Bankathon 15: Interview mit Björn Erik Jüngerkes über die Gründe der Teilnahme der biw Bank

Am kommenden Sonntag startet der erste Bankathon von gini und figo. Neben rund 100 Teilnehmern, haben sich auch eine Reihe Banken für eine Unterstützung entschieden. Unter anderem die kleine aber innovative biw Bank aus Willich bei Düsseldorf. 

Ich habe Björn Erik Jüngerkes von der biw zu den Gründen der Teilnahme befragt:

Bankathon 15Warst Du schon mal auf einem Hackathon oder kannst Du Dir in etwa vorstellen, was Dich erwartet?

Nein, für mich ist dies der erste Hackathon. Umso gespannter bin ich auf die Atmosphäre und den Austausch, wenn beim Bankathon zwei vermeintlich völlig unterschiedliche Welten, Banking und Start-up-Szene, zusammenkommen. Ich freue mich sehr auf die Gespräche und bin überzeugt, dass wir als Bank viel mitnehmen können von der frischen Denke der Entwickler. Genauso können wir viel Know-how einbringen. Für mich persönlich ist auch ein Highlight, als Mitglied der Jury bewerten zu dürfen, was da in 30 Stunden entwickelt werden wird.

Du warst mit der biw AG einer der ersten Gold Sponsoren dieses Events. Wie kam es hierzu?

Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken getragen, uns bei Veranstaltungen im FinTech-Umfeld zu engagieren. Dann habe ich in meinem Netzwerk von der Chance erfahren, das Sponsoring des ersten deutschen Bankathons zu übernehmen. Ein Vorschlag zur rechten Zeit, sodass wir die Gelegenheit gleich beim Schopfe ergriffen haben! Mir gefällt besonders gut, bei einem für Deutschland komplett neuartigen Veranstaltungsformat zu den Pionieren zu gehören.

Was ist für Dich der Hauptgrund für das Sponsoring gewesen: Ergebnisse der Teams, Kontakte zu den Teilnehmern / Startups oder die Aufmerksamkeit in den Medien?

Da spielen alle Faktoren eine Rolle. Wir sind ja keine klassische Bank, die biw AG gehört zu einer IT-Gruppe, der XCOM AG. Deshalb sind wir ohnehin eine Art Grenzgänger, bei uns treffen sich Bank- und IT-Perspektive zusammen. Wichtig ist uns, Vorbehalte, die es womöglich gegen etablierte Player aus dem Bankenbereich gibt, zu zerstreuen. Denn das Banking der Zukunft gelingt am besten, wenn man unterschiedliche Kompetenzen an einen Tisch holt! Wir wollen Start-ups zeigen, dass wir in der Kombination Bank und IT anders sind als andere Banken, offen sind für Kooperationen und zeigen was für Kompetenzen wir liefern, damit eine gute Finanzidee auch zu einem Markterfolg wird.

Welche Stellung hat der Hackathon intern bei der biw Bank? Wird dies ein Auftakt für weitere Aktivitäten sein?

Für uns ist das FinTech-Event Bankathon zunächst einmal ein tolles Experimentierfeld, nicht jeder Schritt ist planbar. Wenn die Veranstaltung ein Erfolg wird, werden wir über weitere Aktivitäten nachdenken. Was uns dabei auch bewegt ist, dass wir dazu beitragen wollen, dass die Kommunikation in der FinTech-Branche und ihrem Umfeld noch mehr in Gang kommt. Gerade was die persönliche und fachliche Vernetzung aller wichtigen Player angeht, haben wir im Vergleich zu Großbritannien oder Skandinavien noch erheblichen Nachholbedarf.

Auf dem Event sind ja auch viele bestehende FinTechs vertreten. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie mit einem Startup im Nachgang weiter zusammen arbeiten werden? Warum sollten sich die Startups gerade für die biw AG entscheiden?

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir tolle Ideen finden und dass wir überzeugende Ansätze auch weiterverfolgen. Wir verstehen uns als Enabler für FinTechs, wollen also Finanzideen im digitalen Banking gemeinsam mit Partnern realisieren. Junge FinTech-Unternehmen können die technischen Prozesse und bankfachlichen Services aus unserer Banking-Suite nutzen. Dass wir als deutsche Vollbank alle regulatorischen Aufwände abnehmen können, erspart Start-ups viel Zeit und Geld. Sie können sich ganz auf Entwicklung und Vertrieb ihrer Produkte konzentrieren! Wie gut das funktioniert, können wir anhand von zahlreichen bestehenden Partnerschaften zeigen. Zum Beispiel sind wir kontoführendes Institut für auxmoney, Savedo und Zinspilot. In den nächsten Monaten werden wir mit weiteren Start-up Partnerschaften live gehen.

Wenn Du einer der Teilnehmer wärst: An was würdest Du arbeiten?

Auf jeden Fall würde ich an der Aufgabenstellung der biw AG arbeiten! Denn wir sind nicht einfach nur Sponsor. Wir überlegen derzeit den Entwicklerteams auf ggf. ein eigenes Thema vorzulegen. Mehr will ich aber heute noch nicht verraten. Im Endeffekt freue ich mich aber über jede funktionierende und erfolgsversprechende Ergebnis und bin gespannt ob die Teams uns die Aufgabe in der Jury sehr schwer machen werden.

Abschließend die Frage, wer kommt sonst noch von der biw Bank zum Bankathon?

Ich werde von Thomas Goertz, dem Leiter des FinTech Labs unserer Mutter XCOM begleitet. Er ist IT-ler und einer der Kreativköpfe unserer Unternehmensgruppe. biw und XCOM sind seit einigen Wochen Teil der FinTech Group AG, auch hier werden Kollegen vor Ort sein, z.B. Kollegen aus dem VC-Umfeld.

Wer ist denn Björn?

Björn Erik Jüngerkes

Björn Erik Jüngerkes arbeitet seit 2012 als Leiter der Geschäftsentwicklung und Prokurist bei der biw Bank für Investments und Wertpapiere. Er verantwortet in der Bank die Markteinführung von innovativen Geschäftsideen der biw AG bzw. der Bank in Zusammenarbeit mit ihren Partnern, in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Dazu gehören Geschäftsmodelle aus den Bereichen Online-Banking und Brokerage, (Mobile) Payment und rund um das Thema E-Geld.

Autor
André M. Bajorat
Specialist in #FinTech Board @Bitkom, @finleap, @money2020, Mentor at @as_pnp, @Microsoft. Founder of @paymentbanking #ex giropay enfore sfg figoapi mehr

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere