> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://paymentandbanking.com/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Im digitalen Check-out souverän bezahlen
- URL: https://paymentandbanking.com/im-digitalen-check-out-souveran-bezahlen/
- Published: 2026-09-08T05:39:03.000Z
- Updated: 2026-09-08T05:39:12.000Z
- Description: Das girocard-System bietet mit der In-App-Funktion bald eine souveräne Bezahlalternative für Händler-Apps.
- Author: Team
- Tags: Payment

**Über eine Pilotierungsvereinbarung können Institute die Funktion implementieren und so wirtschaftliche Vorteile genießen sowie die Unabhängigkeit und Sicherheit unseres Zahlungsverkehrs fördern.**

Die Frage nach der wirtschaftlichen Souveränität Deutschlands betrifft Finanzinstitute ganz unmittelbar. Starke heimische Zahlungssysteme sichern in einer Reihe europäischer Länder die Unabhängigkeit von internationalen Konzernen, halten die Wertschöpfung im Markt und schaffen Wettbewerbsvorteile. Genau dafür steht hierzulande die girocard als Bezahlsystem „made in Germany“. Sie wird für den hiesigen Markt weiterentwickelt und verbindet dabei verschiedene Interessen: Kostenvorteile für Banken und Sparkassen, Vertrauen von Kundinnen und Kunden sowie günstige Entgelte für den Handel. Damit diese Stärken auch in Zukunft wirken, entwickelt die Deutsche Kreditwirtschaft das System fortlaufend weiter – auch mit digitalen Innovationen. Genau hier setzt die neue In-App-Zahlungsfähigkeit an: Sie führt die girocard in die mobilen Kanäle des Handels und bietet eine souveräne und sichere Bezahlmethode für den digitalen Check-out. 

Mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten ist die girocard unersetzlich für den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Deutschland. Rund 88 Prozent der Bevölkerung nutzen sie mindestens gelegentlich. Im stationären Einzelhandel gehört sie als beliebteste bargeldlose Bezahlmethode der Deutschen seit Jahrzehnten einfach dazu. Doch das Einkaufsverhalten der Kundschaft verändert sich. Mittlerweile wird an der Kasse oft schnell noch das Handy gezückt, weil die Lidl Plus-, Kaufland- oder Rewe-App mit Rabatten lockt. Nicht zuletzt dadurch verschieben sich auch die Orte, an denen die Zahlungen stattfinden: hin zum digitalen Check-out in Händler-Apps

## Gemeinsam die digitale Souveränität gestalten 

Die Zahlungsfunktion in Händler-Apps war bisher stark von internationalen Zahlungsanbietern geprägt. Verbraucherinnen und Verbraucher achten aber zunehmend auf die Herkunft ihrer Finanzdienstleister. Eine aktuelle Studie1 der girocard zur wirtschaftlichen Souveränität zeigt: Das Qualitätsmerkmal „made in Germany“ spielt gerade im Finanzbereich eine große Rolle. Bei der Frage, für welche Produktgruppen dieses Siegel besonders wichtig sei, liegen Finanzdienstleistungen mit 50 Prozent auf dem dritten Platz – direkt hinter Lebensmitteln (63 Prozent) und Haushaltsgeräten (55 Prozent).

Für die Institute, welche die Karten ausgeben, bedeutet das: Wer ein souveränes, in Deutschland entwickeltes Zahlungssystem anbietet, erfüllt nicht nur hohe Sicherheits- und Qualitätsansprüche, sondern stärkt auch aktiv das Vertrauensverhältnis zur Kundschaft. Mit der neuen In-App-Zahlungsfähigkeit der girocard steht bald auch in Händler-Apps eine unabhängige, heimische Alternative bereit. 

## **Kosteneffizienz und Kundenbindung für Institute** 

Auch wirtschaftlich bietet die girocard Vorteile für Banken und Sparkassen. Eine Studie des CFin – Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule zeigt, dass die Kosten für Institute beim Einsatz internationaler Kartensysteme deutlich höher liegen. Dank ihrer enormen Verbreitung und der hohen Transaktionszahlen erzielt die girocard im Inland Skaleneffekte, die kein anderes System in dieser Form bieten kann. Hier entsteht mit der In-App-Zahlungsfähigkeit nun ein zusätzlicher Hebel: Jede weitere Transaktion im girocard-System stärkt diese Skaleneffekte zusätzlich und erhöht die wirtschaftliche Bedeutung der girocard für Institute. 

Die neue Funktion stärkt zudem die Rolle der Banking-App als Bindeglied zwischen Institut und Kundschaft. Denn bei jeder Hinterlegung der girocard – und je nach gewählter Freigabemethode auch bei einzelnen Zahlungen – führt das System die Nutzerinnen und Nutzer direkt in eine App ihres Instituts. Dort autorisieren sie den jeweiligen Vorgang. Institute sichern sich damit die direkte Kundenschnittstelle, statt diese an Drittanbieter zu verlieren. Die Banking-App bleibt der zentrale Vertrauensanker.

## **Pilotierung jetzt möglich**

Für Institute bietet sich aktuell die Chance, sich über eine standardisierte Pilotierungsvereinbarung an der Einführung der In-App-Zahlungsfähigkeit zu beteiligen. Institute, die ihren Kundinnen und Kunden diesen Service anbieten und damit die Einführung der In-App-Funktion frühzeitig mitgestalten, sichern sich wirtschaftliche Vorteile und unterstützen die Unabhängigkeit und Sicherheit unseres nationalen Zahlungsverkehrs. Mit der neuen Funktion zeigt die girocard, dass sie als Bezahlmethode „made in Germany“ den Anforderungen des digitalen Zeitalters gewachsen ist. 

---

### Gastautor: Marc Helmhold 

Marc Helmhold bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Karten- und Zahlungsverkehrsbranche mit. Sein Einstieg begann im Jahr 2000 über die EURO Kartensysteme, wo er die Issuing-Betreuung für die EUROCARD verantwortete. Nach weiteren Stationen in der Branche ist er seit 2024 wieder bei der EKS tätig. Als Senior Relationship Manager pflegt er die Beziehungen zu den girocard ausgebenden Instituten und deren Verbänden.