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10 Fragen an die Mitglieder der Jury des FinTech des Jahres 2015 – Patrick Meisberger

von André M. Bajorat / vom 14. Dezember 2015

Patrick MeisbergerUm die Jury zum FinTech des Jahres 2015 noch besser kennenzulernen, beantworten die Mitglieder alle zehn Fragen. Patrick war bereits im letzten Jahr dabei und hat in seiner Rolle als GF bei CommerzVentures natürlich einen super Blick auf das Thema.

Wer bist Du und was machst Du?

Patrick Meisberger, Geschäftsführer bei CommerzVentures GmbH, der Corporate Venture Capital Gesellschaft der Commerzbank AG

Deine Berührungen mit FinTech?

Als CommerzVentures investieren wir in Start-up Firmen mit Fokus FinTech.

Wie war das Jahr 2015 für die FinTech Branche?

Das Jahr war herausragend, insbesondere was Finanzierungen für FinTech Firmen angeht. Es wurde noch nie so viel VC Geld in deutsche FinTech Firmen investiert wie dieses Jahr.  Aber ist auch eine größere Offenheit von Banken zu erkennen, was in vermehrten Kooperationen zwischen FinTechs und traditionellen Banken mündet.  

Was erwartest Du im Jahr 2016 im Bereich FinTech?

Grundsätzlich geht die Geschwindigkeit von Neugründungen und Finanzierungen weiter. Allerdings stellt sich schon die Frage ob die Party (gilt für die gesamte Start-up Szene) in 2016 auf gleichem Niveau weiter geht.
Insbesondere bleibt abzuwarten, ob die Folgefinanzierungen in z.B. Series B und C genauso gut funktionieren wie im vergangenen Jahr und ob die Start-ups in Betracht der aktuell schon recht hohen Bewertungen weiterhin durch die Bank Bewertungspremiums realisieren können.

Über welches FinTech-Modell wüsstest Du gern noch mehr?

Grundsätzlich interessiert mich alles im Bereich FinTech – das ist ja nun mal mein Kerngeschäft. Allerdings werden wir im kommenden Jahr verstärkt in die Bereiche Security und Compliance sowie Risk Management schauen.

Was unterscheidet FinTech von anderen Tech-Bereichen?

Die Geschäftsmodelle sind meist komplexer als in anderen Industrien, was auch dem Umstand der heftigen Regulierung geschuldet ist.

Die Gründerteams sind oft erfahrene Manager aus Finanzdienstleistungsgewerbe und die start-ups sind oft schon vor der ersten institutionellen Series A Runde sehr gut über Friends&Family finanziert.

Welche Bank hat bisher die beste Strategie im Umgang mit der wachsenden Digitalisierung und ggf. in der Zusammenarbeit mit FinTechs?

Von den traditionellen deutschen Banken eindeutig wir: die Commerzbank. Es gibt keine andere Bank, die mit einer Start-up Garage (Comdirect), einem Inkubator (mainInkubator) und einem VC (CommerzVentures) so komplett aufgestellt ist. Natürlich gibt es auch sehr viele interne Aktivitäten  im Bereich Digitalisierung.

Werden Retailbanken in der Form von heute im Jahr 2020 noch da sein?

Selbstverständlich, aber sicherlich ein wenig “digitaler” aufgestellt.

Welche Bereiche der Bank werden in Zukunft über die Blockchain abgewickelt?

Grundsätzlich können Bezahlprozesse oder Settlement und Clearing Prozesse im Wertpapierhandel über Blockchain abgebildet werden. Auch weitere Anwendungszenarien sind denkbar. Allerdings gebe ich zu Bedenken, dass es noch ein weiter Weg für Standard-Anwendungen von Blockchain im Finanzdienstleistungsgewerbe ist.

Wo trifft man dich im Jahr 2016?

in Deutschland bei den typischen (FinTech) Start-up/VC Veranstaltungen:
Money2020 Europe, Noah, Exec I/O, etc.  


Hier die Übersicht der Jury.


Die Fintech-Startups des Jahres: Gini, Weltsparen, Number26 und fairr | t3n
[…] Janek, ADG und Fintech-Blogger, Uli Hegge, Investor, Jan Sessenhausen, Tengelmann Ventures, Patrick Meisberger, CommerzVenture, Joachim Jürschick. IT-Finanzmagazin, Andreas Kubli, UBS, Frank […]
vom 5. Februar 2016

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