Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Unser Monatsrückblick im September

In der Fintech-Welt wird es nie langweilig. Es wird gegründet, investiert und neue Produkte werden auf den Markt gebracht. Da fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Wir übernehmen das und fassen die wichtigsten Meldungen des zurückliegenden Monats in einem kompakten Überblick zusammen. Hier also unsere Newsschau im September.

Monatsrückblick September

Optiopay erhält Bafin-Lizenz

Das Berliner Start-up Optiopay hat von der Banken- und Versicherungsaufsicht BaFin die Lizenz als Zahlungsdienstleister für Kontoinformationsdienste erhalten. Der neue Dienst läuft unter dem Namen OptioBanking. Mit der Zustimmung der Nutzer darf das Unternehmen künftig deren Kontodaten analysieren, um ihnen personalisierte Spar- und Finanzempfehlungen auszusprechen. https://versicherungsmonitor.de/2019/08/29/bafin-gibt-optiopays-kontenanalyse-gruenes-licht/

Monese und PayPal weiten Zusammenarbeit aus

Der britische mobile Banking Services Monese weitet seine Kooperation mit PayPal nun auch auf den deutschen Markt aus. Im ersten Schritt der Zusammenarbeit wird PayPal in die Monese-App integriert. Kunden in Deutschland können damit ihr PayPal-Konto und ihre Aktivitäten innerhalb der Monese-App einsehen. In den kommenden Monaten sollen zusätzliche Funktionen ergänzt werden. Auch das WeltSparen gibt seine Kooperation mit den Briten bekannt. Kunden der Online-Bank in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Spanien erhalten über die App ihrer Bank Zugang zur Weltsparen-Plattform und können ein Sparkonto eröffnen.
beides per Pressemitteilung

Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Übernahme durch Kapilendo

Der Berliner digitale Unternehmensfinanzierer Kapilendo übernimmt die Bankingplattform wevest. Das Dienstleistungsangebot der Kapilendo erweitert sich durch die Übernahme unter anderem um blockchainbasierte Wertpapieremissionen sowie eine digitale Vermögensverwaltung. https://www.asscompact.de/nachrichten/unternehmensfinanzierer-kapilendo-schluckt-bankingplattform-wevest

Alibaba und Adyen arbeiten künftig eng zusammen

Der niederländische Payment-Dienstleister wickelt für den chinesischen Internet-Riesen Alibaba künftig das Global Payment ab. Adyen wird im Rahmen der neuen Übereinkunft mit der Alibaba Group außerhalb von China Online Payment – Dienste zur Verfügung stellen und die Zahlungsabwicklung für die Plattformen AliExpress, Taobao, Tmall und Alibaba.com übernehmen. https://www.it-times.de/news/adyen-mit-paukenschlag-wirecard-kontrahent-gewinnt-alibaba-als-partner-fuer-das-internationale-geschaeft-132869

Deutsche Bank eröffnet Fintech-Hub in China

Die Deutsche Bank hat unter dem Namen „Blue Water Fintech Space“ einen Fintech-Hub in Schanghai eröffnet und wird zunächst von einer einstelligen Zahl von Mitarbeitern in Schanghai aufgebaut. Die Deutsche Banke ist damit Vorreiter unter den deutschen Geldinstituten. Der Hub ist Teil der Wachstumsstrategie des Finanzinstituts. https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/geldhaus-deutsche-bank-eroeffnet-fintech-hub-in-schanghai-und-will-ihr-china-geschaeft-staerken/25002632.html?ticket=ST-10139742-Mg1Y3bjSDqbhvks4AQJD-ap4

Vollbanklizenz für Check24

Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Das Vergleichsportal Check24 hat bei der Bafin einen Antrag auf Erteilung einer Vollbank-Lizenz gestellt. Check24 ist vor allem für die Vermittlung von Gas- und Stromverträgen, Handy-Angeboten, Reisen oder Mietwagen bekannt. Doch Check24 vermittelt auch klassische Bankprodukte: Ratenkredite, Tages- und Festgelder, Kreditkarten oder Immobilienfinanzierungen. Mit einer Banklizenz will man flexibler agieren und Kundenbedürfnisse einfacher erfüllen. https://www.finanz-szene.de/digital-banking/vergleichsportal-check24-stellt-antrag-auf-vollbank-lizenz/

