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# DORA in der Praxis: Was auf Finanzdienstleister jetzt zukommt
- URL: https://paymentandbanking.com/dora-in-der-praxis-was-auf-finanzdienstleister-jetzt-zukommt-2/
- Published: 2025-06-11T05:32:59.000Z
- Updated: 2025-06-11T06:18:23.000Z
- Description: Josefine Spengler von Annerton spricht über den neuen EU-Rahmen für digitale Resilienz im Finanzsektor.
- Author: Dana Wondra
- Tags: Podcast, Fintech

**Josefine Spengler von Annerton spricht über den neuen EU-Rahmen für digitale Resilienz im Finanzsektor.**

DORA betrifft uns alle – vom Fintech bis zur Großbank. Der neue EU-weit gültige Rechtsrahmen verpflichtet regulierte Finanzunternehmen dazu, ihre digitale Widerstandsfähigkeit massiv zu stärken. Doch was bedeutet das konkret? Wer ist betroffen, wie unterscheidet sich DORA von NIS2 – und warum ist der Begriff „kritischer IKT-Dienstleister“ ein echter Gamechanger?

In der Auftaktfolge unserer neuen Podcastserie zu DORA spricht [Dana Wondra](https://www.linkedin.com/in/dana-wondra-579410234/?ref=paymentandbanking.com) mit [Josefine Spengler,](https://www.linkedin.com/in/josefine-spengler-04672596/?ref=paymentandbanking.com) Rechtsanwältin bei Annerton und Fachanwältin für IT-Recht. Josefine Spengler begleitet Banken, Zahlungsdienstleister und FinTechs bei der praktischen Umsetzung von DORA – und kennt die Herausforderungen zwischen Technik, Recht und Aufsicht aus erster Hand.

DORA wurde eingeführt, weil die EU eine klare Schwachstelle erkannt hat: Der Finanzsektor ist hochdigitalisiert, aber bis dato fehlte ein einheitlicher, sektorübergreifender Rahmen für digitale Resilienz. Cyberangriffe, IT-Ausfälle und Datenlecks haben gezeigt, wie verwundbar das System ist – und wie schnell einzelne Vorfälle systemische Risiken auslösen können.

Ziel von DORA ist es, diese Risiken strukturiert zu beherrschen. Dazu setzt die Verordnung auf fünf zentrale Säulen: IKT-Risikomanagement, Vorfallmeldung, Resilienztests, das Management von Drittanbietern sowie den Austausch zu Cyberbedrohungen. DORA unterscheidet sich dabei deutlich von NIS2\. DORA gilt direkt in allen EU-Ländern und ist speziell auf die Anforderungen an den Finanzsektor zugeschnitten.

Besonders relevant: Auch Tech-Anbieter geraten stärker in den Fokus der Aufsicht. Mit dem Konzept des „kritischen IKT-Dienstleisters“ führt DORA erstmals eine direkte EU-Aufsicht über zentrale IT-Partner der Branche ein – von Cloud-Diensten über Core-Banking-Anbieter bis zu Softwareplattformen. Für viele Unternehmen bedeutet das neue Anforderungen an Vertragsgestaltung, Meldeprozesse und Exit-Strategien.

In der nächsten Folge von **„Alles Legal – Fintech-Recht kompakt“** geht es deshalb weiter mit dem Thema IKT-Drittparteienmanagement: Welche Anforderungen stellt DORA an Verträge – und wie gelingt die praxisnahe Umsetzung?

🎧 Jetzt reinhören!

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