Der Mac App Store – Salesmaschine mit Nachholbedarf

Der im Januar 2011 gestartete Mac App Store ist ein Erfolg und ähnlich wie die Mobile App Stores eine super Chance gerade für kleine Softwarehersteller ihre Produkte einfach zu vermarkten und zu distribuieren.

Beispiele der 6Wunderkindern und Evernote zeigen auf beeindruckende Weise wie der App Store als Salesbooster wirken kann. Viele Entwickler sprechen von einer Verzehnfachung der Download und Verkaufszahlen im Vergleich zum Vertrieb über die eigene Webseite. Versand und Eingabe von Lizenzkeys etc. sind darüber hinaus nicht mehr nötig und auch die Updates kommen automatisch.

Allerdings sind aus meiner Sicht eine Reihe von Anforderungen an einen Softwarevertriebskanal noch nicht zufriedenstellend gelöst und werden hoffentlich bald nachgeholt:

  1. Testversionen 
    Bisher können Entwickler nur kostenlose oder kostenpflichtige Versionen einstellen. Eine echte Testversion die funktional oder zeitlich eingeschränkt ist, kann nicht zusätzlich zu einer kostenpflichtigen Version angeboten werden. Hier kann der Anbieter nur einen Link auf seine eigene Webseite stellen und die Testversion anbieten. Im iPhone und iPad Bereich sind die Testversionen wegen der geringen App-Preise sicher kein so großes Thema – bevor ich aber mehr als 30 oder 40 Euro für eine Software zahle, würde ich oft gern mehr als Text und Screenshot sehen.
  2. Erweiterungen / Module
    Etwas was es für die mobilen AppStore schon lange gibt und unter dem Begriff In-App-Purchase läuft: Mir gefällt ein Produkt und ich möchte mehr Funktionen oder mehr Leistungen dazu kaufen und kann dies direkt aus der App heraus tun. Für Mac Apps ist dies nur sehr beschränkt für Lion Nutzer möglich und wird daher bisher von keiner Anwendung angeboten.
  3. Abos
    Geht in die selbe Richtung wie 2. Auch hier gibt es noch Nachholbedarf und sollten die mobilen Appstores als Vorbild dienen.
  4. Versionswechsel / Upgrades
    Hier bin ich sehr gespannt wie sich das Thema im Laufe der Zeit entwickelt. So lange noch keine Abos angeboten werden, werden die Softwarehersteller irgendwann einen Versionswechsel monetarisieren wollen. Bisher noch kein Thema, aber es wird kommen und ich bin gespannt wie es gelöst wird. Ggf. mit befristeten Sonderpreisen oder aber der Mac App Store wird auch in der Richtung noch erweitert.
In Summe aber weiterhin ein Super-Tool für alle Softwareanbieter.
Freue mich auf Feedback, wenn jemand andere Erkenntnisse oder Tipps zum Thema hat.

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