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Fintech Week in Hamburg

von Nicole Nitsche / vom 9. Oktober 2018

Eine Woche. Eine Stadt. Das Beste zur Zukunft der Finanzen.


Seid dabei wenn sich vom 15.-20 Oktober die Branche und alle Fintech Interessierten in Hamburg zur Fintech Week treffen.

Es ist wieder soweit, eine ganze Branche pilgert nach Norden um sich eine Woche lang auf unterschiedlichen Events über die neusten Trends auszutauschen und sich zu begegnen.

Die Fintech Week findet in diesem Jahr bereits das dritte Mal in Hamburg statt, als Dach für die unterschiedlichsten Events vom Netzwerk-Frühstück über die klassische Konferenz bis zum Barcamp. Mehr als 1.500 Akteure aus der Fintech- und der Bankenbranche treffen aufeinander, um eine Woche lang die zukunftsweisenden Trends und Konzepte zu diskutieren, Lösungen zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen. Tickets könnt ihr euch für jedes einzelne Event unabhängig sichern, ganz nach eurem Gusto.

Wir von Payment & Banking sind erstmalig als Medienpartner dabei und wollen mit euch die FinForward Konferenz, die voller Trends und wichtiger Fragen zur Zukunft von Fintech ist, ein klein bisschen aktiv mitgestalten. Auf der Konferenz FinForward sprechen etablierte Player, Fintech-Start-ups und Cross-Industry-Speaker über die Zukunft der Finanzen. Unternehmens- und branchenübergreifend widmen sie sich den wichtigsten Themen für Innovationsmanager in Banken und Entscheidungsträger in Fintechs – von dem Potenzial selbstlernender Algorithmen über das Regionalitätsprinzip bis hin zu der Gefahr durch die Tech-Riesen Google, Amazon und Co. Da passen wir ganz gut rein, finden wir. Auf unserem Panel „Die Lage der Fintech Nation wollen wir den Tag ausklingen und Revue passieren lassen. Denn es wird Zeit Tacheles zu reden: Fünf Jahre Fintech – immer noch großer Hype oder ist die Welle langsam abgeebbt? Wo stehen wir, was hat sich getan, was muss sich am Markt tun? Wer sind die Challenger? Welche Rolle spielen die GAFAs oder die Giganten aus Fernost? – genau das wollen Jochen, Miriam und Kilian diskutieren.

Fintech Week Hamburg 2018

Doch wäre könnte die Fintech Week besser vorstellen als die Macher selbst. Wir haben Clas Beese Erfinder und Gesellschafter der Fintech Week, und Sina Greinert, die Programmverantwortliche der #fwhh18 und der #FinForward18, zum Interview gebeten.

Seit 2016 veranstaltet ihr die Fintech Week, wie kam es dazu?

Clas Beese: Wir hatten die Idee, alle Fintech-Events in Hamburg zusammenzuführen, weil in der Stadt auch 2016 schon viel mehr passierte, als man innerhalb und außerhalb von Hamburg wahrgenommen hat. Wir wollten außerdem Aufmerksamkeit auf die Digitalisierung der Finanzwirtschaft lenken und zwar bewusst auch jenseits von Fintech Startups. Auch wenn es Fintech Week heißt: Es ging immer auch um etablierte Finanz Unternehmen!

Fintech Week Hamburg 2018
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Was unterscheidet die Fintech Week von anderen Veranstaltungen?

Fintech Week Hamburg 2018
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Sina Greinert: Die Fintech Week ist einzigartig, weil sie knapp dreißig Events unter einem Dach vereint. Unsere Kooperationspartner – wir nennen sie Event-Hosts – können sich so in Absprache mit uns auf die Formate und Inhalte konzentrieren, die sie besonders gut können. Den Besucher*innen der Fintech Week können wir so neben klassischen Konferenzen zahlreiche Workshops, Impulsvorträge, Netzwerkabende und Fachdiskussionen bieten und das alles in nur einer Woche. Die Diversität an Themen und Formaten in guter Qualität kann die Fintech Week nur leisten, weil wir die Ideen, das Know How und die Kräfte von Expert*innen unterschiedlicher Organisation in einer Woche bündeln und engagierte Partner und Sponsoren haben!

Über Fintech wurde in den letzten Jahren viel geredet und diskutiert. Der Hype, so scheint es manchmal, ist vorbei. Wie schätzt Ihr die Branche aktuell ein?

Clas Beese: Da müssen wir uns zunächst mal über die Definition von „Fintech“ einig werden. Wir definieren es als Finanzdienstleistungen mit Hilfe von Technologie erbringen, unabhängig davon, ob es ein Startup ist oder ein etabliertes Institut. Der Hype um Startups mag vorbei sein, weil sie erwachsener werden und nicht mehr so viele gegründet werden. Aber die Digitalisierung der Finanzbranche an sich ist noch voll im Gange. Da gibt es es noch so viele analoge Prozesse, da ist noch nicht mal die Hälfte geschafft.

Retailbanken haben sich anfänglich sehr schwer mit dem Thema Fintech getan. Inzwischen gibt es eine Annäherung und man kooperiert mit Fintech Startups oder startet eigene Initiativen. Wie gut glaubt ihr, sind die etablierten Player inzwischen aufgestellt?

