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„Ohne FinTechs geht es nicht“

in Banken/Events/fintech von

Deutsche Bank und FinTech PartnerDieser Satz von Dr. Markus Pertlwieser ist bei mir gestern sehr nachhaltig hängen geblieben auf dem Presse-Workshop der Deutschen Bank, zur Vorstellung des digitalen Ökosystems der Bank.

Und das beeindruckende für mich war, dass der Satz von Markus Pertlwieser mit Leben gefüllt wird:

Die Deutsche Bank nutzt zum Aufbau ihres digitalen Ökosystems das Know-How und die Expertise der Fintech-Welt. Das ist nichts komplett neues, andere Banken leben Kooperationen auch und auch die Deutsche Bank nutzt schon lange Lösungen wie zum Beispiel „Gini“ für die Fotoüberweisung.

Was aber für mich neu ist, ist die Konsequenz und der Mindset dahinter:
Die Deutsche Bank hat den Anspruch der erste Ansprechpartner für die führenden Fintechs zu sein. Und dies immer im Sinne des Kunden.

Diesen starken Kundenfokus zeigt auch die von Michael Koch und Frank Wiesner vorgestellte App der Deutschen Bank, die noch im April live gehen wird. Mobile-First wird hier mit dem höchsten UX und UI Anspruch gelebt und rund um die App wird das digitale Ökosystem (P2P, POS, Kredite, Anlage etc) der Bank sukzessive ausgebaut.

Was das unter anderem zeigt:

  • die Deutsche Bank hat den First-Mover Anspruch und setzt Zeichen im Sinne der PSD2
  • die Deutsche Bank sucht bewusst externe Expertise und hat für sich entschieden das man „Digitalisierung“ nicht allein machen kann
  • die Deutsche Bank sieht Fintechs als wichtigen Partner in diesem Kontext
  • die Lösung für den Kunden steht im Fokus (OnlineBanking) und nicht die Bank
  • APIs und Offenheit sind Kernbestandteil des Weges

Zudem hat die Deutsche Bank erkannt, dass auch in Banken R&D ein wichtiger Bestandteil sein muss. Die Digitale Fabrik und die Labs rund um die Welt scheinen mir ein guter Weg zu sein, sich diesem Ziel sinnvoll und schnell zu nähern.

Weiterführende Links:

Disclaimer:
Da wir mit unserer Banking-as-a-Service Plattform figo ein wichtiger Bestanteil des digitalen Ökosystems der Deutschen Bank sind, bin ich natürlich nicht 100% neutral.

 

Aus Banking-API wird Banking Service Provider

in API/Artikel/Banken/Banking/fintech von

DSC_0037Schon vor langer Zeit habe ich mir hier eine Banking-API für Deutschland gewünscht. Inzwischen haben wir diese mit der figo-Connect API geschaffen und sind sehr zufrieden, dass mehr als 200 Developer und Unternehmen diesen Service für ihre Nutzer in Anspruch nehmen.

Was mir in den letzten Wochen und Monaten aber klarer als zuvor geworden ist: Eine einfache API ist nicht ausreichend, sondern lediglich ein erster Schritt zum modernen Banking im richtigen Kunden-Kontext.

Was meine ich damit?

Das mein persönliches Online-Banking dank smarter APIs nicht mehr nur im Online Banking meiner Bank(en) stattfindet ist super und macht mir das Leben in vielen Momenten bereits deutlich leichter.

Ob Rechnungen bezahlen mit organize.me oder Gini, den aktuellen Kontostand im Blick dank Kontoalarm, Freunden Geld senden mit Lendstar oder offene Posten abgleichen mit Billomat, Fastbill, Smoice oder Debitoor.  Alles bereits möglich.
Aber erfüllt dies meine Wünsche als Kunde bereits ausreichend?

Unbundling BanksWas verstärkt meinen „Need“ noch?