Zusammenschluss bietet Tech-Giganten die Stirn

Bluecode, Twint (Schweiz), Swish (Schweden), Vipps (Norwegen), MobilePay (Finnland, Dänemark), Bancontact Payconiq (Belgien) und Sibs/MB Way (Portugal) schließen sich zur European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) mit Sitz in Zürich zusammen. Mit der European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) soll eine Alternative geschaffen werden zu den bisher von Tech-Firmen wie Apple und Google angeboten Bezahlmethoden. „EMPSA ist die Schlüsselinitiative, um eigene Standards und einen wettbewerbsfähigen, interoperablen Rahmen für Europa zu schaffen und verloren gegangenes Terrain im europäischen Zahlungsraum zurückzugewinnen“, sagte der Vorstandschef des in Österreich und Deutschland tätigen Zahlungsanbieters Bluecode, Christian Pirkner. https://www.wiwo.de/empsa-europaeische-zahlungsanbieter-wollen-apple-pay-konkurrenz-machen/24975642.html

Gerichtsentscheid bringt Startups in Bedrängnis

Diverse Finanzämter bewerten nach einem Urteil die Aufladung von Prepaid-Karten als steuerpflichtigen Barlohn. Die Anbieter solcher Prepaid-Karten, Unternehmen wie Edenred, Givve und Spendit, fürchten nun um ihr Geschäftsmodell. https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/prepaid-karten-finanzverwaltung-untersagt-steuervorteil-fuer-guthabenkarten/24979114.html

Toooor, Toooor ….

Für das Bier und die Wurst vor, während und nach dem Spiel: Mobile Payment wird auch in deutschen Fußballstadien immer beliebter und verdrängt zunehmend das Bargeld. https://www.sparkassenzeitung.de/betrieb-%26-banksteuerung/fussball-bundesliga-kartenzahlung-kontert-bargeld-aus.html

Produktlaunch bei Concardis

Concardis bringt mit SmartPay erstmals ein digitales Produktangebot in die DACH-Region, das speziell für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) entwickelt wurde. Die Produkteinführung beginnt zuerst in Deutschland. https://www.it-finanzmagazin.de/concardis-smartpay-fuer-mittelstand-94356/

H&M und Klarna bieten eigene Zahlungslösung

Die Schwedische Einzelhandelskette H&M hat zusammen mit dem Zahlungsdienstleister Klarna an einer Zahlungslösung gebastelt. Sie sieht vor, dass H&M-Kunden damit künftig auf allen Kanälen reibungslos und flexibel bezahlen können. Mit dem Kauf auf Rechnung können neue und bestehende Mitglieder des H&M-Treueprogramms ihre Artikel sowohl online als auch in den Stores mittels der H&M App kaufen und erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen.
per Pressemitteilung

Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Spendesk kommt nach Berlin

Das französische Startup Spendesk hat 35 Millionen Euro eingesammelt. Zu den Geldgebern zählt der Wagniskapitalgeber Index Ventures, der etwa auch an Blablacar und Deliveroo beteiligt ist. Mit dem Geld will die 2016 gegründete Firma unter anderem nach Deutschland expandieren. Dazu hat Spendesk bereits eine GmbH in Berlin gegründet und will dort in den kommenden Monaten 30 bis 50 Mitarbeiter einstellen. https://gruender.wiwo.de/spendesk-franzoesisches-start-up-eroeffnet-buero-in-berlin/

