800 Mio. Dollar für Mollie

Der Zahlungsdienstleister sammelt fast 800 Mio. Dollar in einer Finanzierungsrunde ein. Ein Unicorn ist das niederländische Unternehmen bereits seit dem letzten Funding. Mit der neuen Kapitalspritze steigt Mollie zu einem der wertvollsten Fintechs Europas auf. 

Gegenüber klingenden Namen wie PayPal und Klarna, die sich auch direkt an die Endkundinnen und Endkunden wenden, hat es der niederländische Payment-Service-Provider (PSP) Mollie in der Öffentlichkeit etwas schwer. In den kommenden Tagen dürfte der Firmennamen aber häufiger in den Medien auftauchen, denn das Fintech verkündet den erfolgreichen Abschluss einer Series-C-Finanzierung von 800 Mio. Dollar (665 Mio. Euro). 

Bewertung von Mollie steigt auf 6,5 Mrd. Dollar

Angeführt wird diese Runde von Blackstone Growth. Beteiligt haben sich mit EQT sowie General Atlantic, HMI Capital und Alkeon klingende Namen der Branche. Wagniskapitalgeber TVC, der die letzte Runde angeführt hatte, legte ebenfalls noch einmal nach.

Die Bewertungssumme des Fintechs steigt auf 6,5 Mrd. Dollar. Damit dürfte Mollie den dritten Platz der wertvollsten nicht an der Börse gehandelten Fintechs in Europa belegen. Lediglich Klarna und Checkout.com (wenn wir Großbritannien weiter zu Europa zählen) sind noch wertvoller.

Weitere Expansion und mehr Personal geplant

Mit dem frischen Kapital im Rücken prüft Mollie nach eigener Aussage die weitere Expansion in Europa. Aktuell ist Mollie erst in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Frankreich aktiv. Außerdem soll weiteres Personal aufgebaut werden. Derzeit hat Mollie 480 Mitarbeitende, die binnen der kommenden neuen Monate 300 weitere Kolleginnen und Kollegen bekommen sollen. 

Shane Happach, als CEO von Mollie gerade einmal drei Monate im Amt, sieht in der erfolgreichen Finanzierung auch einen Vertrauensbeweis in die Stärke, Wachstum und Produktangebot von Mollie. Und verweist dabei auch auf ein Wachstum um 600 Prozent in Deutschland. 

120.000 Handelskunden nutzen die Dienste von Mollie inzwischen, 2021 peilen die Niederländer die Marke von 20 Mrd. Euro Transaktionsvolumen an. 

Autor
Stephan ist seit Anfang der 90er Jahre online und hat eine ausgeprägte Fintech-Vergangenheit (Star Finanz, Hypoport). Bei der Hypoport-Tochter Dr. Klein war er u.a. für das Produktmanagement und den Bereich Business Development verantwortlich. Seit über 10 Jahren schreibt er über... mehr
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