Das inzwischen vielfach diskutierte „Unbundling“ der Banken ist auch bei mir voll im Gang – ggf. mehr als beim Standardkunden, aber der Trend ist sicher bei vielen so.

Girokonten bei der Sparkasse und der netbank, Depot bei der comdirect, Tagesgeld bei Savedo, Finanzierung bei der apobank, Sparplan bei Vaamo, Kreditkarte bei der DKB, weiteres Girokonto bei Number26, mein immer wichtiger werdendes PayPal Konto und noch Einiges mehr.

Resultat sind diverse Anlaufpunkte – mal Mobile mal Web – für meine persönlichen Finanzen. Fördert die Transparenz in Summe nicht, sondern nervt mich als Nutzer. Der vielversprochene Mehrwert durch die neuen Angebote wird durch die entstehende Intransparenz fast schon aufgebraucht.

Bildschirmfoto 2015-05-11 um 09.01.42Was wünsche ich mir – ein Ende der Silos und smarte Daten

Ich wünsche mir einen zentralen Ort für alle meine Finanzen. Einen Ort an dem ich alle meine Konten, Accounts und auch alle dazugehörigen Informationen wie Rechnungen, Belege und sonstige relevanten Daten zentral im Zugriff habe.

Das bedeutet dieser zentrale Ort sollte eine direkte Verbindung zu all den Tools und Services haben, die ich mit und für meine persönlichen Finanzen nutzen will.

Ein Beispiel:
Ich bezahle eine Rechnung über die mobile App organize.me – in meiner Wunschwelt „heftet“ damit die zugehörige Rechnung dauerhaft am passenden Umsatz meines Girokontos. Und dies an allen Stellen an denen ich die Umsätze meines Girokontos ansehen mag: Ob dies in Kontoalarm ist, im Online-Banking meiner Bank oder meiner Buchhaltungssoftware.

Eigentlich in Zeiten der Digitalisierung nicht schwer sollte man meinen. Aber die meisten der Anbieter meinen, dass sie meine Daten besitzen und machen damit die Erfüllung meines Kunden-Wunsches schwerer als gedacht.

sepaRegulatorik als unerwartete Hilfe?

Überraschende Unterstützung ahne ich gerade aus Brüssel zu bekommen. Im Rahmen der Diskussionen um die sogenannte PSD 2 (Payment Service Directive 2) tun sich geahnte Chancen auf:
Zum einen die viel diskutierte Öffnung der Bankschnittstellen (Access to Bank Account), die es mir als Kunden endlich auch erlaubt meine Daten dort zu nutzen wo ich es mag („Kontext-Banking“). Aber auch die anstehende sinnvolle Regulierung der Dienste (Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste), die auf diese Schnittstellen der Banken zugreifen wollen.

Ich denke, hier werden wir eine Parallele zur Entwicklung im ePayment sehen: Sogenannte Payment Service Provider beziehen neben ihrer wichtigen technischen Dienstleistung als Brücke zwischen Payment-Schemes und Shopsystem, einen Teil ihrer Daseinsberichtigung schon heute aus den Vorgaben der Regulatoren und Schemes wie Visa und Mastercard.

Diese Regeln können von nahezu allen eCommerce Händler nicht sinnvoll allein erfüllt und umgesetzt werden, so dass diese fast ausschliesslich die Dienste der PSPs in Anspruch nehmen.

Hier genau sehe ich nun Banking Service Provider als Instanz zwischen den heutigen Banken (vgl. Schemes) und den neuen Bankingdiensten (vgl. eCommerce Händler) entstehen. Die technische Brücke ist über die Banking-API gebaut – nun kommt aber dank Regulatorik mehr auf alle Beteiligten zu.
(By the way: Das kann man sinnvoll finden oder nicht, einen Weg vorbei wird es auf lange Sicht nicht geben.)

Smarter Datenprovider statt nur der freundliche Mann in der Mitte

Als Kunde würde ich mir wünschen, dass diese „BSPs“ sich nicht auf die Rolle eines meist unsichtbaren aber freundlichen Mannes in der Mitte reduzieren wie die PSPs, sondern zum smarten Datenprovider meiner persönlichen Finanzdaten werden.

