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KI-Suche in Finance: Wie CMOs Budgets neu ausrichten müssen

CMOs in Banking & Finance müssen Budgets verschieben, neue KPIs einführen und Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen sichern – jetzt handeln.

KI-Suche in Finance: Wie CMOs Budgets neu ausrichten müssen

Große Marken in der Banken- und Versicherungswelt verlieren auf einen Schlag 60 % ihres Traffics über Google. Willkommen im Zeitalter der KI-Suche. Für CMOs in der Finanzbranche heißt das: Budgets neu ausrichten und die Sichtbarkeit der eigenen Marke aktiv steuern.

Warum die entscheidenden Momente heute in der KI-Suche stattfinden

Es findet gerade der größte Wandel unseres Suchverhaltens statt. Klassische SEO-Logiken greifen nicht mehr. Nutzende erwarten präzise Antworten statt Linklisten.

Eine aktuelle Analyse von Rand Fishkin und SparkToro  über 332 Millionen Google-Suchen bestätigt diesen Wandel deutlich: Fast 60 % aller Anfragen enden ohne Klick, fast die Hälfte sind markengebunden. Die Entscheidung fällt also längst in der Antwortzone der KI-Suche – lange bevor jemand Ihre Website besucht.

Sichtbarkeit verschiebt sich von der Website hin zur Antwort selbst. CMOs müssen aktiv steuern, welche Informationen KI-Systeme über ihre Marke verwenden.

Wie KI-Suchen das Entscheidungsverhalten Ihrer Kundschaft verändern

Wenn KI-Systeme Antworten direkt liefern, verändert sich, wie Menschen entscheiden. Früher klickten sich Nutzende durch Suchergebnisse – heute erhalten sie die Antwort im Ergebnisfeld.

Google bleibt dabei mit AI Overviews und dem AI Mode zentraler Player. Gleichzeitig werden Tools wie ChatGPT oder Perplexity zu festen Begleitern im Rechercheprozess. Potenzielle Kundschaft lässt sich dort Geldanlagen oder Versicherungen erklären – ohne je auf eine Markenwebsite zu klicken.

Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über Rankings, sondern über Relevanz in Antworten. Wer in diesen neuen Entscheidungspfaden nicht vorkommt, verliert Reichweite und Vertrauen, bevor der Kaufprozess überhaupt beginnt.

Neue Spielregeln in der KI-Suche: So sollten CMOs jetzt reagieren

Diese Entwicklung markiert den Beginn neuer Spielregeln. Denn KI-Systeme wie Googles AI Overviews oder ChatGPT berechnen Wahrscheinlichkeiten und liefern individuelle Antworten (Quelle: Search Engine Land).

Die gute Nachricht: Diese Ergebnisse sind steuerbar. CMOs müssen Budgets und KPIs anpassen – denn Klicks und Traffic verlieren an Aussagekraft.

Das SEO-Budget sollte nicht kleiner, sondern gezielter eingesetzt werden – es entscheidet künftig darüber, ob eine Marke überhaupt sichtbar ist.

Diese Investitionen entscheiden jetzt über Ihre Sichtbarkeit in der KI-Suche

CMOs müssen gezielt in die Bereiche investieren, die KI-Systeme als relevant, vertrauenswürdig und aktuell einstufen – denn diese Investitionsfelder machen den Unterschied zwischen Auffindbarkeit und Unsichtbarkeit.

  • Technisches Fundament:
    Investieren Sie in eine technisch saubere Website-Struktur. Saubere Struktur, klare Datenformate und fehlerfreie Indexierung sichern den Zugang zu KI-Systemen.
  • Inhalte für KI aufbereiten
    Entwickeln Sie Inhalte, die KI-Systeme zitieren wollen – prägnant, aktuell und eindeutig strukturiert.
  • Markenautorität stärken
    Investieren Sie in Erwähnungen in Fachmedien und Portalen – jede glaubwürdige Quelle stärkt Ihre Präsenz.
  • Markenwahrnehmung aktiv steuern
    Fördern Sie eine positive Tonalität und konsistente Kommunikation über alle Kanäle hinweg.

Kurz gesagt: SEO ist nicht vorbei – es wird zum entscheidenden Hebel, um in der KI-Suche überhaupt stattzufinden.

Neue Kennzahlen für Erfolg in der KI-Suche

Erfolg in der KI-Suche misst sich anders als im klassischen Online-Marketing. Früher dominierten Klickzahlen und lineare Attributionsmodelle, heute fällt die Entscheidung oft schon in der Antwort – ohne dass überhaupt ein Klick stattfindet. Wichtig sind Kennzahlen, die zeigen, wie präsent und vertrauenswürdig Ihre Marke in KI-Antworten erscheint:

  • Markenpräsenz: Messen Sie, in wie vielen KI-Antworten Ihre Marke namentlich genannt wird.
  • Position im Antwortfeld: Analysieren Sie, an welcher Stelle Ihre Marke in KI-generierten Ergebnissen auftaucht – ganz oben, im Mittelfeld oder gar nicht.
  • Quellenzitat: Erfassen Sie, wie häufig Ihre Website als Quelle in KI-Antworten genannt wird.
  • Markenwahrnehmung: Bewerten Sie, mit welcher Tonalität Ihre Marke in Antworten erscheint – positiv, neutral oder kritisch.

Wer diese Kennzahlen konsequent beobachtet, kann die Sichtbarkeit seiner Marke in den neuen Suchsystemen aktiv steuern – lange bevor ein Nutzer die Website überhaupt besucht.


Fazit

Die Spielregeln der Sichtbarkeit haben sich verschoben. Wer nur auf klassische SEO setzt, spielt ein Spiel, das es nicht mehr gibt. KI-Suchsysteme entscheiden längst mit, welche Marken Vertrauen genießen – und welche unsichtbar bleiben.

CMOs müssen Budgets neu ausrichten, KPIs neu denken und Sichtbarkeit in KI-Antworten sichern. Wer jetzt handelt, verschafft sich einen klaren Vorsprung. Wer wartet, wird vom Marktgeschehen überholt.

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Autor

Eugen Klink
Eugen Klink

Eugen Klink entdeckte mit 19 Jahren SEO, SEA und Affiliate Marketing und finanzierte so sein Ingenieursstudium. Nach wertvollen Stationen in einer Agentur und als Inhouse Search-Marketer bei einer Ver