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Artikel - page 11

b+s & PAYONE sind nun BS PAYONE

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Überraschung!! – oder „war doch eh klar….?!“

Groß war die Verwunderung bei uns nicht. Auch die Sparkassen-Finanzgruppe folgt einer Entwicklung in der Payment Welt. Integration in der Value Chain. Horizontal wie Vertikal. Es macht allen Sinn der Welt, die Synergien auf vielen Ebenen sind offensichtlich. Vor allem wenn Teile der Wertschöpfung als Commodity immer mehr unter Druck geraten. Und Trends/Entwicklungen wie Multi/Omni-Channel könen nur gemeinsam umgesetzt werden. Auch anstehende Themen wie PSD2 bieten zusammen mehr Potenzial. Und die gemeinsame Vertriebspower ist ein „No Brainer“.

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savedroid – gut gemacht, schlecht gedacht…!

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Hätte, hätte Fahrradkette…

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt diese Ideen, die sind richtig gut. Dann gibt es andere Ideen, die sind richtig gut aber sind leider richtig schlecht umgesetzt. So eine Idee die eigentlich gut, aber in der Umsetzung alles andere als gelungen ist – ist savedroid.

Es läuft scheinbar gut bei dem Frankfurter FinTech savedroid. Nach eigenen Angaben liegt die Unternehmensbewertung bei 20 Millionen Euro und die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und Business Angels haben ihre Beteiligung aufgestockt. Der Bewertung liegt vor allem die wachsende Anzahl von Downloads der savedroid App zu Grunde, innerhalb von drei Monaten hat man die Downloads um 150.000 verdreifacht. Da darf man gratulieren. Zumindest wenn man diese Zahl als Maßstab nimmt – über die tatsächliche Nutzung sagen die Downloads nämlich erstmal garnichts aus.

savedroid Review: Hätte, hätte Fahrradkette
„Christine Müller, Savedroid“, Foto von Clemens Riemenschneider / Webmontag Frankfurt ist lizenziert unter CC BY 2.0.

Savedroid soll den Nutzern dabei helfen Geld zu sparen. Anders als einfach jeden Monat Geld zur Seite zu legen, nutzt savedroid “Wenn-Dann-Regeln”. Wenn z.B. ein bestimmter Betrag vom Konto abgebucht wird, kann savedroid diesen aufrunden und legt die Differenz zur Seite. Die Idee dahinter: Es fällt leichter innerhalb eines Monats immer mal wieder kleine Beträge zur Seite zur legen, als einmal einen großen Betrag. Die dafür geltenden Regeln, sogenannte smooves, kann sich der Nutzer selbst anlegen, einzig ein Sparziel, also die Summe die am Ende gespart werden soll, wird einmal definiert.

Die Idee hinter savedroid ist nicht neu. In den USA gibt es seit längerem vergleichbare Dienste wie z.B. QAPITAL oder Digit. Und diese Lösungen funktionieren gut: Im Digit-Netzwerk wurden inzwischen eine halbe Milliarde US Dollar gespart. Auch in Deutschland ist savedroid nicht alleine unterwegs, mit Clink soll in diesem Jahr eine weitere Lösung an den Start gehen.

savedroid Review: Hätte, hätte Fahrradkette

Damit man mit savedroid Geld zur Seite legen kann, muss die App eingerichtet und gewisse Regeln definiert werden, nach denen gespart werden soll. Zur Einrichtung legt man das zu überwachende Referenzkonto an, von dem das Geld auf ein weiteres Konto bei der Wirecard zurückgelegt wird. Letzteres wird im Prozess neu angelegt. Sind die Schritte erledigt geht es auch schon los und savedroid fängt an, für dich zu sparen. Glaubt man zumindest…

Das größte Problem liegt allerdings in der Art und Weise, wie savedroid ein Referenzkonto überwacht. Die sogenannten smooves werden zwar erfasst aber nicht ausgeführt, wenn das Referenzkonto im Dispo, also überzogen ist. Ein Beispiel: Das Refernzkonto hat einen Dispo von 1.000 EUR. Im Rahmen dieses Dispos laufen ganz normal alle Buchungen. savedroid bekommt das mit, führt aber selbst keine Buchung auf das Sparkonto aus, erfasst aber alle smooves. D.h. gefühlt wird gespart obwohl kein Geld fließt.

savedroid Review: Hätte, hätte Fahrradkette

Yassin Hankir von savedroid sagt dazu, dass es im Interesse der Nutzer sei und man teure Dispozinsen vermeiden will. savedroid findet sparen innerhalb des Dispositionskredit nicht nur kontraproduktiv, sondern auch moralisch bedenklich. Dadurch geht allerdings auch einiges an Potential verloren, denn wäre es zumindest optional möglich auch im Rahmen des Dispo zu sparen, könnte man savedroid auch dazu nutzen, den Dispositionskredit sukzessiv abzubauen. Als Regel müsste man wählen können: Wunsch “Dispo abbauen” und Sparbetrag in Höhe des Dispo anlegen.

Dadurch, das savedroid nur visuell Geld zur Seite legt, wenn man im Dispo ist, aber nicht reell, kommt es zu einem unschönen und völlig verwirrenden Effekt: savedroid bietet an Geld auf das Referenztkonto zu übertragen, obwohl keines vorhanden ist. Schlimmer noch, man kann beliebig oft Geld übertragen. Real fließt das Geld allerdings nicht. Insgesamt wirkt savedroid nicht nutzerfreundlich. So wird z.B. nach Erreichen eines gewissen Sparziels dem Nutzer ein Premium-Zugang angeboten. Was das genau bedeutet wird nicht erklärt, stattdessen startet direkt die Video-Legitimation. Auch kann laut App zwar eine Mastercard aktiviert werden, was aber in sofern verwirrend ist, als das ich als Nutzer gar keine bekommen habe – geschweige denn wollte. Das es sich um eine virtuelle Kreditkarte handelt wird ebenfalls nirgends erklärt.

Yassin Hankir, der CEO & Gründer von savedroid sagt dazu: “Wir verzichten ganz bewusst darauf savedroid mit Zusatzinformationen zu überfrachten. Unsere Nutzertests haben sehr deutlich gezeigt, das mehr Information oftmals zu einem schlechteren Nutzererlebnis führt. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden alle weiterführenden Informationen in unseren FAQs zu bündeln, die in der App aufrufbar sind.”

savedroid Review: Hätte, hätte Fahrradkette

Fazit

Fernab einer guten Idee, kommt es vor allem auf die Umsetzung an. Diese ist bei savedroid einfach nur mittelgut, was schade ist, weil die Idee eigentlich ein Problem löst: Geld zu sparen, ohne das es weh tut. Anstatt dem konsequenten Ausbau des Themas und weiterführende Überlegungen wie man das ganze smarter gestalten könnte, bietet man jetzt Vertragsoptimeirung von bestehenden Laufzeitverträgen an. Ein neuer Algorithmus soll z.B. Überteuerte Stromverträge erkennen und günstigere Alternativen vorschlagen. Alt-Vertragskündigung und Neu-Vertragsabschluss finden direkt in der savedroid-App statt. Willkommen im Maklergeschäft.

Gilt nicht: Vier beliebte Ausreden, um beim Thema FinTech-Regulierung abzuwinken

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Wenn man der Phrasen müde wird…

Im dieswöchigen Podcast geht es um das Thema Lobbying & Lobbyismus und PSD2 (v.a. in Richtung EU). In der täglichen Arbeit in und um FinTechs muss man sich über die Jahre allerhand anhören. Demnach hier eine Zusammenfassung der vier beliebtesten Ausreden, wenn es um das allseits beliebte Thema Regulierung geht- die wir allerdings nicht mehr gelten lassen!

Ein Gastbeitrag von Cornelia Schwertner

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„Man kann tatsächlich Geld damit verdienen“

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Business Angel für FinTechs

Das Interview führte Julia Hoscislawski für den Frankfurter Allgemeine Zeitung/Hochschulanzeiger

Kilian Thalhammer ist seit über zehn Jahren Berater und Business Angel im Bereich Payment, Fintech, eCommerce & Loyalty. Aktuell hält er Beteiligungen an zehn Start-ups, sechs davon sind FinTechs.

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BaFin 2.0 – Ein guter Start in die digitale Zukunft

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Die Freude über ein BaFin Rundschreiben

Das war schon eine kleine Sensation letzte Woche: GW 1-GW 2002-2009/0002

Hinter diesem Geschäftszeichen der “Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht” (kurz BaFin) verbirgt sich möglicherweise mehr als auf den ersten Blick klar wird.

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Wir tun es wieder: Banking Exchange 2017

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Banking Exchange – Wir gehen mit einer neuen Plattform in die nächste Runde…

Bereits zum dritten Mal haben wir Anfang 2017 die Payment-Exchange (PEX), als ‚Das Klassentreffen‘ der Payment-Branche veranstaltet. Auf der PEX treffen sich jährlich Experten aus den Bereichen FinTech, Payment und E-Commerce um sich über aktuelle Marktentwicklungen austauschen. Top-Speaker, Top-Händler und hochrangige Spezialisten teilen ihr Know-how mit den Gästen.

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Instant Payments

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Nach Instantsuppe nun Instant Payments?