Damit ist nicht gemeint, dass ich zukünftig mein Online-Banking bei einem BSP mache, sondern ich werde mir meine Dienste aus den an den BSP angebundenen „Banking-Frontends“ aussuchen.

Wichtig für mich ist nur, dass ich einen gemeinsamen Datenbestand habe. Dieser setzt sich zusammen aus meinen reinen Finanzdaten plus den Veredelungen durch Drittdienste (Kategorien, Rechnungen, Belege etc).

Das ich alle Dienste über nur ein Login erreichen mag, ist so selbstverständlich wie die Sicherheit oben. Um Jochen Krisch abgewandelt zu zitieren:

„Mir als Kunde ist die Bank der Zukunft egal, mir geht es um mein Banking der Zukunft.“

Und das sollte zentral, aggregierend und smart sein. Und ja, liebe Deutschen: Sicher ist es natürlich auch 🙂

Let´s build the future of Banking!

 

Bankathon 15: Interview mit Björn Erik Jüngerkes über die Gründe der Teilnahme der biw Bank

in API/Bankathon/Banken/Events/fintech von

Am kommenden Sonntag startet der erste Bankathon von gini und figo. Neben rund 100 Teilnehmern, haben sich auch eine Reihe Banken für eine Unterstützung entschieden. Unter anderem die kleine aber innovative biw Bank aus Willich bei Düsseldorf. 

Ich habe Björn Erik Jüngerkes von der biw zu den Gründen der Teilnahme befragt:

Bildschirmfoto 2015-04-13 um 12.14.49Warst Du schon mal auf einem Hackathon oder kannst Du Dir in etwa vorstellen, was Dich erwartet?

Nein, für mich ist dies der erste Hackathon. Umso gespannter bin ich auf die Atmosphäre und den Austausch, wenn beim Bankathon zwei vermeintlich völlig unterschiedliche Welten, Banking und Start-up-Szene, zusammenkommen. Ich freue mich sehr auf die Gespräche und bin überzeugt, dass wir als Bank viel mitnehmen können von der frischen Denke der Entwickler. Genauso können wir viel Know-how einbringen. Für mich persönlich ist auch ein Highlight, als Mitglied der Jury bewerten zu dürfen, was da in 30 Stunden entwickelt werden wird.

Du warst mit der biw AG einer der ersten Gold Sponsoren dieses Events. Wie kam es hierzu?

Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken getragen, uns bei Veranstaltungen im FinTech-Umfeld zu engagieren. Dann habe ich in meinem Netzwerk von der Chance erfahren, das Sponsoring des ersten deutschen Bankathons zu übernehmen. Ein Vorschlag zur rechten Zeit, sodass wir die Gelegenheit gleich beim Schopfe ergriffen haben! Mir gefällt besonders gut, bei einem für Deutschland komplett neuartigen Veranstaltungsformat zu den Pionieren zu gehören.

Was ist für Dich der Hauptgrund für das Sponsoring gewesen: Ergebnisse der Teams, Kontakte zu den Teilnehmern / Startups oder die Aufmerksamkeit in den Medien?

Da spielen alle Faktoren eine Rolle. Wir sind ja keine klassische Bank, die biw AG gehört zu einer IT-Gruppe, der XCOM AG. Deshalb sind wir ohnehin eine Art Grenzgänger, bei uns treffen sich Bank- und IT-Perspektive zusammen. Wichtig ist uns, Vorbehalte, die es womöglich gegen etablierte Player aus dem Bankenbereich gibt, zu zerstreuen. Denn das Banking der Zukunft gelingt am besten, wenn man unterschiedliche Kompetenzen an einen Tisch holt! Wir wollen Start-ups zeigen, dass wir in der Kombination Bank und IT anders sind als andere Banken, offen sind für Kooperationen und zeigen was für Kompetenzen wir liefern, damit eine gute Finanzidee auch zu einem Markterfolg wird.

