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Order to Cash: Wie KI dafür sorgt, dass Rechnungen schneller bezahlt werden

Paul Hanke von Transformance spricht im Podcast „Schnittstelle“ darüber, warum offene Rechnungen Unternehmen so viel Zeit kosten, was KI-Agenten dabei übernehmen können und warum am Ende trotzdem ein Mensch das letzte Wort hat.

Paul Hanke, Gründer von Transformance, über KI-gestütztes Order-to-Cash-Management und den KI-Agenten Vero im Podcast Schnittstelle
Paul Hanke, Gründer und Geschäftsführer von Transformance, erklärt im Podcast „Schnittstelle” wie KI-Agent Vero den Weg von der Bestellung bis zum Zahlungseingang automatisiert.

Rechnung geschrieben, Rechnung verschickt, erledigt? Leider nicht. Bis das Geld auf dem Konto liegt und richtig verbucht ist, passiert in Unternehmen ziemlich viel. Und das meiste davon ist immer noch Handarbeit. Eine einzige Rechnung manuell zu bearbeiten kann zwischen 12 und 35 US-Dollar kosten. Eine einzige.

In dieser Folge sprechen Julian und Sarah mit Paul Hanke, Gründer und Geschäftsführer von Transformance aus Hamburg. Sein Startup baut eine KI-Plattform für „Order to Cash“, also für alles zwischen Bestelleingang und Zahlungseingang. Zu gut Deutsch: Debitorenmanagement.

Wenn 700 Menschen am selben Prozess sitzen

Paul erzählt, wie das in großen Unternehmen aussieht: Kunden mit 140 E-Mail-Postfächern voller Rechnungen, andere mit 300 Bankkonten oder 19 verschiedenen ERP-Systemen, weil im Lauf der Jahre eine Firma nach der anderen dazugekauft wurde. Wer da noch den Überblick behalten will, klickt sich durch Bildschirme, kopiert Zahlen von links nach rechts und sucht, warum eine Rechnung noch nicht bezahlt ist.

Genau da setzt Transformance an. Der KI-Agent „Vero“ macht die Vorarbeit, die Entscheidung bleibt beim Team. Wie das konkret aussieht und warum selbst ein Anruf vom KI-Agenten bei säumigen Kunden manchmal besser ankommt als gedacht, hört ihr in der Folge.

Offene Schnittstellen, Regulierung und ein Standortvergleich

Natürlich reden wir auch über das, was uns bei „Schnittstelle“ immer beschäftigt: Was braucht es, damit Unternehmen, Banken und Software in der EU wirklich gut zusammenarbeiten? Paul erklärt, warum Stripe für ihn ein Vorbild ist, warum er sich bei manchen Banken mehr Offenheit wünscht und was es mit CSV-Dateien zum Herunterladen auf sich hat. Außerdem: Wie sieht es mit Regulierung und KI aus Startup-Sicht aus, und warum schaut Paul beim Thema Digitalisierung sehnsüchtig in die Niederlande und nach Estland?

Und die Einführung?

Ein neues System im Finanzbereich klingt für viele nach Operation am offenen Herzen. Paul erklärt, warum es bei ihnen anders läuft, wer im Unternehmen dafür gebraucht wird und was er selbst im Alltag mit KI-Tools erledigt, was früher Praktikantenaufgaben waren. Und ja, Julian hätte privat auch gern so ein System, das den Überblick über seine Rechnungen behält.

Zwischen Rechnung und Zahlungseingang.Zwischen Mensch und Maschine.Und zwischen „Das haben wir schon immer so gemacht“ und „Geht das nicht auch einfacher?“

Autor

Marvin & Julian & Sarah
Marvin & Julian & Sarah

3×3=10, der Podcast über Kooperationen in der Finanzwelt mit Julian Prüfer und Marvin Vortkamp. Wie Banken, Versicherer, FinTechs und Corporates datengetriebene Ökosysteme bauen – von Regulatorik bis Kunde. News, Insights und Realtalk.