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10 Fragen an die Mitglieder der Jury des FinTech des Jahres 2015 – Arnulf Keese

von André M. Bajorat / vom 19. Dezember 2015

 Arnulf Keese ist seit März 2011 Geschäftsführer der PayPal Deutschland GmbH. In dieser Position verantwortet er die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der studierte Physiker ist seit 2006 bei PayPal tätig. Er startete als Leiter des Geschäftskundenbereiches und zeichnete anschließend als Geschäftsführer des Vertriebs verantwortlich. Bevor er zu PayPal kam, war Arnulf Keese Geschäftsführer der giropay GmbH. Weitere Stationen davor waren die Star Finanz GmbH, QXL ricardo, AOL und Bertelsmann.

Arnulf Keese ist seit März 2011 Geschäftsführer der PayPal Deutschland GmbH. In dieser Position verantwortet er die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der studierte Physiker ist seit 2006 bei PayPal tätig. Er startete als Leiter des Geschäftskundenbereiches und zeichnete anschließend als Geschäftsführer des Vertriebs verantwortlich. Bevor er zu PayPal kam, war Arnulf Keese Geschäftsführer der giropay GmbH. Weitere Stationen davor waren die Star Finanz GmbH, QXL ricardo, AOL und Bertelsmann.

Um die Jury zum FinTech des Jahres 2015 noch besser kennenzulernen, beantworten die Mitglieder alle zehn Fragen. Arnulf als VP bei PayPal hat natürlich eine sehr klare Sicht auf das Thema. Hier seine 10 Antworten.

Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Arnulf Keese und ich bin Vice President bei PayPal für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz.

Deine Berührungen mit FinTech?

Zum einen sind wir selbst eines der frühen FinTechs. Wir bieten innerhalb des Finanzdienstleistungssektors technologiebasierte Alternativen zu klassischen Bezahlverfahren an – und optimieren dabei gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit und das Risikomanagement für den digitalen Einsatz, das heißt sowohl online als auch mobil.

Zum anderen haben natürlich die Innovationen der neuen FinTechs großes Potenzial, die Dynamik des Marktes und das Verbraucherverhalten durch neue Use Cases zu verändern. PayPal ermöglicht über API’s diesen neuen Geschäftsfeldern von Anfang an sichere digitale Zahlungen.

Wie war das Jahr 2015 für die FinTech Branche?

2015 war ein super spannendes Jahr.

Einerseits ist die Branche selbstbewusster geworden – getrieben durch erste Erfolge und immer mehr und größere Finanzierungen bei den FinTechs. Demgegenüber steht die erwachende Erkenntnis seitens der klassischen Banken, dass FinTechs die Marktdynamik verändern und die Verteilung der Wertschöpfung nachhaltig beeinflussen werden.

Was erwartest Du im Jahr 2016 im Bereich FinTech?

Wir werden zunehmend die erfolgreichen Use Cases abheben sehen und gleichzeitig eine Vertiefung der Geschäftsmodelle beobachten können. Letztlich ist es doch so: Jede Disruption fängt erst einmal trivial an (weshalb sie gerne unterschätzt wird) und entwickelt dann das volle Momentum. Dieses Momentum werden vor allem die klassischen Finanzdienstleister und Banken zu spüren bekommen, weil etablierte Geschäfte von neuen Spielern besetzt werden.

Ich bin gespannt, wer den Takt vorgeben wird.

Über welches FinTech-Modell wüsstest Du gern noch mehr?

Alles, was das Kunden-Frontend und die Benutzererfahrung durch neue Use Cases revolutioniert und das mit den Vorteilen regulierter Backends kombiniert.

 Was unterscheidet FinTech von anderen Tech-Bereichen?

Es gibt wenige Bereiche, die derart intensiv besetzt sind wie der Bankensektor in Deutschland mit seinen 2000 Instituten – das schreit nach Disruption. Ich denke, wir werden in den nächsten Jahren große Bewegungen beobachten können. Sei es durch die Neuverteilung margenträchtiger Geschäftsfelder oder durch Abwehrmaßnahmen, um genau diese zu vermeiden.

So oder so: Es wird spannend werden.

Welche Bank hat bisher die beste Strategie im Umgang mit der wachsenden Digitalisierung und ggf. in der Zusammenarbeit mit FinTechs?

Die Bank, die am wenigsten darüber nachdenkt, was sie verlieren könnte und am meisten darüber nachdenkt, was der Kunde eigentlich wirklich braucht und möchte.

 Werden Retailbanken in der Form von heute im Jahr 2020 noch da sein?

Klar wird es noch Filialen geben – die Frage ist nur ob sie zum Erfolg der Bank beitragen.

Letztlich ist es doch so, dass fast alle elementaren Infrastrukturdienstleistungen mittlerweile ohne ein engmaschiges Filialnetz auskommen. Egal, ob Telefon, Strom, Gas, Wasser, Versicherung oder Bank, bei keiner der genannten bin ich in den letzten 10 Jahren besonders häufig oder überhaupt gewesen, ohne das mir etwas gefehlt hat. Und wenn ich dann mal vor Ort war, dann eigentlich nur erzwungen – zum Beispiel, weil die Dienstleistung nur in einer Filiale angeboten wurde.

Dass Banken Filialen haben, ist eine Tatsache.
Dass der Kunde eine Filiale braucht, ist Wunschdenken.

 Welche Bereiche der Bank werden in Zukunft über die Blockchain abgewickelt?

Gute Frage, es ist aber noch zu früh, um dies beurteilen zu können. Blockchain hat großes Potenzial, es ist nur noch nicht ganz klar, wo genau es erfolgreich sein wird. Die technologische Idee ist beeindruckend, aber die Implementationen sind noch sehr von Hype, Volatilität und Überzeugung geprägt. Aber der Anfang ist gemacht und es wird spannend sein zu beobachten, wo sich relevante Use Cases mit Potenzial für die breite Masse herauskristallisieren werden.

Das erinnert mich ein wenig an die Erfindung des Lasers: Allen war klar, dass es etwas Großes ist, zu Beginn wusste man nur noch nicht genau, welches Problem es lösen wird.

 Wo trifft man dich im Jahr 2016?

Vor allem beim Kunden J


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