Welche Stellung hat der Hackathon intern bei der biw Bank? Wird dies ein Auftakt für weitere Aktivitäten sein?

Für uns ist das FinTech-Event Bankathon zunächst einmal ein tolles Experimentierfeld, nicht jeder Schritt ist planbar. Wenn die Veranstaltung ein Erfolg wird, werden wir über weitere Aktivitäten nachdenken. Was uns dabei auch bewegt ist, dass wir dazu beitragen wollen, dass die Kommunikation in der FinTech-Branche und ihrem Umfeld noch mehr in Gang kommt. Gerade was die persönliche und fachliche Vernetzung aller wichtigen Player angeht, haben wir im Vergleich zu Großbritannien oder Skandinavien noch erheblichen Nachholbedarf.

Auf dem Event sind ja auch viele bestehende FinTechs vertreten. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie mit einem Startup im Nachgang weiter zusammen arbeiten werden? Warum sollten sich die Startups gerade für die biw AG entscheiden?

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir tolle Ideen finden und dass wir überzeugende Ansätze auch weiterverfolgen. Wir verstehen uns als Enabler für FinTechs, wollen also Finanzideen im digitalen Banking gemeinsam mit Partnern realisieren. Junge FinTech-Unternehmen können die technischen Prozesse und bankfachlichen Services aus unserer Banking-Suite nutzen. Dass wir als deutsche Vollbank alle regulatorischen Aufwände abnehmen können, erspart Start-ups viel Zeit und Geld. Sie können sich ganz auf Entwicklung und Vertrieb ihrer Produkte konzentrieren! Wie gut das funktioniert, können wir anhand von zahlreichen bestehenden Partnerschaften zeigen. Zum Beispiel sind wir kontoführendes Institut für auxmoney, Savedo und Zinspilot. In den nächsten Monaten werden wir mit weiteren Start-up Partnerschaften live gehen.

Wenn Du einer der Teilnehmer wärst: An was würdest Du arbeiten?

Auf jeden Fall würde ich an der Aufgabenstellung der biw AG arbeiten! Denn wir sind nicht einfach nur Sponsor. Wir überlegen derzeit den Entwicklerteams auf ggf. ein eigenes Thema vorzulegen. Mehr will ich aber heute noch nicht verraten. Im Endeffekt freue ich mich aber über jede funktionierende und erfolgsversprechende Ergebnis und bin gespannt ob die Teams uns die Aufgabe in der Jury sehr schwer machen werden.

Abschließend die Frage, wer kommt sonst noch von der biw Bank zum Bankathon?

Ich werde von Thomas Goertz, dem Leiter des FinTech Labs unserer Mutter XCOM begleitet. Er ist IT-ler und einer der Kreativköpfe unserer Unternehmensgruppe. biw und XCOM sind seit einigen Wochen Teil der FinTech Group AG, auch hier werden Kollegen vor Ort sein, z.B. Kollegen aus dem VC-Umfeld.

Wer ist denn Björn?

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Björn Erik Jüngerkes arbeitet seit 2012 als Leiter der Geschäftsentwicklung und Prokurist bei der biw Bank für Investments und Wertpapiere. Er verantwortet in der Bank die Markteinführung von innovativen Geschäftsideen der biw AG bzw. der Bank in Zusammenarbeit mit ihren Partnern, in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Dazu gehören Geschäftsmodelle aus den Bereichen Online-Banking und Brokerage, (Mobile) Payment und rund um das Thema E-Geld.

Werbung: figo als Toolbox für Banken

in API/Banken/Banking/fintech von

Bildschirmfoto 2015-04-01 um 17.09.13Heute mal etwas in eigener figo-Sache: 

Da ich weiss, dass hier auch der eine oder andere Banker vorbei schaut, ein aktuelles Slidedeck zu dem, was wir mit der figo Plattform für Banken anbieten.

