Gastbeitrag zur Banking und Fintech-Konferenz „Wealth Management 2020 – So geht’s digital und kundenzentriert“

Wealth Management

Gastbeitrag von Gregor Puchalla:

Die Entwicklung im Fintech-Bereich gewinnt immer mehr an Fahrt und verändert die Finanzbranche grundlegend. Digitalisierung und neue Wettbewerber setzen Banken und Finanzdienstleister zunehmend unter Druck. Dabei orientieren sich die Fintech-Startups erfolgreich an den Bedürfnissen ihrer Kunden und daran, was die Kunden heutzutage bei den Banken am meisten stört (den sogenannten „Pain Points“). Daraus leiten die Fintechs mit innovativen Methoden schnell und kundenorientiert neue digitale Produkte ab – und sind damit den meisten Banken einen grossen Schritt voraus.

Auch im Wealth Management schreitet die digitale Transformation unaufhaltsam voran. Fintech-Startups gestalten die Geldanlage im Internet einfach und transparent und setzen neue Benchmarks hinsichtlich der Gebührenstruktur. Sogenannte „Robo-Advisors“ ermitteln online die Risikopräferenzen und Anlageziele eines Investors und empfehlen ihm in Abhängigkeit vom Ergebnis ein Portfolio basierend auf unterschiedlichen ETFs. Die neuen Wettbewerber positionieren sich erfolgreich als kostengünstige Konkurrenz zum Wealth Management der Banken – ihre Assets under Management (AuM) haben 2014 global insgesamt 14 bis 19 Mrd. US-Dollar erreicht und wachsen weiterhin stark.

Die neuen Wettbewerber punkten schon heute mit innovativen Geschäftsmodellen bei der neuen Kundengeneration, die veränderte bankspezifische Nachfrage- und Erwartungsmuster hat und die Digitalisierung zu einer neuen Grundanforderung macht. Auch wenn diese Kunden aufgrund ihres meist geringeren Vermögens heute noch keine Zielgruppe für das Private Banking sind, unterschätzen viele Banken das Risiko, dass die jungen Anleger ihre Robo-Advisor- oder Social-Trading-Plattform nicht mehr verlassen, auch wenn sie in einigen Jahren vermögend und damit interessant für das klassische Wealth Management werden.

Im Rahmen von Nutzerbefragungen hat FintechStars zusammen mit der Digitalberatung etventure die wichtigsten Bedürfnisse und „Pain Points“ der neuen Kundengeneration im Wealth Management ermittelt. Die Kunden fordern weitreichende Information und Transparenz und vergleichen klassische Angebote zunehmend mit „Best of Internet“-Angeboten. Insbesondere der Wunsch nach transparenten Gebührenstrukturen steht im Vordergrund. Diese Informationen möchte der Kunde nicht nur auf Nachfrage, sondern auch proaktiv angeboten bekommen. Für Kunden sind digitale Instrumente und Lösungen wichtig, die ihnen direkten Zugang zu Banksystemen und zu Know-how ermöglichen. Voraussetzung für die Nutzung sind dabei einfach zu bedienende und übersichtliche Tools. Darüber hinaus wünscht sich der Kunde Kommunikation und Interaktion über unterschiedliche Kanäle – nicht nur mit seinem Berater, sondern zunehmend auch mit anderen Kunden und unabhängigen Experten.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft des klassischen Wealth Managements wird sein, wie gut die Banken diese Anforderungen der neuen Kundengeneration erfüllen. Die eintägige Banking- und Fintech-Konferenz „Wealth Management 2020 – So geht’s digital und kundenzentriert“ am 01. Oktober 2015 in Berlin gibt Antwort auf diese Frage und zeigt, wie Banken und Fintechs die Kundenanforderungen im digitalen Zeitalter heute erfüllen und wie sich diese Anforderungen im Jahr 2020 verändern werden. Die eintägige Konferenz wird von der Berlin School of Digital Business sowie der FintechStars GmbH ausgerichtet.

Auf der Veranstaltung werden nicht nur die Fintechs quirion, vaamo und wikifolio, sondern auch die Banken UBS, Consorsbank und HypoVereinsbank zum Pitch auf die Bühne geladen. Dabei wird es darum gehen, die Fintechs und Banken in den direkten Vergleich zu schicken: Wie gut erfüllen die neuen Wettbewerber und die etablierten Player die digitalen Kundenbedürfnisse im Wealth Management?

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Im Anschluss werden die Teilnehmer aus dem Banken- und dem Fintech-Bereich unter Anleitung von Design Thinking Coaches gemeinsam neue Ideen für die Gestaltung des digitalen Wealth Managements entwickeln und zukünftige Kooperationsmodelle diskutieren.

Eine detaillierte Agenda und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter http://www.berlin-sdb.de/tagung/fintech-tagung/

 

Gregor Puchalla leitet seit November 2014 die FintechStars GmbH, die von der Digitalberatung und Startup-Schmiede etventure gegründet wurde. FintechStars fungiert als zentrale Knowledge Unit und treibt konkrete Fintech-Projekte im Startup- und Corporate Bereich von etventure voran. Gregor Puchalla ist seit über zehn Jahren auf operativer und strategischer Ebene im Bereich Internet und Finanzen tätig und bringt umfangreiches Know-how in der Entwicklung und Vermarktung von Finanzportalen mit. Darüber hinaus hat er langjährige Expertise in der Konzeption von Web- und Mobile-Applikationen sowie in der Leitung von Lizenzkundenprojekten für Finanzdienstleister und Medienunternehmen. Zuletzt war Gregor Puchalla Geschäftsführer der vwd netsolutions GmbH, die unter anderem das führende Finanzportal finanztreff.de betreibt.

Autor
André M. Bajorat
André M. Bajorat ist seit fast 25 Jahren in der deutschen Digitalwirtschaft zu Hause. Über die Stationen SK Online, Star Finanz, giropay und Number Four kam er 2012 als Business Angel zu figo. Das Unternehmen führte er von 2014 bis... mehr

3 Kommentare

[…] paymentandbanking.com als auch financezweinull.de veröffentlichten bereits einen Gastkommentar von Gregor Puchalla, […]
5. August 2015
André M. Bajorat
?
2. August 2015
Frage Zeichen
Wie funktioniert das hier - Content nur gegen Daten?
28. Juli 2015

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