auch Quadratmeterpreise in Bürobezirken billiger – denn viele haben gemerkt, dass man ja gar kein Büro mehr braucht. Das hat wieder andere Auswirkungen: Viele Bereiche sind abhängig von den Büros und vor allem der Finanzbranche in den Bürobezirken, besonders in Manhattan. Hier sind es vor allem die Steuereinnahmen, die aus diesen Bereichen kamen – und dazu gehören auch Polizei oder Müllabfuhr. Große Veränderungen also, die noch gar nicht abzusehen sind.

Auch unser All time-Favorit, das Mobile Bezahlen hat sich durch Corona sogar in Deutschland stärker durchgesetzt. Wichtig wird aber hier auch eine andere Branche: die Regulierer. Gerade hier bieten sich neue Chancen für Europa, denn hier haben die Regulierungen größere Erfahrung. Libra war der Versuch einer neuen Währung von Facebook – die bisher gescheitert ist, gerade wegen solcher Fehleinschätzungen beim Thema Regulierung.

Auch Alibaba hat eine Börsen-Erstnotierung trotz hoher Gewinnerwartungen wegen eines Einspruchs abgesagt. 583.000 Bestellungen hatte Alibaba aber pro Sekunde am Single’s Day – und das braucht ganz andere Payment-Strukturen, als wir sie kennen. Überall gibt es zunehmend mehr Bezahlmöglichkeiten wie WeChat für chinesische Touristen, auch in Europa. Mit Alipay stiegen beispielsweise in Russland die Verkäufe enorm.

Shoppen wird dabei auch immer mehr zu einer sozialen Funktion, bis hin zu Games. Das zeigt sich auch in den sozialen Netzwerken, wenn es zum Beispiel ein kleines Symbol gibt, über das man unter dem Bild bei Instagram schon zu einem Shop kommt. Nur drei Klicks, und schon gehört der Pulli des Influencers einem – denn alle Schritte sind bereits aufeinander abgestimmt.

„Social Payment“ ist dann der nächste Schritt, und folgerichtig werden auch Finanz-Apps, vor allem zur Bezahlung, immer interessanter für junge Leute. TikTok und Shopify wurden bereits Partner bei Embedded Payments, auch das kann schon eine neue Entwicklung der Zukunft sein.

Bei all diesen neuen Technologien gibt es auch immer Technologiesprünge – und genau das bedeutet eine Chance für Europa. Denn die Kombination aus Services und Technologie bieten hier viele Möglichkeiten, wie die App, die die Antibabypille ersetzen kann.

Natürlich auch mit negativen Wirkungen, wie Alexa, der Wanze im Wohnzimmer. Das Herausfinden von Krankheiten rein über die Stimme oder das Husten ist da eine Möglichkeit der Zukunft, wenn Alexa schon die Lutschtabletten beim ersten Hüsteln bestellt – großartiger Service, ohne jedes deutliche Payment, das in dem Falle „edel abwesend“ bleibt.

Am Anfang sind Regulierungen bei neuen Produkten oft zweitrangig, aber sie kommen immer nach. „Eines ist klar: Die Erwartungsradikalität des Publikums darf man nie unterschätzen“, so Lobo. „Bequemlichkeit siegt, das darf man nie vergessen.“ Der Kunde, der gestern noch am alten Zahlungsmittel hing, fragt sich heute schon, warum es nicht alle Möglichkeiten mitmacht. Medikamente und medizinische Services wie Pillen mit Sensoren sind da nur der logische nächste Schritt. „Die eigene Verantwortung ist hier auch wichtig – das darf man nie vergessen!“


Das waren Saschas Key Points:

  • Deutschland hängt bei der Digitalisierung kolossal hinterher, aber: Durch Corona steigt die Hoffnung auf einen flächendeckenden Technologiesprung.
  • China ist uns in allen Aspekten der Digitalisierung voraus, aber: Deutsche und europäische Firmen kennen sich mit Regulatorik besser aus. Das könnte in Zukunft ihr Wettbewerbsvorteil sein. Saschas These: Große Firmen, die alles platt machen, werden in der Finanzwirtschaft nicht so erfolgreich sein.
  • Convenience, Bequemlichkeit, ist die heimliche Weltmacht. Die Erwartungshaltung der Kunden ist hoch. Einige Big Player geben den Takt vor, die anderen müssen nachziehen. Radikale Ausrichtung an Convenience ist das Gebot der Stunde.
  • Für echten digitalen Fortschritt brauchen wir eine neue Fehlerkultur, eine neue Managementkultur. Digitalisierung verträgt sich nicht mit dem deutschen Hang zum Perfektionismus. Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit auf dem Weg zu digitalen Innovationen.
  • Eine der kommenden Megatrends für E-Commerce, Payment und Fintech ist Social Commerce, Shopping als Akt der sozialen Kommunikation. Wenn Einkaufen mit den Sozialen Medien verschmilzt, muss die Finanzbranche in völlig neue Systeme eintauchen.
Ergebnisse der Umfrage der TRX20 Teilnehmer*innen zum Thema

Dan McCrum – eine Timeline des Skandals des Jahres

Dan McCrum, Investigativjournalist der Financial Times, erzählte im Interview mit Rafael Otero, wie er dem Milliardenbetrug von Wirecard auf die Schliche kam. Sehr kurzweilig und an vielen Stellen absolut absurd, zum Beispiel Dans Schilderung, wie ihm die Bundesregierung auf die Pelle rückte. Weil Wirecard unbeirrt alles abstritt, habe er immer weiter recherchiert, erzählt Dan. Und trotz zahlreicher Quellen und Belege habe ihm bis zuletzt die Angst im Nacken gesessen, er könne etwas übersehen haben. Umso größer war die Erleichterung, als auch die Untersuchungskommission bestätigte: Hier ist etwas komplett faul. Jetzt entspannt sich Dan im Londoner Homeoffice und ist gespannt, welche Kreise der Skandal noch ziehen wird. Denn wie er sagt: „Es gibt zu viele, bei denen es eigentlich nicht sein kann, dass sie nichts wussten.“

Das Unternehmen kompany hat es möglich gemacht: Diese Live-Schalte mit Dan McCrum. Der Wirecard-Skandal hat die Finanzbranche dieses Jahr erschüttert – und er war einer der Menschen, die diesen Skandal aufgedeckt haben.

Im Hintergrund: Ein Bounty-Poster mit Jan Marsalek darauf – denn der ist ja auch immer noch verschwunden. Otero und McCrum gehen bei ihrem Interview erst einmal chronologisch vor. McCrum stieß bei einem Gespräch darauf, als ein Branchenkenner meinte: „Are you interested in some German Gangsters?“ Und natürlich war es McCrum, und so widmete er sich Wirecard und merkte nach und nach, wie viel dahintersteckte.

Schnell fielen ihm die vielen Betrügereien auf, die er Stück für Stück auf dem Blog veröffentlichte. Aber das geschah nicht von einem Tag auf den nächsten, sondern entwickelte sich langsam. Wann war der Punkt, an dem sich die vielen kleinen Punkten zu einem richtigen Skandal formten?

„They were no normal company“, erklärt McCrum, „and then I found some whistleblowers. They told about wrong contracts and all that, then we started proving if everything was true what they told.“

McCrum überprüfte alles, aber die anfänglichen Recherchen stießen auf negative Reaktionen in der Branche. Niemand verstand, warum jemand das tun sollte, und McCrum wurde vorgeworfen, dass er das Problem der Sache war. Das ging so weit, dass McCrum sich verfolgt fühlte und wohl auch wurde – heute kann er darüber lachen, aber damals fühlte er sich schon beim Radfahren in der Dunkelheit verfolgt.

„The problem was, many people focused on the numbers and figures of Wirecard“, erklärt McCrum. Hätte man andere Aspekte angeschaut, wäre auch Außenstehenden schnell klargeworden, dass einiges schief lief. Und noch heute kann er kaum glauben, wie bizarr alles lief. Sogar die deutsche Regierung fragte immer wieder nach, ob er sich wirklich sicher war: „But I was – it was the biggest story of my career, why should I tell something I hadn’t checked?“ Regierungen, Regulatoren und mehr – McCrum musste quasi erst alle anderen überzeugen, bis endlich Bewegung in die Sache kam.

