Mobile-only-Ansatz der Challenger-Banken wird für etablierte Institute zur Bedrohung

CREALOGIX-Studie: In Deutschland erwägen 44,7 % der Bankkunden, in den nächsten 12 Monaten ein Konto bei einer Mobile-only-Bank zu eröffnen

Gamechanger Mobile Banking: In Deutschland und der Schweiz riskieren etablierte Kreditinstitute zunehmend, Kunden an neue Anbieter mit einem attraktiveren Mobile-Banking-Angebot zu verlieren, wenn sie nicht mit eigenen überzeugenden mobilen Services dagegenhalten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Bankkundenbefragung im Auftrag des Digital-Banking-Softwareanbieters CREALOGIX.

Wie bekannt und attraktiv sind die Services der sogenannten Challenger-Banken – innovativen Bankinganbietern mit klarem Digitalfokus – für Kunden in Deutschland und der Schweiz? Wie offen sind die Konsumenten für neue Angebote? Und würden sie dafür ihrer Hausbank den Rücken kehren? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden vom Marktforschungs-institut CENSUSWIDE jeweils rund 750 Bankkunden in Deutschland und der Schweiz befragt. 61,6 % der in der Studie befragten Bankkunden bezweifeln, dass ihre bestehende Bank ihren digitalen Bedürfnissen genügt. Nur 31,4 % sind voll und ganz zufrieden mit ihrem aktuellen Mobile Banking – und knapp 70 % (68,7 %) der Befragten wären grundsätzlich dazu bereit, für ein verbessertes Mobile-Banking-Erlebnis ein neues Konto zu eröffnen.

CREALOGIX-Studie: Mobile-only-Ansatz der Challenger-Banken wird für etablierte Institute zur Bedrohung

Quelle: CREALOGIX Bankkundenbefragung Deutschland und Schweiz 2019

Challenger-Banken auf dem Vormarsch

In diese Lücke stoßen neue Anbieter wie N26, Moneyou oder yomo, die ihre digital-affinen Kunden mit einem nutzerfreundlichen Mobile-only-Ansatz überzeugen. Die Bankkundenbefragung von CREALOGIX hat ergeben, dass 46,5 % der Befragten in Deutschland mindestens eine der marktführenden Challenger-Banken kennen – und das, obwohl viele der Anbieter erst seit kurzer Zeit am Markt sind. Da die Kirschen in Nachbars Garten bekanntlich immer ein bisschen süßer schmecken, sollten sich etablierte Institute nicht darauf verlassen, dass die Kunden finanziell bei ihnen zuhause bleiben. Denn sind die neuen Player erst einmal ins Bewusstsein gerückt, spricht nichts dagegen, es einmal mit ihnen zu versuchen. So spielen in Deutschland bereits 44,7 % der Befragten mit dem Gedanken, innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Konto bei einer Mobile-only-Bank zu eröffnen.

CREALOGIX-Studie: Mobile-only-Ansatz der Challenger-Banken wird für etablierte Institute zur Bedrohung

Quelle: CREALOGIX Bankkundenbefragung Deutschland und Schweiz 2019

Banking muss zum digitalen Lebensstil passen

Gutes Mobile Banking muss – das zeigt die aktuelle Bankkundenbefragung von CREALOGIX – die Convenience des digitalen Lebensstils ins Banking hinein verlängern. Das beginnt bei einem vollständig digitalen Onboarding-Prozess, der mit wenigen Klicks erledigt sein muss – für 33 % der befragten Bankkunden in Deutschland und der Schweiz ist dies beim Mobile Banking ein Must-have. Die Bankkunden von heute möchten ihre finanzielle Gesamtsituation zudem über alle Konten hinweg «on the fly» mit einem Blick auf das Smartphone überprüfen und ihre tagtäglichen Angele-genheiten jederzeit nebenher erledigen können – für 45,3 % der Befragten ist dies ein Mobile Banking Must-have.

Voraussetzung hierfür ist der Zugriff auf sämtliche Finanz-informationen und Transaktionsmöglichkeiten über eine einzige App. Wenn Banken ihren Kunden eine solche App nicht bieten können, werden sie sich diese einfach von einem anderen Finanzinstitut oder Technologieunternehmen besorgen. Der längst fällige Weckruf der Challenger-Banken, Mobile Banking konsequent vom Kunden her zu denken, geht damit alle Institute an.

„Der längst fällige Weckruf der Challenger-Banken, Mobile Banking konsequent vom Kunden her zu denken, geht damit alle Institute an.“

Wer in diesem Wettstreit – etablierte Institute vs. «junge Wilde» –  künftig die Nase vorn haben wird, ist dabei momentan noch eine offene Frage: Während die Challenger-Banken vor allem ihre digitale DNA und ihre starke – von Altsystemen unbeschwerte – Technologiebasis in die Waagschale werfen, profitieren etablierte Institute von ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, ihren gewachsenen Kundenbindungen und dem Vertrauen ihrer Kunden. Es wird spannend sein, zu beobachten, welche Seite im Banking der Zukunft die Oberhand gewinnen wird.

Download der kompletten Studie

Die CREALOGIX-Studie «Convenience first: Wie Challenger-Banken Lust auf Mobile Banking machen» gibt es unter https://info.crealogix.com/de/convenience-first-challenger-banken/studie oder kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

Die Autorin:

Maryam Danesh-Kajouri, Global Head of Product Marketing bei CREALOGIX

Maryam Danesh-Kajouri ist Vordenkerin, Bloggerin und Speaker zu den Themen Open Banking, Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Nach Stationen bei verschiedenen IT-Unternehmen wie dem CERN-Spin-off Blue Yonder veranwortet sie nun das globale Produktmarketing des Digital-Banking-Softwareanbieters CREALOGIX.

https://blog.crealogix.com/de/

https://www.xing.com/profile/Maryam_DaneshKajouri

https://de.linkedin.com/in/mdaneshkajouri

Autor
Nicole Nitsche
Nicole Nitsche ist studierte Theaterwissenschaftlerin und hat mehrere Jahre als Regieassistentin beim Thalia Theater Hamburg gearbeitet. Danach war Nicole Leiterin der Presse-und Marketingabteilung eines Hamburger Musiklabels. Zu ihren täglichen Aufgaben zählten dort, neben dem Verfassen von Pressetexten, die Umsetzung und... mehr

1 Kommentar

Euer Leser
wird aus payment and banking zum IT-Finanzmagazin ???
vor 3 Wochen

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