Veranstaltung: Interview mit Miriam Wohlfarth über die PEX Friends

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Werbung in eigenen Sache: Nach der überragenden Resonanz zur ersten Payment Exchange (PEX) im Januar findet am 28. Juli 2016 die erste PEX Friends in Berlin statt. Kilian Thalhammer und Maik Klotz fragen bei Miriam Wohlfarth von RatePAY nach, was es mit der PEX Friends auf sich hat.

Kilian: Liebe Miriam, seit der ersten Payment Exchange (PEX) ist nun ein halbes Jahr vergangen. Berichte doch kurz, wie die Idee zur PEX damals entstanden ist.

Miriam: Die erste PEX war ein Experiment. Wir wollten ein Branchentreff schaffen, bei dem sich Payment-Experten ohne Sales-Druck austauschen können. Die Idee dazu entstand auf dem MRC Kongress in Las Vegas, einem Event, wo Payment-Profis auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Spätabends saß ich mit einem „Kollegen von Soundcloud“ bei einem Bier und wir sprachen über Payment-Optimierung. Irgendwann fragten wir uns lachend, warum wir nachts um vier über solche Themen reden und wie toll es doch wäre, in Deutschland eine Veranstaltung zu haben, die Payment spezifisches Best Practice Sharing und echtes Netzwerken ermöglicht. Gesagt, getan: Einige Monate später stand das Konzept zur PEX. Vorher hatten wir noch einige große Onlinehändler nach ihrer Meinung gefragt, alle waren Feuer und Flamme.

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Maik: Wie ist die erste PEX im Januar aus deiner Sicht gelaufen?

Miriam: Einfach super. Das Event war ausgebucht. Es kamen über 100 Leute, mehr als 80 Prozent davon waren Händler! Die Veranstaltung selbst war so informativ, so locker und witzig, dass sich am Ende sämtliche Teilnehmer einig waren: Das war die erste, aber ganz sicher nicht die letzte PEX. Das Feedback, was uns im Nachgang erreichte, war überwältigend. Die letzten Leute gingen um vier Uhr nachts nach Hause!

Kilian: Was glaubst du, warum die PEX auf so viel Zuspruch stieß?

Miriam: Ich denke, wir haben mit dem Networking-Charakter einfach einen Nerv getroffen. Immer mehr Unternehmen beschäftigen Payment Manager, die aber auf keine etablierten Prozesse und kein etabliertes Know-how zurückgreifen können. In ihren Unternehmen gehören die Payment-Leute weder zur E-Commerce-Abteilung noch zur Finanzabteilung. Mit wem sollen sie sich austauschen? Es ist doch so: Bei Payment-Prozessen steht jeder Bekleidungshändler, jeder Händler, der Downloads anbietet, jede Fluglinie am Ende vor den gleichen Herausforderungen. Der Wissensaustausch mit Kollegen aus anderen Unternehmen spart Zeit und Ressourcen; nett ist es außerdem.

Maik: Es gibt ja bereits zahlreiche Veranstaltungen für den deutschen E-Commerce. Reichen die nicht aus, um sich auszutauschen?

Miriam: Na ja, natürlich gibt es viele Events, ihr wart selbst schon auf den meisten. Aber ganz ehrlich, das sind doch meistens reine Sales-Veranstaltungen, wo jeder Payment-Experte so lange in Verkaufsgespräche verwickelt wird, dass zum fachlichen Austausch gar keine Gelegenheit mehr bleibt. Deswegen haben wir auch die wenigen Dienstleister, die an der PEX teilnehmen, sorgfältig ausgewählt und sie gebeten, als Payment-Profis und nicht als Verkäufer aufzutreten. Das hat im Januar einwandfrei funktioniert. Auch wir als Dienstleister möchten ja wissen: Was treibt unsere Kunden wirklich um? Wie können wir echten Mehrwert schaffen und Probleme lösen?

Kilian: Jetzt also die PEX Friends. Ist eine PEX pro Jahr nicht genug?

Miriam: Das dachten wir zuerst auch. Aber dann haben wir eine Umfrage unter den Teilnehmern vom Januar gestartet, mit einem Rücklauf von sagenhaften 70 Prozent, und alle waren sich einig, dass die Zeit bis zum nächsten Januar doch sehr lang ist. Die Payment-Branche ist extrem schnelllebig, sechs Monate sind da eine Menge Zeit. Die PEX Friends soll dem „harten Kern“ der Payment-Branche im Rahmen eines lockeren BBQ die Möglichkeit bieten, über die neuesten Trends und Themen zu sprechen und das persönliche Netzwerk weiter auszubauen. Diskussionspunkte bei der PEX Friends werden unter anderem Datenschutz, Regulierung, Transparenz und die neusten Conversion-Themen sein. Ihr vom „FinTech Rat Pack“ seid ja auch wieder mit dabei, darauf freue ich mich ganz besonders.

Maik: Danke für die Blumen – wir werden uns extra viel Mühe geben, auch diesmal wieder interessante Themen und Meinungen beizusteuern. Danke für das Interview, liebe Miriam, wir sehen uns am 28. Juli um 14 Uhr auf der Dachterrasse des Hotel AMANO Grand Central. Mein Steak hätte ich übrigens gerne medium rare.

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Maik Klotz

Senior Consultant bei KI finance
Maik Klotz ist Berater, Sprecher und Autor zu den Themen Banking, Payment und Retail. Seit vielen Jahren berät Maik Unternehmen zu kundenzentrierten Innovationsmethoden und der Fokussierung auf den Nutzer. Aktuell ist er als als Senior Consultant bei der KI finance GmbH aktiv.
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