Clas Beese: Sie stehen alle noch sehr weit am Anfang damit, ihre Organisationen so umzubauen, dass sie entweder eigene Produkte in akzeptabler Zeit an dem Markt bringen können oder Schnittstellen zu Fintechs haben, um deren Produkte zu integrieren. Das stelle ich mir in fünf oder zehn Jahren wesentlich professioneller, schneller, routinierter und stärker standardisiert vor. Viele Banken kooperieren immer noch zum ersten Mal mit Fintechs, da braucht es einfach noch viel mehr Routine. Erst wenn man mehrere Kooperationen begonnen und auch wieder beendet hat, kann man behaupten, man sei erfahren – und da sehe ich in 2018 noch keine Bank, die das von sich behaupten kann.

Google, Apple, Amazon & Co – Ist GAFA eine Gefahr für die komplette Finanzbranche, also für Banken und Fintechs gleichermaßen? Immerhin drängen diese Player inzwischen in diese Bereiche vor.

Clas Beese: Ein gemeinsames Feindbild hilft, damit Banken und Fintechs zusammenfinden. Und das sind Google und Co. Die GAFAs sind Stellvertreter für die Tendenzen zu Monopolen oder Oligopolen – diese Marktdynamiken wird es im Markt für digitale Finanzprodukte auch geben. Da stellt sich die Frage: Wer hat die besten Startvoraussetzungen? Die Stärken der Fintechs sind, dass sie Produkte schnell auf den Markt bringen können, Banken haben Kundenzugang, deren Vertrauen und noch etwas Geld – aber die GAFAs haben alles auf einmal. Dennoch ist der Gewinner des Rennens völlig offen, denn die GAFAs wollen partout nicht als Banken gesehen werden wegen all der Risiken, die damit einhergehen.

Worauf dürfen wir uns dieses Jahr auf der Fintech Week freuen? Was sind die Schlüsselthemen?

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Sina Greinert: Wir starten in die Woche mit den Fintech Stories, einer Veranstaltung, die Karrierewege von Frauen in der Finanzwirtschaft exemplarisch skizziert und für Diversität in der Finanzwirtschaft steht. Für mich ein guter Auftakt, denn divers und abwechslungsreich ist auch das Programm der Fintech Week. Mit den Veranstaltungen sprechen wir unterschiedliche Zielgruppen aus der Finanzwirtschaft an. Techies mit Themen wie Machine Learning oder Blockchain, Kommunikationsabteilungen mit Vorträgen zur Krisenkommunikation oder Digital Branding. Gründer*innen können von den etablierten Fintechs lernen und natürlich wird auch den Banken wird einiges geboten. Digitale Transformation, technologische Trends und Kooperationen zwischen Banken und Fintechs werden in unterschiedlichen Formaten diskutiert. Und natürlich wird die schönste Stadt der Welt auch ein Thema sein: Wir präsentieren die Stärken des Fintech-Standorts Hamburg, zum Beispiel mit dem Launch der städtischen Fintech Agency ein oder dem Besuch von Hamburger Unternehmen während unserer Fintech Safari durch Hafencity und Speicherstadt. Ein bisschen Sightseeing ist quasi in der Fintech Week inbegriffen!

Die FinForward-Reihe hebt sich gefühlt als Veranstaltung in der Veranstaltung ab. Was hat es mit dem Namen auf sich? Was erwartet uns dort?

Sina Greinert:Die Konferenz FinForward ist unser Highlight der Fintech Week 2018 – wir organisieren sie als Team auch selbst und arbeiten daran schon seit Frühling 2017. Gemeinsam mit ausgewählten Expert*innen möchten wir die zukünftige Entwicklung von insgesamt acht Themenfeldern diskutieren. Daher kommt der Name FinForward, der für „Finanzwirtschaft nach vorne denken“ steht. Mit Visionen und steilen Hypothesen möchten wir Gedankenexperimente wagen und damit Impulse in die Finanzwirtschaft geben, die Zukunft denkbar machen und so neue Handlungsspielräume eröffnen. Die Topthemen des Jahres haben wir mit unserem hochkarätigen Beirat definiert: Blockchain, Credit Scoring, Daten, Digitaler Vertrieb, Payment, Regional wird digital, Machine Learning und Tech Giants. Bei FinForward sprechen etablierte Player, Fintech-Startups und Cross-Industry-Speaker vor Innovationsmanager*innen aus Banken und Entscheidungsträger*innen in Fintechs. Es bleibt spannend, nicht nur für die Besucher von FinForward, sondern auch für uns als Fintech-Week-Team!

Fintech Week Hamburg 2018
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Gewinnt zwei Tickets für die FinForward Konferenz

Wem das oben Gelesene so gut gefallen hat und jetzt sagt: Da muss ich dabei sein, der kann sich vielleicht bald freuen.

Im Zuge unser Medienkooperation verlosen wir 2 Tickets für diesen vollgepackten Supertag. Schreibt einfach bis zum 11. Oktober eine Mail an nicole@paymentandbanking.com und sagt uns, warum ihr gerne dabei sein wollt. Gewinner werden per Email benachrichtigt.


Autor(en)

Nicole Nitsche

Nicole Nitsche ist studierte Theaterwissenschaftlerin und hat mehrere Jahre als Regieassistentin beim Thalia Theater Hamburg gearbeitet. Danach war Nicole Leiterin der Presse-und Marketingabteilung eines Hamburger Musiklabels. Zu ihren täglichen Aufgaben zählten dort, neben dem Verfassen von Pressetexten, die Umsetzung und...mehr


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