Der SZ Finanztag – ein kleiner Rückblick

SZ FinanztagGestern am Tag und vorgestern Abend fand zum zweiten Mal der SZ Finanztag in Frankfurt statt. Vorab ein wirklich beeindruckendes Line-Up was dort vor Ort zusammen gekommen ist.

Was ich mitgenommen habe aus den 1,5 Tagen ist für viele nichts Neues, aber dennoch will ich es noch einmal sagen:

  • Die Sparkassen scheinen in weiten Teilen mit sich selbst beschäftigt und haben keine nach aussen sichtbare Strategie in der Digitalisierung. Zudem werden weite Teile der Regulatorik als reine Last und Initiativen wie die PSD2 als Angriff auf das Modell der Sparkasse verstanden.
  • Hypo-Vereinsbank und Commerzbank sprechen gern mit FinTechs und schauen sich auch gern deren Ideen ab. Hier scheint Berlin-Style auch in München und Frankfurt angekommen zu sein :-) – Zudem sieht die Hypo aber auch den Need der Eigenkanibalisierung und hat in 2015 45 Millionen in „FinTech“ investiert (was die Frage nach der Definition hoch bringt).
  • Die Deutsche Bank scheint das Thema Digitalisierung wirklich ernst anzugehen und John Cryan präsentiert unter anderem stolz die neue Banking App (was nicht heisst, dass die App DIE Strategie ist).
  • Der UBS geht es sehr gut.
  • Die Deutsche Börse sieht sich als Partner der FinTechs und unterstreicht dies durch eine Menge Aktivitäten unter anderem auch durch die Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt – was nicht ganz zur neuen Zentrale in London passt :-).
  • Die ING DiBa sieht sich nicht als Neandertaler des Bankings, sondern sehr gut gewappnet für das Banking der Zukunft, auch weil man weltweit schaut und mit vielen FinTechs arbeitet.
  • Es gibt im Banking nicht den typischen einen Disruptor oder die große Revolution, sondern der dauerhafte Prozess und die Anzahl der neuen Nischen-Anbieter sind die eigentliche Revolution.
  • Die großen Ökosysteme unserer Zeit werden versuchen die alltagsrelevanten Themen des Bankings zu besetzen und zum digitalen Frontend und somit Gate-Keeper werden.
  • Auf das Unbundling des Bankings folgt das Rebundling der Dienste und Anbieter in einem Service – dieser Service-Layer kann eine Bank sein, muss es aber nicht.
  • Der Dialog zwischen den sogenannten FinTechs und den klassischen Bankern fand auf Augenhöhe statt.
  • Es waren fast so viele FinTechs wie Banker vor Ort.
  • Es war zu warm, die Namensschilder zu klein, Männer in der klaren Überzahl (vor allem auf der Bühne) aber das Essen war lecker :-)

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Autor
André M. Bajorat
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