Das was Instantsuppen für den schnellen Hunger zwischendurch sind, soll Instant Payments im Zahlungsverkehr sein: Schnell und unkompliziert. Doch genauso wie bei den Tütensuppen, sollte man, bei einem neuen Verfahren, genau auf die Inhalte schauen. Zahlungen im Internet, am Point of Sale (Kasse) sowie Zahlungen von Person zu Person (P2P) sollen mit Instant Payments in ganz Europa in Echtzeit möglich werden. Auch Zahlungen zwischen Personen und Unternehmen sind vorgesehen.

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Warum wir KEINE FinTech-Influencer sind

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Was eine Liste über das eigene Ego verrät…

Seit geraumer Zeit kursieren die “Top-FinTech-Influencer” Listen durch diverse Soziale Netzwerke. Da geht es um das Ranking der wichtigsten Fintech-Experten in Deutschland, in der DACH-Region, in Europa, die wichtigsten weiblichen Influencer, die besten FinTech Firmen im Social-Media und vieles mehr. So schön eine solche Liste für einzelne Egos und deren Bestätigung ist, so sehr sind die Aussagen der Listen jedoch de facto komplett wertlos.

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API – was´n das?

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Heute erklären wir, in unterschiedlichen Meinungen, den Begriff: API

Wir benutzen den Begriff immer wieder und auch in unseren beruflichen Umfeldern ist der Begriff ein Standard geworden. Aber was ist oder besser was sind diese APIs eigentlich?
Ist eine API ein Produkt, Teil einer Strategie oder nur ein kleines Stück Technik?

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Die Gewinner des “FinTech des Jahres”-Award

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And the winner is…

Der “FinTech des Jahres”-Award, verliehen von Paymentandbanking, gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vergeben. Insgesamt erreichten den Wettbewerb rund 100 Einreichungen.

In den letzten Monaten erreichten uns viele Bewerbungen, das Publikum durfte voten und die Jury hat sich auf der Jurysitzung in Berlin die Köpfe zerbrochen, wir berichteten. Heute fand die Preisverleihung zum „FinTech des Jahres“ statt und wir stellen euch die Gewinner vor.

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Wem gehören unsere Daten?

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Gedanken zu einem souveränen Daten-Management – Teil 1

Ist Datensouveränität die passende Antwort Europas auf unkontrolliertes Big-Data-Treiben? Oder die Emanzipation des Kunden durch Datensouveränität?

Seit Jahren begleiten uns auf der einen Seite, vor allem in der immer digitaler werdenden Alltagswelt, die Themen “Big-Data” und seine Brüder AI und Machine Learning und Daten- und Verbraucherschutz auf der anderen Seite. Leider sind alle Begriffe nicht nur positiv belegt, sondern werden häufig eher wie ein Pickel am Allerwertesten behandelt. Niemand so scheint es, will sich richtig mit dem Thema beschäftigen, dabei wäre es so wichtig über die Vor- und Nachteile von Big Data und die Bedeutung von Datensouveränität zu diskutieren.

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N26, Yomo und bunq – die Wegwerf-Konten

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Konto ade, scheiden tut weh…oder doch nicht?

Der Kunde kann in Deutschland zwischen fast 2.000 Kreditinstituten wählen und Dienstleistungen in einer der über 35.000 Filialen in Anspruch nehmen. Zwar haben sich die Retailbanken inzwischen alle das Thema Digitalisierung auf die Fahne geschrieben, kommen aber zum Teil nur schleppend voran. Gleichzeitig drängen neue Mitspieler auf den Markt, die das Girokonto zum Wegwerfprodukt machen.

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Disruption – was’n das?

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Heute erklären wir, in unterschiedlichen Meinungen den Begriff: DISRUPTION

Vor einiger Zeit hatten wir uns schon einmal dem Begriff ‚FinTech‘ und dann dem Unterschied zwischen ‚Produkt und Feature‘ gewidmet. Heute nun die Mutter aller Buzzwords und der Angstmacher für viele Etablierte: Die berühmte Disruption.

Was ist denn das überhaupt und was sind konkrete Beispiele für disruptive Modelle? Und wo ist die Abgrenzung zur Innovation und Evolution?
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Stell dir vor, wir haben das Jahr 2017 und deine Kreditkarte läuft ab…

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Tut uns leid, aber Ihre Kreditkarte ist abgelaufen

Die Kreditkarte existiert seit mehr als 65 Jahren und eigentlich wird heute nur noch darüber diskutiert, durch welchen Player und inwieweit die Kreditkarte verdrängt wird. Ein so altes Produkt müsse doch inzwischen bei allen Händlern vollumfänglich als Zahlungsmittel angekommen sein. Müsste man meinen, aber ein Experiment zeigt etwas anderes.

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