Stripe expandiert nach Invest enorm

Nachdem Investoren wie General Catalyst, Sequoia und Andreessen Horowitz haben mit weiteren Risikokapitalgebern weitere 250 Millionen Dollar in das 2010 gegründete Unternehmen Stripe gepumpt haben, wir es nun mit 35 Milliarden Dollar bewertet. Damit ist Stripe das nach Juul Labs und Wework das dritt-wertvollste Startup der USA. Das Geld will Stripe eigenen Angaben zufolge in die internationale Expansion, den Ausbau der Produktpalette und des Konzerns stecken. In den kommenden Monaten will Stripe mehrere neue Märkte in Angriff nehmen und die Zahl der Länder, in denen es aktiv ist, auf 40 ausbauen. https://t3n.de/news/stripe-juengster-35-milliarden-1200270/

PayPal bietet Ratenkauf an

Ab sofort können PayPal-Nutzer bei allen Händlern, die Paypal-Zahlungen anbieten, auch in Raten bezahlen. Die Option wird im Nutzerkonto automatisch angezeigt. Bislang stand der Ratenkauf selektiv nur bei einzelnen Händlern zur Verfügung. Geldgeber ist PayPal selbst, die Prüfung der Kreditwürdigkeit erfolgt online, der Händler bekommt sein Geld sofort. https://www.internetworld.de/e-commerce/paypal/paypal-fuehrt-paypal-ratenzahlung-1754846.html

Ratenkauf ab sofort auch mit Paysafe möglich

Zahlungsdienstleister Paysafe lässt Kunden künftig über seine „Paysafe Pay Later“-Lösung auch offline in Raten zahlen. Dazu erhalten sie über eine Nachricht oder einen QR-Code einen Link auf ihr Smartphone, der sie zum Antragsformular führt. Nach einer schnellen Bonitätsprüfung erhält der Kunde einen Code, der als Zahlungsbestätigung gilt. Paysafe übernimmt dabei die Zahlungsgarantie. https://www.cash.at/archiv/instore-ratenzahlung-mit-paysafe/

Joonko gewinnt noch vor Start Investoren

Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Das neue digitale Finanzportal Joonko von finleap, gewinnt bereits vor dem Start prominente Investoren. Der Global Voyager Fund des nach Marktkapitalisierung weltweit größten Versicherungsunternehmens Ping An, sowie Raisin, der führende Anbieter einfacher Spar-, Investment- und Vorsorgeprodukte, investieren gemeinsam in Joonko. Es ermöglicht Verbrauchern, die für sie passenden Finanz- und Versicherungsprodukte zu finden. Joonko wurde 2019 gegründet und wird von Dr. Carolin Gabor (CEO), Dr. Andreas Schroeter (COMO) und Eric Lange (CTPO) geführt. Per Pressemitteilung https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/vergleichsportale-neues-finanzportal-joonko-findet-renommierte-investoren/25017416.html?ticket=ST-10290552-lxEZdeFhcukpOUuVGjip-ap4

Deutsche Bank macht Desposit Solution zum Einhorn

Die Deutsche Bank beteiligt sich an Deposit Solution der die Tagesgeld-Portale Zinspilot und Savedo betreibt. Die Frankfurter Großbank und das Hamburger Startup kennen sich schon lange, weil Deposit Solutions als Whitelabel-Anbieter auch hinter der Zinsmarkt-Plattform der Deutschen Bank steht. Das Geldhaus beteiligt sich mit knapp fünf Prozent an dem Fintech und macht es damit zu einem Unicorn. https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/fintech-beteiligung-deutsche-bank-macht-deposit-solutions-zum-einhorn/25027744.html?ticket=ST-13225607-gcr7eEE97SoQdVdeC3OD-ap3

BaFin verhängt Strafe gegen Wirecard

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat wegen eines Formfehlers gegen den Online-Zahlungsdienstleister Wirecard ein Bußgeld von 1,52 Mill. Euro verhängt. Das Unternehmen habe „der Öffentlichkeit den Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 teilweise nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt“ und damit gegen die Vorschriften im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verstoßen, teilte die Bafin mit. https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/zahlungsdienstleister-wirecard-muss-wegen-formaler-fehler-1-5-millionen-euro-bussgeld-bezahlen/25046710.html?ticket=ST-5019459-hGlodCs1b3hbMhhTThCE-ap4