Es ist der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wie hilft figos Plattform Banken dabei, schnell und einfach neue Ideen für Kunden umzusetzen?

Alle anderen bitte einfach ignorieren 🙂

Wenn das Einbetten nicht klappt, hier der Link

 

[slideshare id=46537727&doc=figotoolboxbanken-150401082622-conversion-gate01]

Need von Aggregation oder Multibanking

in API/Banking/fintech von

Mitte Januar hatte ich hier die Frage gestellt, ob ihr für das Jahr 2015 etwas in diesem Umfeld seht und wenn ja, wer wohl der Player sein wird.

Das Ergebnis macht mir als klarem Verfechter dieses Themas Mut:
Auch ihr seht den Need und nur 15% sehen keinen Sinn darin.

Ob es dann wirklich eine Bank sein wird, die Multibanking auch im Web (und nicht nur in Apps) anbietet, darauf bin ich weiter gespannt. Allerdings machen sonst all die schönen PFM Angebote die bereits da sind oder gerade entstehen nahezu keinen Sinn für den Nutzer.

Achtung Werbung:
Wer mal ausprobieren möchte wie sich Aggregation im Web anfühlt, der kann dies mal unter home.figo.me testen. Das ist der Show-Case für das was jeder mit unserer Banking-API tun kann. Klappt wirklich und tut nicht weh 🙂

Bildschirmfoto 2015-03-06 um 07.20.10

FinTech Podcast #006 – API-Banking 


in API/Banken/Banking/fintech/Podcast von

titel folge 006In der letzten Woche war es Algo-Banking, heute API-Banking.

Themen die nicht weit von einander entfernt sind und dennoch zwei eigene Cases darstellen. Für mich war es heute schwerer als sonst, da ich an das Thema API-Banking sehr stark glaube und wir bei figo.io genau daran arbeiten. Daher sei mir meine ggf. einseitige Sicht an der einen oder anderen Stelle bitte verziehen.

Playlist:

00:00 Was ist API-Banking
10:00 Wer nutzt API-Banking
18:00 Use-Cases von API-Banking
26:00 Welche Enabler gibt es
32:00 Success Stories von Banking API-Nutzung
40:00 Regulierung von API-Schnittstellen
46:00 Wishful Thinking – Welche APIs fehlen noch
53:00 API-Banking auch interessant für Banken selbst?

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Viel Spass beim hören.

Dropbox für Finanzdaten – wo bist Du? (Werbung in eigener Sache)

in Banken/Banking/Mobile Banking/startups von

Bildschirmfoto 2014-01-03 um 16.50.51Vor mehr als zwei Jahren habe ich mich hier gefragt, ob ich mit finanzblick mein „Evernote für Personal Finance Management“ gefunden habe. Etwa ein Jahr später habe ich das Thema noch einmal aufgenommen und über die damals neue Web-Komponente berichtet.

Ich mag die Idee und den Ansatz von finanzblick weiterhin. Aber gleichzeitig ist mir die Lösung bisher in bestimmten Bereichen nicht weit genug „gedacht“. Was ich neben der gut gemachten Aggregation meiner verschiedenen Konten, Kreditkarten und Wallets zusätzlich brauche, ist eine Lösung die offen ist – offen in Richtung Dritter.

Warum denke ich das diese Offenheit so wichtig ist?

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich nun mit Online-Banking Lösungen – und immer wieder kamen und kommen Dritte auf mich zu und suchen Zugang zu den Systemen der Banken: Entweder um Prozesse in ihren Lösungen zu beschleunigen oder tolle neue Lösungen zu bauen. Diese individuelle Implementierung ist aus meiner Sicht nur in bestimmten Fällen der richtige Weg und in der Regel mit viel Aufwand für den Partner verbunden. Zudem führt es nebenbei dazu, dass ich als Nutzer an verschiedenen Stellen meine Bankdaten hinterlege.