Und endlich war der große Tag da, als Wirecard nicht mehr zurückkonnte und die verschwundenen Millionen deutlich wurden. Sogar da war McCrum unsicher, ob sie es nicht doch schaffen würde, irgendwie aus „dem Ganzen“ zu kommen. Doch schließlich war klar: Wirecards Veruntreuungen waren jetzt wirklich unleugbar. Für McCrum sogar die Gelegenheit zu einem Freudentanz – wortwörtlich – und ab da begann er zu schreiben und schreiben und schreiben – sein Buch erscheint in absehbarer Zeit.

Nach und nach bestätigten sich alle Aussagen der Whistleblower, auch die, an denen die Behörden gezweifelt hatten. Warum gab es hier so viel Zweifel und auch Desinteresse? Schon achtzehn Monate vor dem Fall begannen seine Recherchen, acht Monate davor gab es die erste konkrete Veröffentlichung von ihm, aber offenbar fehlten den zuständigen Ermittlern die wichtigen Kenntnisse und Hintergründe, um das Ganze wirklich zu verstehen.

Viele waren viel zu lange glücklich mit den Antworten, die sie bekamen, betont McCrum – genau deshalb konnte Wirecard so lange weitermachen, wie man heute im Rückblick weiß. Zum Teil fehlten aber sogar die Rechnungsprüfer, also grundlegende Aspekte eines Unternehmens. Prüfung von der Beratung zu trennen, ist für McCrum einer der wichtigsten Punkte, die in Zukunft beachtet werden müssen – denn natürlich hat dieser Skandal auch Auswirkungen für die Zukunft und man braucht Lösungen, um so etwas zu verhindern.

Wie kann man das außerdem noch verhindern – gerade in einem Land wie Deutschland, das eigentlich so viele Behörden und Instanzen hat, die so etwas erkennen sollten? Aber gerade viele spätere Whistleblower hatten auch Angst, etwas zu sagen, und viele Unwissende dachten einfach, sie würden für ein gutes, erfolgreiches Unternehmen arbeiten. Für diese Leute war Dan McCrum quasi der Teufel, und sie versuchten alles zu schützen, was er aufdeckte. 

Viele Skandale sind noch gar nicht aufgedeckt, erklärt McCrum. Was Rotero zu den nächsten Fragen führt: Wo ist Jan Marsalek und wo ist das Geld? Bitcoin ist keine Option, erklärt McCrum, da kann das Geld nicht geblieben sein. Der letzte Aufenthaltsort ist Belarus, so McCrum. Er vermutet, dass Marsalek mit langem Jahr in einer Vorstadt lebt und als Zahnarzt arbeitet – oder so etwas Ähnliches. In jedem Fall unter dem Radar und ganz unauffällig – bis er endlich und hoffentlich bald verhaftet wird!

McCrum schreibt auch gerade an einem Buch über den Skandal, in dem er viele der Geschichten, die er gehört hat und erst beim Ende von Wirecard erzählen durfte, einbauen wird. Und natürlich geht es darin auch um Jan Marsalek: Ein charismatischer, vielseitiger Mann, mit Kontakten zu Geheimdiensten und doch unglaublich kultiviert. Markus Braun dagegen war ein ganz anderer Charakter, jemand, der die „dirty work“ übernahm. Gerade diese Doppelspitze macht das Besondere aus, und auch die Effizienz, in der das Ganze so lange funktioniert hat.

Zum Schluss ist eines klar: Unsere Community & unsere Sponsoren sind die Besten

Danke an alle, die zugeschaltet, Fragen gestellt und getwittert haben. Danke an unsere Sponsoren, die auch in schwierigen Zeiten die Treue halten. Ihr seid großartig! Und wir können uns nicht oft genug für euren Support bedanken.

Fortsetzung folgt… Wir sehen uns zum zweiten Teil der Transactions am 25. Februar 2021. Wer noch kein Ticket hat, kann sich hier noch eins besorgen!

Transactions 20 – Alles bleibt anders
Autor
Nicole Nitsche
Nicole Nitsche ist studierte Theaterwissenschaftlerin und hat mehrere Jahre als Regieassistentin beim Thalia Theater Hamburg gearbeitet. Danach war Nicole Leiterin der Presse-und Marketingabteilung eines Hamburger Musiklabels. Zu ihren täglichen Aufgaben zählten dort, neben dem Verfassen von Pressetexten, die Umsetzung und... mehr
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