Commerzbank dampft comdirect ein

Die kriselnde Commerzbank will die Direktbank Comdirect, an der sie rund 82 Prozent hält, ganz übernehmen und integrieren. Da sich die Geschäftsmodelle von Commerzbank und Comdirect annähern, sei es sinnvoll, bei Vertrieb und Marketing auf eine Marke zu setzen, so Zielke, Vorstandschef der Commerzbank. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/commerzbank-warum-die-marke-comdirect-verschwinden-wird-a-1288927.html

Mehrheit an XPay

Christian Angermayers Apeiron Investment Group (die u.a. auch an Deposit Solutions beteiligt ist) und einer in Bayern ansässigen Gesellschaft namens „Grey Study Capital“ gehören neuerdings rund 60 Prozent an dem 2016 gegründeten Kundenkarten-Spezialisten XPay. https://www.finanz-szene.de/news/10-09-19-bafin-vs-goldman-sachs-xpay-christian-angermayer/

Newsschau im September – Das Wichtigste zum Schluss

Personalia

Birte Sewing, vormals Munich-Re-Tochter Ergo Versicherung, heuert zum 1. November Management-Team der Finleap-Holding als Chief Operating Officer an. Bei der Ergo verantwortete sie den beim Vorstand angesiedelten Bereich Investmentprodukte. Zuvor arbeitete sie als Managing Director bei der Deutschen Bank, als Strategiechefin der Commerzbank unter Vorstand Martin Blessing (56) und als Beraterin bei McKinsey. https://www.manager-magazin.de/digitales/it/finleap-fintech-start-up-holt-ergo-managerin-birte-sewing-a-1284533.html

FinCompare holt Timm Wege als neuen Chief Commercial Officer (CCO) in die Führungsmannschaft. Der gelernte Banker kümmert sich verstärkt um die Zusammenarbeit mit Banken, FinTechs und Finanzierer. Zuvor leitete er bei smava die strategische Weiterentwicklung und die Positionierung der Banken auf dem Online-Marktplatz. https://fincompare.de/timm-wege-cco-fincompare

Funding Circle hat Alexander Linden zum neuen Geschäftsführer für das Deutschlandgeschäft ernannt. Neben dem neuen Geschäftsführer wird die Berliner Führungsriege um Andreas Waibel als Vertriebsleiter und Laura Hales als Risikochefin ergänzt. https://www.fundingcircle.com/de/alexander-linden-neue-geschaftsfuhrung

Karl Hunger wird neuer Geschäftsführer der LIQID Asset Management, einer Tochtergesellschaft des Unternehmens. Hunger ist seit 2016 Head of Operations bei LIQID und war zuvor unter anderem bei KPMG und bei Berenberg tätig. https://citywire.de/news/geschaftsfuhrer-von-liqid-hat-unternehmen-verlassen/a1272411

Das in Wien ansässige Fintech Bitpanda verstärkt sein Management-Team um den Chief Financial Officer Peter Grausgruber. Grausgruber war sechs Jahre lang beim österreichischen Mineralölkonzern OMV tätig, zuletzt drei Jahre als Leiter der Strategie in der Upstream Division des Unternehmens. Dort kümmerte er sich maßgeblich um das Wachstum des Unternehmens. Zuvor verantwortete Grausgruber bei PwC Österreich mehrere Jahre den Consultingbereich für Strategie- und Finanzthemen. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-09/47680755-omv-manager-peter-grausgruber-wechselt-als-chief-financial-officer-zum-fintech-bitpanda-006.htm

Autor
Christina Cassala ist freie Wirtschaftsjournalistin aus Berlin und treibt sich dort seit vielen Jahren in der Gründerszene rum. Sie schreibt vor allem über Themen aus den Bereichen Private Equity, Finanzierungen, Start-ups und Fintech-Themen. mehr

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