Social Media Week – Angriff der Plattformen aufs Banking

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In dieser Woche findet die Social Media Week statt – unter anderem auch in Hamburg. Teile des Ratpacks waren im Bethaus auf der Bühne und haben über die Rolle der großen Plattformen (Google, Apple, Facebook oder Amazon) beim Banking diskutiert.

Angriff der Plattformen aufs Banking – die neue Gefahr?

Rafael, Maik und André haben dabei mit rund 100 Gästen über den „Angriff der Plattformen aufs Banking“ diskutiert. Ein Thema, was uns hier schon länger begleitet und gerade in der letzten Woche auch von Maik in einem Artikel ausführlicher beleuchtet wurde.

Die Diskussion war zum Teil auch kritisch: Nach dem „Nicht-Erfolg“ der FinTechs im Kampf gegen die Banken wurden nun die „Plattformen“ als neue Gefahr oder Gegner der etablierten Banken ausgerufen. Das ist ein Thema, welches wir in einem der kommenden Artikel oder auch Podcasts noch einmal näher beleuchten, da man durchaus eine Reihe grundsätzlicher Unterschiede in den Ansätzen und auch Zielen sehen kann.

Die Veranstaltung und Diskussion hat wieder Spass gemacht, auch wenn sicher noch längst nicht alles gesagt ist. Aber das ist ja auch irgendwie gut so 🙂

Da es leider keinen Video-Mitschnitt gibt, anbei ein paar Zitate die während der Session von fleissigen Bienen auf Twitter erfolgten.

Angriff aufs Banking: Das Ratpack auf der Social Media Week in Hamburg (v.l. Andrè, Rafael und Maik)
Angriff aufs Banking: Das Ratpack auf der Social Media Week in Hamburg (v.l. Andrè, Rafael und Maik)

Banken, die nicht verstehen, dass Brand wichtig ist, werden zu reinen Abwicklern werden.

 

Es wird ein schleichender Tod für die #Banken. Das Thema kommt auch nicht mehr wieder.

 

Komplexität von Banking und Payment verringert sich. Stichwort: Alltagsrelevanz

 

Mit den Millenials ‚wächst‘ sich #Banking langsam aus der Bank heraus.

 

Möglicherweise sind sie (PayPal) aber die erste wirklich globale Bank.

 

Banking emanzipiert sich von #Bank.

 

Unsere Kinder werden keine Hausbank-Beziehung mehr haben.

 

#Fintechs haben keine Kunden gewonnen, weil diese zu faul sind. Plattformen haben diese Kunden aber schon.

 

#Banking wird sich in den Use Case der Kunden hinein wachsen

 

Bank muss Softwareunternehmen werden, auch wenn sie für den Kunden dadurch unsichtbarer wird.

 

Banken stehen vor der Herausforderung, ihre Rolle in einem neuen Kontext zu definieren.

 

#Banken werden keine Plattformen, weil das Know-how und das Mindset fehlen.

 

Wir Kunden würden unsere Daten an Plattformen geben, wenn der User Case nur interessant genug ist.

 

Kunden suchen die einfachste und beste Lösung. UX spielt dabei wichtige Rolle.

 

Es ist inzwischen durchaus vorstellbar, dass Plattformen auch Banken kaufen, um weiter zu wachsen.

 

#Payment ist interessante Funktion für Plattformen wegen hoher stickyness.

 

Vergleich zum Fernsehen: Millenials haben kein TV-Verhalten mehr. Die schauen Netflix und YouTube.

 

Der Wandel ist eher ein Generationenwechsel. Generation Venmo assoziiert Geld nicht mehr mit ‚Bank‘, sondern mit Venmo.

 

Wenn ich mit #ApplePay zahle, sehe ich meine Bank zwar noch, bezahle aus Kundensicht aber mit Apple.

 

Banken sterben die Kunden weg, es sei denn, die Banken erfinden sich neu.

 

#Fintechs haben Perspektive in der Nische oder in der Kooperation.

 

Plattformen schauen, was nachgefragt wird und bieten das dann an.

 

Die deutschen Banken sind nicht in der Lage, sinnvolles Data Mining im Sinn des Kunden zu betreiben.

 

Die #Banken wiederum sitzen auf dem Datensilo Girokonto und nutzen sie Daten nicht im Sinne des Kunden.

 

 

André M. Bajorat

CEO figo GmbH bei figo GmbH
André M. Bajorat ist Unternehmer, Berater, Speaker, Business-Angel und Mentor im deutschen Startup- und FinTech-Umfeld aktiv. Aktuell ist er als CEO bei figo.io, Partner bei KI-Finance sowie im Advisoryboard von FinLeap und Cringle aktiv. Initiator der Abstimmung „Fintech des Jahres“ und des „Bankathons„.

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