Smarter erscheint es mir doch anders herum: Kunden nehmen ihre Finanzen mit zu den Anbietern und in die Tools wo sie diese auch nutzen wollen.
Wir kennen das seit einiger Zeit von Lösungen wie Dropbox, iCloud oder Google Drive: Überall dort wo wir unsere Daten nutzen wollen, können wir diese mit dem Wunschdienst „connecten“ und schon ist alles da. Ein Im- oder Export von Daten ist völlig überflüssig geworden und damit auch weitestgehend so etwas wie USB Sticks.

In Ansätzen haben diesen Weg auch schon Finanztools wie iOutbank oder Banking4 eingeschlagen. Hier ist ein Sync der Finanzdaten mit Diensten wie iCloud oder der Dropbox möglich. Allerdings bisher nur, um die Daten im jeweils eigenen System synchron zu halten.

Da ich wie beschrieben aktuell keine Lösung für diesen zentralen Finanzaccount sehe und diesen auch nicht in naher Zukunft von Banken erwarte, haben wir uns bei figo entschieden dieses Thema mehr und mehr in den Mittelpunkt unseres Tuns zu stellen. Neben einer einfachen Entwickler-Schnittstelle bedarf es aus unserer Sicht eines zentralen Nutzer-Accounts. Beides haben wir im letzten Jahr geschaffen und nun freuen wir uns, dass das Interesse an der Einbindung in Partnerdienste in der Tat vorhanden ist.

Ein spannendes Experiment und ich bin gespannt ob ich in einem Jahr sagen kann: Die Dropbox für Finanzen ist da.

In eigener Sache – Zeit für „figo“

in Banken/Banking/startups von

Update 20.09.2013:

Inzwischen ist figo live – sowohl als App als auch offenen Plattform inkl. Entwickler-Schnittstelle

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Das es hier ruhiger geworden ist, habt Ihr ja sicher bereits mitbekommen. Warum das so ist, wissen aber noch nicht alle und daher will ich ein wenig was zur Stille hier sagen:

Bildschirmfoto 2013-04-18 um 15.04.25Ich habe in meiner Berufszeit seit 1996 lange Zeit Software und Dienstleistungen für Banken und Sparkassen gebaut und erbracht. Zuletzt habe ich einige der Banken auch in meiner Aufgabe als Berater unterstützt. Immer wieder habe ich dabei auf Dinge hingewiesen, die aus meiner Sicht gerade ausserhalb der Branche passieren und die kurz- und mittelfristig Einfluss auf die Banken haben werden. Bisher hat diese Hinweise keinen zu einer sichtbaren Reaktion veranlasst – daher ist die Zeit für mich gekommen etwas selber zu machen: figo.

Menschen die mich kennen, wissen dass ich an an einige Paradigmen für gute Dienste glaube:

  • Offenheit,
  • Mobile,
  • smarte Mehrwerte,
  • überragende User Experience,
  • Small Businesses und Endkunden sind gleich in ihren Bedürfnissen,
  • die Cloud.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Paradigmen gemeinsam mit einem tollen Team in Produkte einfliessen lassen kann. Michael, unser CTO, ist ein grossartiger Techniker und Markus, unser CEO, einer der besten Designer mit dem ich bisher arbeiten durfte. Auch das weitere Team was sich gerade um uns herum sammelt, ist super!

Was treibt mich an?

Ich sehe eine grundsätzliche Veränderung in der Nutzung und Konsumierung von Finanzdaten und im Bezahlverhalten von Kunden. Auf diese veränderten externen Anforderungen, die sich auch und vor allem aus erfolgreichen anderen digitalen Diensten ergeben haben, sehe ich aktuell auf Seiten der Banken keine guten und ausreichenden Antworten.

Welche Herausforderungen sind es, die ich aktuell sehe:

  • Apps werden als Mobile-Strategie gesehen
  • Fragmentierung von Finanzen auf Seiten der Kunden und Verlust der klassischen Hausbank
  • Finanzdaten werden als dumme Metadaten ohne Kontext zur Verfügung gestellt
  • Finanzdaten werden in geschlossenen Silos gehalten und sich nicht Portabel
  • Import und Export von Daten gilt als normal
  • Payment und Banking wird eins
  • Keine Produktinnovationen

Auf einige dieser Herausforderungen wollen wir mit figo eine passende und richtige Antwort geben. Dabei achten wir allerdings nicht auf die Bedürfnisse der Banken, sondern haben einzig und allein den Kunden im Blick.

Was also schaffen wir gerade?
Mit figo schaffen wir einen cloudbasierten Dienst in dem alle finanziell relevanten Daten des Nutzers 1. aggregiert, 2. veredelt und 3. optimiert werden.

Wie erreichen wir dieses Ziel?
Grundlage unserer Idee ist der figo Account. In diesen hinterlegt der Nutzer alle seine relevanten Konten und Accounts von Banken, Sparkassen, Kreditkarten, eCommerce Shops und Wallets.
figo selber aktualisiert die Daten dank der Verbindung zu allen relevanten Playern regelmäßig und bereitet die Daten konsumierbar auf.
Genutzt werden können die Daten des figo Account dann in von uns selber bereit gestellten Frontends wie z.B. unserer iOS App, oder in jedem angebunden 3rd Party Tool in dem der Inhaber des figo Accounts seine Daten nutzen möchte. Zielgruppe für den Dienst sind damit alle die, die ein oder mehrere Online Banking Konten, Kreditkarten oder Wallets haben und diese Daten aggregiert und komfortabel nutzen wollen.

Wo stehen wir aktuell?
Unser erstes App figo befindet sich seit Ende des Jahres 2012 im Beta Status und wird von einer vierstelligen Anzahl an Nutzern getestet.

img_4743Parallel haben wir die Anbindung an Banken, Kreditkarten und Wallets weiter vorangetrieben, so dass wir heute nahezu alle relevanten Player an unsere Plattform angebunden haben.
Dritter Baustein der Plattform ist unsere API – der figo connect. Auch dieser ist seit einigen Wochen im Test bei Kunden und seit gestern können interessierte Dienste den figo Connect mit echten, eigenen Finanzdaten testen und eine Verbindung zwischen Finanzdaten und dem eigenen Dienst herstellen.

Zudem haben wir die Idee in den letzten Wochen und Monaten einer Menge an Menschen vorgestellt und sind unter anderem auch auf der Finanzinnovationsmesse Finovate aktiver Bestandteil gewesen – den Pitch könnt Ihr hier sehen. Das Feedback war sehr ermutigend und gibt uns Rückenwind für die kommenden Schritte.

Wie geht es weiter?
Der Lauch unserer iOS App figo im AppStore steht kurz bevor. Parallel bauen wir an unserer ersten Version einer Web-App und binden aktuell erste Drittdienste an unsere Plattform an.
Auf der finanziellen Seite haben wir nach einer Angel-Runde Ende 2012 aktuell einen sehr renommierten Seed Investor gefunden, so dass auch die kommenden Schritte gesichert sind.

An Ideen für das Produkt mangelt es uns darüber hinaus nicht – eine Verbindung von Bankumsätzen mit Rechnungen, eine smarte Art des mobilen Bezahlens, schlaue Kategorien und vieles mehr sind auf unserer Liste.

Was bedeutet das für mich?
Ich bin wieder regelmässig und viel in der Hauptstadt. Ich stehe wieder für ein Produkt.

Wenn einer den Weg mit uns gehen mag, der soll sich gern melden. Und auch sonst freue ich mich sehr über Anregungen und Feedback zur Idee und den ersten Produktbestandteilen.

So viel hier in eigener Sache – musste mal gesagt werden.

Meine Links des Tages – 29.10.2012

in Banking/mobile/Passbook/Payments/startups/Tools von

Portigo, Paij, o2, mpass, LearnVest, figo, EBICS, AppStore, Pocket, Bergfürst, Monty 

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